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Gesellschaft
 

Karlson kommt

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Neuer Club im Bahnhofsviertel

Foto: Artur Lik
Foto: Artur Lik
Einige reden vom Clubsterben, doch davon ist in Frankfurt im Moment nicht viel zu merken: Am 2. Oktober eröffnet offiziell das Karlson, der neue Club im Bahnhofsviertel. Geboten wird elektronische Musik.
Gegenüber vom Mittagsgold und neben dem Pracht angesiedelt, eröffnet am 2. Oktober offiziell der neueste Club aus dem Hause Velvet und Adlib: Unter der Leitung von Nicole Groß, die ehemals das Programm im Velvet verwaltete und jetzt nur noch für das Adlib zuständig ist, entstand ein neuer Club für elektrophile Nachtschwärmer.

Im September 2014 bekamen die EDMW Gastronomie GmbH die im Frankfurter Nachtleben nicht jungfräuliche Lokalität angeboten. Zuletzt befand sich dort nämlich der Strip Club Golden Gate, davor das K17 und das Maxims. „Das Ganze ist ein Raum-in-Raum-Konzept“, erklärt Nicole Groß. „Aus Schallschutzgründen mussten wird den Club von den umliegenden Gebäuden quasi trennen. Deshalb konnten wir mit den Umbau- und Renovierungsarbeiten erst im Juli dieses Jahres beginnen.“

Die Schirmherrschaft über das Projekt „Karlson“ oblag dabei der nachtlebenerprobten Groß. Zusammen mit dem Innenarchitekten hielt sie den Laden clean, die domminierende Farbe Grau wird durch orangene Elemente aufgelockert. Decke und Säulen wurden in ihrer Beschaffenheit nicht angerührt, ansonsten bilden Kupferlampen an den zwei Bars optische Highlights. „Bald wird auch der Tresen aus Kupfer bestehen“, verrät Groß. Ab 15. Oktober soll der Raucherbereich, der von außen einsehbar ist und in dem sich einer der beiden Ausschankstellen befindet, unter der Woche als Cocktailbar fungieren, Party gebe es aber nur an Frei- und Samstagen. „Es sei denn natürlich, es ist ein absolut cooles Booking möglich oder wir haben einen Vorfeiertag“, lässt Groß durchblicken.

Eine der Fragen, die sich der Frankfurter Nachtschwärmer stets stellt, ist die nach dem Preis für Eintritt und Getränke. Groß beabsichtigt einen Club zu schaffen, in dem sich jeder wohlfühlt, „und das hat nicht nur etwas mit der Optik des Ladens zutun. Wir wollen jedem ermöglichen, einen schönen Abend bei uns zu verbringen. Deshalb kosten Longdrinks bei uns mit 4cl Alkohol 7,50 Euro, Bier 3,50 und Shots zwischen 2,50 und 3 Euro. Der Eintrittspreis liegt bei standardmäßigen 10 Euro“. Dieser wird am Einlass an der von Club und Raucherbereich getrennten Garderobe fällig. Bei bestimmten Line-Ups könne dieser aber etwas höher liegen.

„Freitags geht es bei uns eher techno- und techhouse-lastig zu, samstags setzten wir auf Housesounds, die durchaus in die Vocal-Richtung gehen, aber nicht unbedingt kommerzieller Einheitsbrei sein müssen – das hängt einfach vom DJ ab“, erklärt Groß das Musikprogramm. Auf 280 Quadratmetern finden bis zu 199 Gäste Platz.

Unter dem Motto „No table-reservation, no song request, get your drink and f*cking dance” soll es im Karlson in erster Linie um die Musik und das dazugehörige Feiern gehen. „Wir bieten nicht die Möglichkeit an, einen Tisch zu reservieren und haben auch keinen Mindestverzehr bei den Sitzmöglichkeiten. Wenn der Platz frei ist, kann man sich auch hinsetzten“, erläutert groß die Philosophie in Punkto Feiern. Apropos Sitzen: Die Bänke befinden sich in einer angenehmen Höhe, sodass der Gast sich angenehm darauf gleiten lassen kann, ohne dabei in die Tiefe zu sinken, und so sich auch mit stehenden Personen wunderbar unterhalten kann.

DJ-Wünsche würden eher schwer werden, da hinter der verhältnismäßig groß bemessenen Kanzel kein Platz für eine zweite Reihe hinter dem Plattendreher ist. „Lediglich zwei ‚Groupie-Sitze‘ haben wir leicht unterhalb des Zugangs zu den Turntables installiert“, sagt Groß. "Die Leute sollen endlich wieder Tanzen, gemeinsam trinken, eben feiern und nicht „mit verschränkten Armen in der Gegend herumstehen und sagen, dass die Party nichts sei, der Club schlecht“.

Das will Groß auch durch ein buntgemischtes Publikum erreichen: „Es ist egal, ob du in deinem Anzug, nachdem du um 23 Uhr dein Büro verlassen hast, an unserer Tür stehst oder ob du in Chucks mit Capy auftauchst – solange du friedlich bist, nicht total zerstört und einfach einen netten Eindruck machst, bist du bei uns gerne willkommen“.

Interessant ist auch stets die Geschichte hinter der Namensfindung für eine Lokalität. Wer meint, Karlson leite sich einfach von der Adresse in der Karlstraße 17 ab, kennt nur die halbe Wahrheit. „Ich komme aus Friesland und verbinde mit elektronischer Musik irgendwie nordische Länder – minimalistisch, mitunter etwas kühl, aber all das im positiven Sinne. Ich liebe die Romanfigur ‚Karlsson vom Dach‘ und so fügte sich eines zum anderen zusammen“, erklärt Groß. Außerdem habe man mit solchen Namen eine positive Assoziation, was das entspannte Feeling im Club selbst unterstreichen soll, denn hier sollen sich die Gäste so wohlfühlen, dass sie auf jeden Fall wiederkommen wollen. „Die einen kommen sicherlich wegen des Line-Ups ins Karlson, die anderen, weil sie sich den neuen Laden ansehen wollen. Was wir aber beiden Arten von Gästen mitgeben wollen, ist das Gefühl, für sie da zu sein und eine Anlaufstelle für künftige Frankfurter Partynächte bieten“.

Beim Opening für geladene Gäste vom Red-Bull-Monday (siehe Bilderstrecke) konnten sich davon die ersten Gäste bereits ein Bild machen. Robin Schulz, der als DJ gerade mit seinem von Baby Bash gecoverten Song „Suga“ aus dem Jahre 2003 große Erfolge feiert, war für die IAA gebucht und ließ den Abend im Karlson ausklingen – ganz entspannt bei einem Bier. „Ihm hat es gefallen und er hat sich dafür bedankt, dass er hier sein durfte“, erzählt Groß mit einem Lächeln.

Das Programm des neuen Clubs in der Karlstraße 17 beginnt ab dem 2. Oktober. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Facebook-Seite und der offiziellen Homepage. Angekündigt für den Oktober sind beispielsweise DJ SKAI, Adriatique, Marco Sönke, Ninetoes, Santé und Nico Willius.

>> Karlson, Bahnhofviertel, Karlstraße 17, Fr+Sa ab 23 Uhr, Öffnungszeiten der Bar werden noch bekannt gegeben
 
28. September 2015, 11.07 Uhr
hen
 
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