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Panorama
 

AWO-Affäre

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Zübeyde Feldmann muss Kosten für Dienstwagen tragen

Foto: AWO-Zentrale Frankfurt © Bernd Kammerer
Foto: AWO-Zentrale Frankfurt © Bernd Kammerer
Die AWO hat verkündet, dass Zübeyde Feldmann einen Teil der Kosten für die Nutzung ihres Dienstwagens während der Elternzeit selbst tragen soll. Die Bereitstellung eines Wagens für eine Kita-Leiterin sei bei der AWO allerdings kein Einzelfall.
In dem Skandal um das Beschäftigungsverhältnis von Zübeyde Feldmann, der Frau des Oberbürgermeisters, äußerst sich nun die AWO zu dem Dienstwagen, den die Kita-Leiterin auch während ihrer Elternzeit nutzt. Demnach sollen die in der Elternzeit entstandenen Kosten nach ihrer Rückkehr abgerechnet werden. In dem Schreiben der AWO vom 28. November heißt es außerdem, der Dienstwagen für Frau Feldmann stelle keinen Einzelfall dar: So sollen drei von 19 Kita-Leitungen sowie eine stellvertretende Leitung einen Dienstwagen erhalten haben. „Die Gewährung des Dienstwagens wird mit der Übernahme von zusätzlichen administrativen, repräsentativen sowie Fort- und Weiterbildungsaufgaben, wie beispielsweise Software-Schulungen begründet.“ Für die Wahrnehmung dieser Aufgaben sei eine hohe Flexibilität und Mobilität erforderlich, da alle Einrichtungen erreicht werden müssen.

Die Stellungnahme ist Teil der vor einigen Tagen angekündigten Transparenzoffensive. Diese soll mehr Offenheit im Umgang mit echten oder vermeintlichen Schwächen versprechen. So soll es künftig eine Anlaufstelle für interne Hinweise geben, zudem soll ein externer Compliance Officer im Januar die Arbeit aufnehmen, wie ein Sprecher der AWO Frankfurt am Montag sagte. Dieser solle interne Kontrollorgane ergänzen, aber auch als Ombudsmann neutrale Anlaufstelle für Hinweisgeberinnen und -geber sein. „So können Beschäftigte künftig tatsächliche oder auch nur vermeintliche Verfehlungen anonym melden. Hinweisen soll grundsätzlich nachgegangen werden“, hieß es.

Am vergangenen Mittwoch äußerte sich auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erstmals zu den Vorwürfen. Demnach habe er erst im Zuge der aktuellen Berichterstattung erfahren, dass seine Frau während ihrer Tätigkeit als Kita-Leiterin bei der AWO wesentlich mehr als üblich verdiente. „Meine Ehefrau war mehr als zehn Jahre in diesem Bereich tätig, hat eine Berufsausbildung gemacht, ein Doppelstudium anschließend draufgesetzt. Das alles hat sie sich auf einen Hauptschulabschluss aufgebaut. Darauf ist sie stolz, und ich auf sie“, sagte Feldmann.
 
29. November 2019, 12.53 Uhr
Elena Zompi
 
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Leser-Kommentare

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Joachim M. am 2.12.2019, 18:18 Uhr:
Ich wünsche Herrn und erst Recht Frau Feldmann persönlich alles Gute, aber nach all den Verfehlungen seines ehemaligen Arbeitgebers, auf den die Beiden mit Sicherheit einen großen, nein, einen sehr großen Einfluss haben, wäre ein Rücktritt von Herrn Feldmann angebracht.
Leider wird sich auch hier wieder zeigen, dass die allermeisten Menschen es selber als Letztes merken, wann es Zeit ist, aufzuhören bzw. zurück zu treten.
Die SPD tut sich und letztlich auch Herrn Feldmann keinen Gefallen damit, ihn weiter zu stützen, bis er dann durch ein Abwahlverfahren nach unerträglich langem Gezeter, das nur die Politikverdrossenheit stärkt und den unsäglichen Rechtspopulisten nützt, sein Amt aufgeben muss.

Im Übrigen muss die AWO klare Richtlinien bekommen, wem wann was zusteht, damit die Bezahlungen und Vergünstigungen nach Gutdünken (oder auch schon der Anschein, dass es so sein könnte) ein Ende haben.
 
 
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