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Foto: Michael Holz/Hessische Hausstiftung
Foto: Michael Holz/Hessische Hausstiftung

Grandhotel Hessischer Hof schließt

Eine Grande Dame muss gehen

Seit der Eröffnung 1952 zählt das Grandhotel Hessischer Hof nahe der Messe zu den renommiertesten Luxushotels der Stadt. Nun gab der Betreiber die Schließung bekannt. Grund dafür seien die durch die Corona-Krise bedingten Verluste.
Nachdem mit dem Clubkeller und dem Horst bereits zwei Frankfurter Institutionen schließen mussten, gibt nun auch eine erste feste Größe im Hotelspektrum der Stadt auf: Das Grandhotel Hessischer Hof nahe der Messe wird im kommenden Quartal schließen. Das teilte der Betreiber des 5-Sterne-Hotels am Mittwoch mit. Das einzig privat geführte Luxushotel der Stadt ist im Besitz der Hessischen Hausstiftung und gehört zur Unternehmensgruppe Prinz von Hessen. Deren Vorstandsvorsitzender Donatus von Hessen teilte nun mit, mit dieser Entscheidung wolle man „die Zukunftsfähigkeit der Unternehmensgruppe sichern“.

Grund für die Schließung seien vor allem die durch die Corona-Pandemie bedingten Verluste, jedoch auch „die weiterhin zu erwartenden starken Umsatzeinbrüche in der Business- und Messehotellerie am Messestandort Frankfurt“. Am Montag hatte die Messe Frankfurt mitgeteilt, alle Präsenzmessen bis einschließlich März abzusagen. Aufgrund der fehlenden Perspektive wolle man nun eine Portfolioanpassung vornehmen und sich künftig auf die Destinationshotellerie und somit touristische Aktivitäten konzentrieren. „Wir erwarten in der Zukunft nachhaltige Veränderungen im Geschäftsmodell der Businesshotellerie“, teilte Donatus Landgraf von Hessen mit.

63 Beschäftige werden entlassen

Der Hessische Hof entstand 1952 aus der ursprünglichen Stadtresidenz von Wolfgang Prinz von Hessen und wuchs im Laufe der Jahre von 35 auf 121 Zimmer mit über 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insgesamt zählt die Unternehmensgruppe, zu der unter anderem das Schlosshotel Kronberg, das Weingut Prinz von Hessen sowie das Gut Panker in Schleswig-Holstein gehören, rund 350 Mitarbeitende. Davon müssten nun 63 das Unternehmen verlassen, heißt es seitens der Unternehmensgruppe. Obwohl man rund 80 Prozent der Belegschaft halte könne, sei das Ganze eine „schmerzliche Entscheidung“ und markiere einen „traurigen Tag“ für das Traditionshaus, so Donatus von Hessen. Letztendlich sei die Entscheidung jedoch alternativlos gewesen. Darüber, wie das Areal sowie das Hotelgebäude in Zukunft genutzt werden sollen, wurde noch keine Aussage getroffen.
 
24. September 2020, 12.39 Uhr
Sina Eichhorn
 
Sina Eichhorn
Jahrgang 1994, Studium der Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit Oktober 2018 beim Journal Frankfurt. – Mehr von Sina Eichhorn >>
 
 
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