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Peter Altmaier und Claudia Roth in der Paulskirche
 

Peter Altmaier und Claudia Roth in der Paulskirche

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Ein Zeichen für Flüchtlinge setzen

Foto: © Nicole Brevoord
Foto: © Nicole Brevoord
Tigerpalastchef Johnny Klinke und Moderator Michel Friedman machen ihre Ankündigung zu „Frankfurt hilft!“ wahr: Am 1. November veranstalten sie für eintausend geladene Gäste, für Flüchtlingen und Helfer, ein Showprogramm mit Politprominenz.
Menschen in Angst und Not, auf der Flucht treffen auf Menschen, die sich von einer Welle der Hilfsbereitschaft mitgerissen fühlen. Von diesen Eindrücken berührt wollten Tigerpalastchef Johnny Klinke und Moderator Michel Friedman ein Zeichen setzen und ein Fest in der Paulskirche zelebrieren, bei dem Flüchtlinge aber auch Helfer zusammenkommen. Im September hatten sie die Veranstaltung vollmundig angekündigt.

Jetzt steht das Programm und am Sonntag steigt das fest „Frankfurt hilft!“. Rund eintausend Menschen werden am Sonntagnachmittag in der Paulskirche sein, darunter auch Politiker wie Peter Altmaier (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung sowie die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth (Grüne). Ein ausrücklicher Wunsch der Festinitiatoren war gewesen, dass Musik aus den Ländern der Flüchtlinge gespielt wird. Und tatsächlich werden Musiker aus Afghanistan und aus dem Balkan auftreten, mit dabei werden auch Shantel und das Bucovina Orkestar, zu dem Musiker aus acht Ländern gehören, sein. Unterstützt werden Klinke und Friedman nicht nur durch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der die Schirmherrschaft übernommen hat, sie haben auch mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst kooperiert.

Erwartet werden rund 450 Flüchtlinge, vor allem Jugendliche, 250 professionelle und ehrenamtliche Helfer sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Die auftretenden Künstler verzichten alle für den guten Zweck auf ein Honorar. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir ein hoffnungsvolles Zeichen setzen. Die Paulskirche symbolisiert Menschlichkeit und Demokratie. Wir wollen einen Akzent setzen für die kommenden Herausforderungen unserer Gesellschaft“, sagt Johnny Klinke.

In der traditionell international ausgerichteten Stadt Frankfurt wird das Thema Flüchtlinge bisher konstruktiv angegangen und verläuft im Vergleich zu anderen Kommunen weitgehend konfliktfrei. Rund 600 Mitarbeiter wurden von der Stadtverwaltung für ehrenamtliche Einsätze freigestellt. Eine eigens eingerichtete Stabsstelle „Flüchtlingsmanagement“ nimmt am 1. November die Arbeit auf. Unter der Leitung von Dezernentin Daniela Birkenfeld wird das ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge im Bündnis FRANKFURT HILFT koordiniert. Zu den Gästen der Veranstaltung gehören auch neun Frankfurter Stiftungen, die zusammen mit dem Sozialdezernat der Stadt Frankfurt das Bündnis tragen.

Zum Stichtag 31. September 2015 wurden von der Stadt Frankfurt rund 1.700 Asylbewerber und Kontingentflüchtlinge (Zweidrittel männlich, ein Drittel weiblich) untergebracht, verteilt über das ganze Stadtgebiet an mehr als 120 Standorten. In Sporthallen sind darüber hinaus rund 1.000 Flüchtlinge untergebracht, die Frankfurt jedoch noch nicht zugewiesen sind. Bis 31. August 2015 sind in Frankfurt zusätzlich 1.672 (93,5 Prozent männlich, 6 Prozent weiblich) unbegleitete Kinder und Jugendliche angekommen und in Obhut genommen worden.
 
26. Oktober 2015, 17.03 Uhr
nb/pia
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Whizzbizz am 28.10.2015, 10:31 Uhr:
Man kann fast ein bisschen stolz auf Frankfurt sein.
 
Ronald M. Filkas am 27.10.2015, 18:42 Uhr:
Gute Menschen, stimmt, im Gegensatz zu dieter (geh) baden!
 
Guenter Lauker am 27.10.2015, 15:42 Uhr:
Ei Kinners...isch glaab - isch hab die KRISE!
JAWOLL....die Flüchtlings-KRISE!
 
dieter baden am 27.10.2015, 13:33 Uhr:
WOW...sind das gute Menschen..
 
 
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