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Time After Time

Ausgerechnet wenn Cassandra Wilson mal ein richig gutes Konzert wie gerade in der Jahrhunderthalle gibt, kommen weit weniger Leute als auf der letzten Tournee. Am Ende funktioniert die Promotion für die skandinavischen Kolleginnen in Deutschland im Moment so gut, dass alle zu Rebekka Bakken Co. rennen. Die Wilson ist und bleibt eine gute Stilistin - mit wunderbar samtigen Timbre und ganz eigenen Phrasierungen. Gemessen an ihrer sonst schon sprichwörtlichen, lasziven Langsamkeit, gab das neue Septett mitunter sogar richtig Gas, spielte vergleichsweise laut und ekstatisch, zumindest in eins, zwei Songs. Immerhin heißt das neue Album ja auch "Thunderbird". Richtig gut ist das Ganze aber vor allem dann, wenn sich alle zurücknehmen, die Arrangements sparsam und sparsamer werden und die Band auch ganz leise unglaublich dynamisch spielt. Denn immer wenn´s in Richtung klassische Jazz-Fusion geht, wird es auch beliebig. Echte Bringer - um im Jargon unserer Online-Konzertbewertungen zu bleiben - waren vor allem (Akustik-) Gitarrist Marvin Sevell (was der allein mit dem Bottleneck zauberte) und Mundharmonika-Virtuose Grégoire Maret (ein Halb-Schweizer!), ein neuer Larry Adler. Klasse auch "Time After Time" in einer Version, die allerdings näher an der Miles Davis-Interpretation denn am Cyndi Lauper-Original war. Eine absolute Frechheit war übrigens das Vorprogramm, ein Mensch - wie hieß er noch gleich? - , der einem Riesentrommelarsenal nur Rudimentäres entlockte, fürchterlich dazu "sang" und schließlich Live-Remixe zu Disco-Playbacks versuchte. Aus Fußgängerzonen würde man so einen Pseudo-Musikanten verjagen.
 
22. November 2006, 00.00 Uhr
detlef kinsler
 
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