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Yachtklub-Nachfolger

D3 am Main will mit Sonnendeck locken

Als der Yachtklub schloss, war das Partyvolk betrübt. Nun haben die Nachfolger ihr Konzept gelüftet. Mit Kaffee, Kuchen und einem Programm auch abseits des Mainstreams wollen sie die Herzen der Frankfurter erobern.
"Wenn ich nicht hier bin, bin ich aufm Sonnendeck", sang PeterLicht im Jahr 2001. Demnächst könnte das auch die nächstbeste Antwort vieler Frankfurter sein. Das Schiff D3, formerly known as Yachtklub, lockt mit einer neuen, großen Sonnenterrasse, 120 Menschen sollen dort Platz finden können. Das Schiff selbst ist nicht mehr grün, sondern braungestrichen, im Inneren überzeugt es mit klaren Linien, Innenarchitektin Vincenza Liguori hat neue Blickachsen geschaffen, hat den Tresen etwas versetzt, hat den Wänden eine Container-Optik verpasst - dort findet sich auch die goldene Farbe wieder, die schon in ihrem Vorgängerprojekt, dem Club Gibson an der Zeil, so augenfällig ist. Ja, wer den Yachtklub noch kannte, der wird sich umorientieren müssen. D3 am Main heißt der runderneuerte Kahn jetzt. Gekauft haben ihn Farid Boughriba, Bastian Bernhagen und Volker Ebert, feilgeboten hatte ihn einst die Firma Bootsbau Speck, die ihn schon lange verkaufen wollte, erst an den einstigen Mieter Hans Romanov, der aber winkte ab.

Am 5. April soll D3 eröffnet werden, dahinterstehen Bastian Bernha­gen, der den Mainstrand macht, sein früherer gastronomischer Be­triebsleiter Farid Boughriba und Volker Ebert, der mit seinen BBQ­-Inseln auch schon lange erfolgreich auf dem Main aktiv ist. Sie kennen sich noch aus der Schule, wie sie erzählen. Für D3 haben sie sich wie­der zusammengetan. „Im Oktober 2011 hat man uns das Boot zum Kauf angeboten“, erzählt Bastian Bernhagen. Man habe niemanden überboten, niemanden ins Aus gespielt.

Auf dem Schiff am Tiefkai soll künftig tagsüber Kaffee und Kuchen Museumsufergäste wie auch Familien anlocken (an einem Tag sogar schon vormittags mit dezenter elektronischer Musik), abends dann das Partyvolk - aber eben nicht nur: auch Lesungen und Auftritte eines Zauberers sind geplant. Hinter dem musikalischen Programm stehen Manuel leher und Christian Baums von Peak, die auch für das feine Bonheur­ Festival verantwortlich zeichnen. Den Eröffnungsabend am 5. April bestreitet denn auch von 23 Uhr an Liron van Daalen, alias Kabale & Liebe mit Deephouse, auch Freebase-Chef Meat legt auf. Am zweiten Eröffnungsabend, dem 6. April, folgt Holger Menzel. Der Eintritt ist frei. Die erste Lesung ist für den 18. April geplant. Der Kölner Autor Dada Peng kommt vorbei, um über das Leben und das Sterben zu sprechen. Ganz ernst und mit Augenzwinkern.

Lesen Sie mehr zum Thema im aktuellen Journal Frankfurt, Ausgabe vom 26. März 2013.

>> D3 am Main
Tiefkai gegenüber Deutschherrnufer 12, Eröffnung am 5. April 2013 (bei gutem Wetter bereits vormittags), Programm unter facebook.com/d3ammain. Öffnungszeiten: Mo–Fr ab 11 Uhr, Sa–So ab 10 Uhr.

Foto: Das D3-Team aus Farid Boughriba, Bastian Bernhagen und Volker Ebert. Christian Baums (Peak Management, Programm und PR), Jasmin Wells (Grafikerin, Welcome und die Freien), Innenarchitektin Vincenza Liguori, Manuel Leher (Peak).
 
26. März 2013, 11.22 Uhr
Nils Bremer
 
 
Fotogalerie: Erste Einblicke ins D3
 
 
 
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