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Die Kopten feiern Weihnachten mit Polizei

Weihnachten ist eigentlich ein Fest des Friedens, daher mutet es umso trauriger an, dass die koptischen Christen ihre Christmette heute Abend wegen Drohungen im Internet mit Polizeischutz zelebrieren müssen.
Mit rund 1000 Mitgliedern ist die St. Markus-Gemeinde in Bockenheim die größte koptische Gemeinde Deutschlands. Nicht alle Gemeindemitglieder wohnen in Frankfurt, vielmehr verteilen sie sich über das Rhein-Main-Gebiet. Es ist daher nicht ungewöhnlich, wenn an Weihnachten nur rund 200 Gläubige an der Christmette teilnehmen. Wieviele Menschen heute Abend um 21 Uhr das Weihnachtsfest im Gotteshaus feiern werden, ist indes noch ungewiss. Gegenüber den Medien beteuert der Priester Pigol Bassili, er habe keine Angst und der Gottesdienst sei sicher. Man befände sich in Gottes Händen und er gehe davon aus, dass niemand aus Angst zu hause bleibe. Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte bereits angekündigt, er werde heute mit dem Frankfurter Polizeivizepräsident Gerhard Bereswill im Laufe des Tages die Sicherheitslage begutachten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Polizeiwagen den Bereich vor der St. Markus Gemeinde sichern werden. Nach dem Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria sollen im Internet auch Drohungen gegen die Frankfurter St. Markus-Gemeinde aufgetaucht sein.
Die Gemeindemitglieder zeigten sich von dem Anschlag in Ägypten erschüttert und wollen im Anschluss an die Weihnachtsfeierlichkeiten am Samstag in Frankfurt eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer des Terroranschlags abhalten. In Alexandria waren an Silvester mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Bisher haben sich schon einige prominente Gäste zu der Trauerfeier in Frankfurt angekündigt, darunter der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sowie die menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Erika Steinbach (CDU).
 
6. Januar 2011, 10.57 Uhr
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