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Gesellschaft
 

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Stolze Jahre

Nein, das Ding da in dem kleinen Bild links ist keine Waschmaschine und auch kein Scheinwerfer. Sondern eine alte, olivgrüne Lottomaschine. Zu sehen ist sie in der Ausstellung "Hessen - eine starke Geschichte", die heute Abend im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte eröffnet wurde.

Die Schau gehört mit zum Festprogramm unter dem Titel "60 stolze Jahre" mit dem die Regierung in Wiesbaden die noch junge Geschichte unseres Bundeslandes seit einigen Monaten zu würdigen versucht. Auch die Ausstellung ist nicht neu, sie wurde erstmals im vor einem Jahr in Wiesbaden eröffnet und tourte seither durch die hessische Provinz bis sie nun in Frankfurt bis 3. September Station macht.

"Ich beneide die Ausstellungsmacher nicht um ihre Aufgabe aus 60 Jahren 60 Begegnungen mit der Geschichte dieses Landes herauszugreifen", so Frankfurter Kulturdezernent Felix Semmelroth in seiner Rede zur Ausstellungseröffnung. Auch Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar war zugegen, erinnerte an die ebenso kurze wie bewegte Vergangenheit des Bundeslandes und hob die Rolle der Generation des Wiederaufbaus hervor. "Die Freiheiten, die wir heute wie selbstverständlich genießen, dafür haben sie die Grundlagen gelegt und dafür können wir ihnen gar nicht genug danken", so Weimar. Insbesondere die jungen Menschen seien gefordert, sich am Gründergeist und Arbeitsethos der Älteren ein Beispiel zu nehmen. Das Publikum nahm solche und andere Äußerungen gelassen hin. Und schließlich hatte Weimar doch noch die Lacher auf seiner Seite. Allerdings eher unfreiwillig als er sagte: "Auch dem Finanzminister möchte ich danken, diese Ausstellung möglich gemacht zu haben ... das ist ja Quatsch ... der Finanzminister steht ja vor ihnen, das bin ja ich." Wir empfehlen einen neuen Redenschreiber, Herr Weimar.

Und die Ausstellung selbst: kann sich sehen lassen. Auch wenn sie 60 Jahre Zeitgeschichte dann doch recht kompakt verpackt und den Besucher erst mal spontan denken lässt: "Wie, das war`s schon?" Ja, das war`s. Doch das mag vielleicht an den heiligen Hallen des mittelalterlichen Karmeliterklosters liegen, in dem "60 stolze Jahre" wie ein Wimpernschlag wirken. Die Fresken an den Wänden erzählen von einer Geschichte mit der die des Kunstgebildes Hessen nicht mithalten kann. Selbst nicht mit einer olivgrünen Lottomaschine.

Historische Wanderausstellung: "Hessen - Eine starke Geschichte. 60 Begegnungen mit unserem Land seit 1945"
23.08.2006 bis 03.09.2006, Institut für Stadtgeschichte (Münzgasse 9), Öffnungszeiten: montags - freitags 8.30-17 Uhr, samstags u. sonntags 10-17 Uhr.

Text und Foto: nil

 
22. August 2006, 00.00 Uhr
Nils Bremer
 
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