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Neujahrsempfang Stadt Frankfurt
 

Neujahrsempfang Stadt Frankfurt

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Die europäische Zusammenarbeit stärken

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Auch in diesem Jahr besuchten wieder zahlreiche Gäste den Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit des europäischen Zusammenhalts.
Über 1000 geladene Gäste wurden zum gestrigen Neujahrsempfang der Stadt erwartet, entsprechend turbulent ging es am Abend im Römer zu. Wie in jedem Jahr, konnte auch diesmal nur ein Bruchteil der Anwesenden den Reden im Kaisersaal, in dem rund 300 Menschen Platz finden, beiwohnen. Zwar wurden die Beiträge in die anderen Räume übertragen, die schwierigen akustischen Verhältnisse des Römers stellten die Zuhörenden jedoch vor Herausforderungen.

Festrednerin war in diesem Jahr Christine Lagarde, seit dem 1. November 2019 Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). „Madame Lagarde, Sie repräsentieren weit mehr als nur die Finanzwelt, Sie repräsentieren mit der EZB Europa. Ich freue mich Sie hier zu haben, im Herzen der Stadt,“ begrüßte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die EZB-Präsidentin. Feldmann betonte die Wichtigkeit des Euros als ein Symbol des Zusammenwachsens Europas und schlug damit eine Brücke zu der Internationalität, für die auch Frankfurt stehe. Charakters. Jetzt ist der Zeitpunkt das immer wieder zu betonen – jetzt, wo Demagogen die Welt zu spalten versuchen, Europa und Frankfurt zu spalten versuchen“, so Feldmann. Das System sei fragil, warnte das Stadtoberhaupt, man sehe heute wieder eine neue Gefahr von rechts.

Auch Christine Lagarde betonte die Internationalität Frankfurts; die Stadt sei „offen, vibrierend und ehrgeizig“, so Lagarde. „So wichtig, wie Frankfurt stets für Deutschland war, so sehr hat sich diese Stadt auch stets als europäische Stadt verstanden“, erklärte die EZB-Präsidentin den weltoffenen Charakter Frankfurts. Der Frankfurter Lebensweg sei ein Modell dafür, „wie die europäische Zusammenarbeit uns stärker machen kann.“ Wie schon Peter Feldmann, betonte auch Christine Lagarde den Wert europäischer Integration und einer gemeinsamen Währung.

Oberbürgermeister Feldmann war zuvor in seiner Neujahrsansprache auch auf die zentralen Themen eingegangen, denen sich Frankfurt in Zukunft stellen müsse. Dazu zählten soziale Herausforderungen, kostenlose Bildung für alle, und die Positionierung Frankfurts als Demokratie-, Wirtschafts- und Respekthauptstadt. „Bildung schafft mündige Bürger, sie schafft Teilhabe und damit die Grundlage für Demokratie. Das heimatliche Monument der Demokratie steht hier in unserer Stadt: unsere Paulskirche“, sagte Feldmann.

Noch während der Ansprache hagelte es bereits Kritik vonseiten der CDU für Feldmanns Vorschläge. Nils Kößler, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Römer, kritisierte die Forderung des Oberbürgermeisters, alle Krippenplätze in städtischen Einrichtungen gebührenfrei zu machen. „Selbst ein OB muss sagen, wer seine Vorschläge bezahlen soll. Sonst ist es ein ungedeckter Scheck. Die Feldmann-Politik nach dem ‚Awigra‘-Prinzip (‚Alles wird gratis!‘) ist weder solide noch nachhaltig. Nachhaltig, und zwar im Sinne von aufdringlich sind nur die ständigen Versuche des Oberbürgermeisters, wichtige Dienstleistungen der Stadt zum scheinbaren Nulltarif auszurufen“, so Kößler.

Christine Lagarde ließ den Abend derweil entspannter ausklingen und probierte erstmals seit ihrer Ankunft in Frankfurt Apfelwein und Grüne Soße – und fand es „lovely“.

 
17. Januar 2020, 10.50 Uhr
rom
 
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