Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Gesellschaft
Startseite Alle NachrichtenGesellschaft
Rapefugee, Säuberung, Biodeutscher,...
 

Rapefugee, Säuberung, Biodeutscher,...

0

„Unwort des Jahres 2016“ gesucht

Foto: JF
Foto: JF
Noch bis zum Ende des Jahres können die Bürger Vorschläge für das „Unwort des Jahres 2016“ einschicken. Bisher sind schon rund 500 Einsendungen mit etwa 350 verschiedenen Vorschlägen eingegangen.
Rapefugee, Säuberung/ Säuberungsaktion/ Säuberungswelle, Umvolkung, Biodeutscher, Flüchtlingsobergrenze, Flüchtlingsdeal sowie bedauerlicher Einzelfall und eine Armlänge Abstand. Neben dem bereits 2015 kritisierten Wort „Gutmensch“, gingen diese Vorschläge für das „Unwort des Jahres 2016“ bisher mehrfach bei der Jury ein.

Unter der Mail-Adresse vorschlaege@unwortdesjahres.net können Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 31. Dezember ihre Ideen für das Unwort des Jahres 2016 einsenden. Diese könnten aus allen Feldern der öffentlichen Kommunikation gewählt werden, die gegen die Prinzipien der Menschenwürde oder der Demokratie verstoßen, die einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend sind.

Wichtig dabei sei, weist die Jury darauf hin, dass die betreffenden Wörter und Formulierungen öffentlich geäußert wurden, eine gewisse Aktualität besitzen und der Äußerungskontext bekannt ist und von den Einsendern belegt wird. Die Häufigkeit der Einsendung eines Vorschlags spielt dagegen keine Rolle für die Entscheidung der ehrenamtlich arbeitenden Jury, die sich aus vier Sprachwissenschaftlern, einem Journalisten und seit diesem Jahr FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zusammensetzt.
Seit 1991 wird das „Unwort des Jahres“ bestimmt. Der Jury gehe es bei dieser sprachkritischen Aktion darum, auf unangemessene Formen des öffentlichen Sprachgebrauchs aufmerksam zu machen und dadurch Sprachreflexion und Sprachsensibilität in der Bevölkerung zu fördern.
Die bisherigen Unwörter sind: ausländerfrei (1991), ethnische Säuberungen (1992), Überfremdung (1993), Peanuts (1994), Diätenanpassung (1995), Rentnerschwemme (1996), Wohlstandsmüll (für Menschen, 1997), sozialverträgliches Frühableben (1998), Kollateralschaden (1999), national befreite Zone (2000), Gotteskrieger (2001), Ich-AG (2002), Tätervolk (2003), Humankapital (2004), Entlassungsproduktivität (2005), freiwillige Ausreise (2006), Herdprämie (2007), notleidende Banken (2008), betriebsratsverseucht (2009), alternativlos (2010), Döner-Morde (2011), Opfer-Abo (2012), Sozialtourismus (2013), Lügenpresse (2014) und Gutmenschen (2015).

Nach den diesjährigen Landtagswahlen schlagen wir übrigens „Protestwähler“ und die inflationär benutzte Formulierung „besorgte Bürger“ als Unwörter des Jahres 2016 vor. Vielleicht fallen Ihnen ja auch noch (un)schöne Wörter oder Formulierungen ein?!
 
26. Oktober 2016, 11.35 Uhr
Max Gerten
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Gesellschaft
 
 
An der Haustür, am Telefon und im Internet versuchen Kriminelle, die Angst vor dem Coronavirus auszunutzen. Die Polizei warnt in den sozialen Netzwerken und in der App „hessenWARN“ daher vor den unterschiedlichen Betrugsmaschen. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Luis Villasmil/Unsplash
 
 
Die Kontaktbeschränkungen werden bis 19. April bundesweit verlängert, das haben die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder mit der Kanzlerin in einer Telefonkonferenz beschlossen. In Hessen werden derweil die Krankenhauskapazitäten aufgestockt. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: freestocks/Unsplash
 
 
Anklage wegen fahrlässiger Tötung
0
Sechsjährige stirbt nach Pilzvergiftung
2017 erlitten ein Vater und seine drei Töchter eine schwere Pilzvergiftung, die jüngste Tochter starb im Jahr darauf an den Folgen. Die Staatsanwaltschaft erhebt in diesem Zusammenhang nun Anklage gegen einen Arzt und eine Ärztin. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Harald Schröder
 
 
 
Coronavirus: Selbstgenähte Masken
1
Stich für Stich gegen Corona
In einer Bornheimer Wohnung entstehen seit etwa einer Woche selbstgenähte Schutzmasken. Jutta Huebener und Uli Becker nähen die Stücke ehrenamtlich, um das Risiko der Coronavirus-Übertragung zu minimieren. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Jutta Huebener
 
 
Corona-Krise: Diakonie Frankfurt Offenbach
0
Lunchpakete für Obdachlose
Aufgrund der Corona-Pandemie brechen aktuell für wohnungs- und obdachlose Menschen viele Unterstützungsangebote weg. Das Diakonische Werk hat einen Spendenaufruf gestartet, um Lunchpakete in Frankfurt und Offenbach zu verteilen. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Symbolbild: istock/stockstudioX
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1529