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Frankfurter Gründerpreis
 

Frankfurter Gründerpreis

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Auszeichung für die besten Ideen der Stadt

Foto: wch
Foto: wch
Zum 14. Mal wurde der Frankfurter Gründerpreis verliehen. Das Rennen machte die Firma Cobi, die Handy-gestützte Technik für Fahrräder entwickelt und vertreibt. Insgesamt hatten sich 28 Unternehmen beworben.
Angestoßen hatte die Idee eines Frankfurter Gründerpreises der heutige Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU). Erfolgreiche Gründer auszuzeichnen, sollte anderen Mut machen, selbst die eigene Geschäftsidee zu verwirklichen. Am Montagabend wurde der Preis nun schon zum 14. Mal verliehen. 28 Unternehmen hatten sich beworben, vier Finalisten wurden zur Preisverleihung in den Kaisersaal des Römers geladen. Warum genau vier ist schwer nachzuvollziehen, denn es wurden nur drei Plätze vergeben. Den ersten Platz – und somit ein Preisgeld von 12.500 Euro – gewannen die Fahrrad-Tüftler von Cobi. Das Unternehmen verkauft Systeme, mit denen das Mobiltelefon ins Fahrrad integriert werden kann. Genau so, wie es das für Autos längst gibt. Das Smartphone wird in eine Halterung am Lenkrad gesteckt und zeigt dann das Tempo an, einen Routenplan oder andere Infos, die man gerade benötigt. „Es gibt über hundert Features“, erklärte Geschäftsführer Andreas Gahlert. Zwischen 169 und 300 Euro koste das Produkt.

Die Idee kam schon bei vielen Menschen gut an. Bei einer Crowdfunding-Kampagne wollten die Gründer – zu denen zählen noch Tom Acland, Carsten Lindstedt und Heiko Schweickhardt – 100.000 Euro zusammenbekommen. Das Ergebnis: 400.000 Euro. Obwohl das angepeilte Kapital um ein vierfaches überschritten wurde, mussten sie noch mehr Geld auftreiben. „Da wir nicht nur die Software, sondern auch die Hardware verkaufen, brauchen wir viel Kapital“, erklärte Gahlert. 13 Investoren seien an dem Unternehmen beteiligt. Mittlerweile zählt Gobi auch 25 Festangestellte und rund 35 freie Mitarbeiter. Das Produkt ist mit 24 Patenten gesichert.

Diese Zahlen zeigen, dass das Unternehmen schon auf festen Füßen steht. Das wirft allerdings die Frage auf, ob der erste Platz und somit auch das Preisgeld nicht vielleicht bei einem anderen Gründer sinnvoller aufgehoben wäre. Auf die Frage, ob sie mit dem Geld eine Party schmeissen, schmunzelte Gahlert und meinte: „Wir werden das heute Abend gut investieren.“

Über den zweiten Platz – und somit ein Preisgeld von 10.000 Euro – freuten sich die Gründer von Tyntyn. Unter diesem Namen vermieten Sascha Hildebrandt und André Lutz Fotoboxen für Firmenevents oder private Feiern. Im Grunde sind das Fotokabinen, wie man sie von Bahnhöfen kennt. Nur dass sie bei Tyntyn portabel sind und qualitativ hochwertigere Bilder produzieren. Kunden waren unter anderem schon die Chips-Marke Pringels oder Hit Radio FFH.

Tadios Tewolde machte mit seiner Gründung Moringreen den dritten Platz und gewann 7500 Euro. Der Grundstock seiner Firma ist die Moringapflanze, die in Afrika wächst und besonders viele Nährstoffe enthalten soll. Daraus stellt er ein Nahrungsergänzungsmittel her. Ein Grundpfeiler des Unternehmens sei Fairtrade. „Wir ermöglichen den Bauern durch einen direkten Handel am Markt zu partizipieren“, erklärte Tewolde.

Die Preise verlieh Oberbürgermeister Peter Feldman (SPD). „Das Gründergeschehen hat eine enorme Bedeutung für die Wirtschaft der Stadt“, sagte er. Besonders freue es ihn, dass inzwischen ein Drittel der Gründer Frauen seien. Unter den Siegern war jedoch keine dabei.
19. Mai 2015
Christina Weber
 
Christina Weber
Jahrgang 1983, Studium Online-Journalismus, seit 2014 Volontärin beim Journal Frankfurt – Mehr von Christina Weber >>
 
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Leser-Kommentare

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dieter baden am 20.5.2015, 16:59 Uhr:
Dann sollte die Stadt Gründeraktivitäten richtig fördern und unterstützen...bringt mehr als Radwege bauen.
Ob man allerdings Räder mit Handyverknüpfung braucht?dann passieren noch mehr Unfälle wenn die Radfahrer auch noch mit den Handy spielen beim fahren...manche tun es jetzt schon.
Muss verboten werden genauso wie für Autofahrer
 
 
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