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Tanztheater mit Breakdancekick
 

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Tanztheater mit Breakdancekick

Das Licht geht aus. Dumpf hämmern die Bässe. In einem furiosen Intro geben die die Tänzer einen ersten Eindruck von ihrem Können - das Publikum haben sie sofort gepackt.
Es ist der HipHop, den die junge Crew von E-Motion zelebriert, gemixt mit Akrobatik, Folklore und Anleihen aus dem klassischen Tanz. Die Gang mit dem sprechenden Namen – das sind Nadia Espiritu, Andrea Böge, Takao Baba, Amigo, Benny und Lil` Rock. Der HipHop, das wird in ihrer jüngsten Produktion „2nd ID“ schnell klar, ist für die sechs Akteure mit unterschiedlichem kulturellem Background nicht nur Synonym für einen Tanzstil. „Er ist viel mehr, eine Lebensphilosophie, eine Sprache, die alle Menschen verstehen.“ Gemessen an den Jauchzern und Applausstürmen im ausverkauften Mousonturm scheint Tänzerin Nadia nur allzu Recht zu haben.
In kurzen Videospots geben die Performer Statements zu ihrer persönlichen HipHop-Philosophie, teilweise in der eigenen Muttersprache. „Die HipHop-Welt ist nicht die, die man in den Musikvideos sieht“, erklärt der stämmige Lil´ Rock von der Leinwand herab. Das Kollektiv will sich von den Klischees der goldkettenbehangenen Gangsta Rappern absetzen, und das tun sie auf überzeugende Weise. Wie einst die Pioniere des Genres, leben und verstehen die Bewegungskünstler den HipHop wie als soziales und kulturelles Statement.
Housedancestyles, Breakdanceeinlagen und Elektrobeats faszinieren, die ruhigen Sequenzen, in denen sich die Tänzer in fließenden Moderndancemoves versuchen, weniger. Der Tanz zu kitschiger Klaviermusik fügt sich nicht in das Ganze, liegt dem Streetdance erprobten Ensemble nicht. Doch die Tänzer aus Berlin, Stuttgart und Düsseldorf gleichen die kurze Durststrecke mit Leichtigkeit wieder aus. Höhenpunkt des Abends ist eine „Battle“ zwischen Amigo alias Kadir Memis und einem virtuellen Tänzer, in dem sich der türkischstämmige B-Boy-Spezialist als Akrobat der Verrenkung erweist. Seine Headspins und Glides, mit denen er im Wahnsinnstempo über die Bühne wirbelt, bringen den Saal zum Kochen; „Ich denke als Türke und lebe als Deutscher. Das ist manchmal schwer“, berichtet er zuvor im Kurzclip. Wie der HipHop dazu beitragen kann, jegliche Barrieren zu überwinden, zeigte dieser Abend auf eindrückliche Weise – und lieferte ein facettenreiches Bild einer Jugendkultur, die bereits so viele Generationen geprägt hat.

jat

 
5. Februar 2007, 10.06 Uhr
red
 
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