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Neue Virusmutation in Hessen
 

Neue Virusmutation in Hessen

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Polizei verstärkt Kontrollen am Flughafen

Foto: Symbolbild © Unsplash
Foto: Symbolbild © Unsplash
Mit der brasilianischen Mutation wurde am vergangenen Freitag bereits die dritte Variante des Coronavirus in Hessen nachgewiesen. Die betroffene Person war am Donnerstag aus Brasilien eingereist. Die Bundespolizei erhöht unterdessen die Kontrollen am Frankfurter Flughafen.
Nach der britischen und der südafrikanischen Virusmutation wurde Ende der vergangenen Woche erstmals auch die brasilianische Variante des Coronavirus in Hessen nachgewiesen. Wie Gesundheitsminister Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen) und die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek am Freitag mitteilten, sei die betroffene Person am Donnerstag aus Brasilien nach Frankfurt eingereist. Durch eine Stufendiagnostik mit PCR-Tests konnte die brasilianische Corona-Mutation nachgewiesen werden.

Erst am 13. Januar war der erste Fall der britischen Corona-Variante in Hessen festgestellt worden, zwei Tage später auch die Virusvariante aus Südafrika. Die neuen Varianten seien zwar ansteckender, es habe aber noch keine schwerere Erkrankung durch eine Virusmutation nachgewiesen werden können, so Ciesek und Klose am Freitag. Im Falle der südafrikanischen und der brasilianischen Variante könne aber die Wirkung von Antikörpern bei Menschen, die bereits eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden haben, geringer sein, so Sandra Ciesek. „Es kann sein, dass diese beiden Varianten dazu führen, dass es zu einer Reinfektion kommen kann, weil die Antikörper, die der Patient beim ersten Mal gebildet hat, die neue Variante nicht vollständig neutralisieren können.“

Gesundheitsminister Klose sagte, man wisse noch immer nicht, wie verbreitet die neuen Virusvarianten in Deutschland bereits seien. Bisher habe es aber auch keinen dramatischen Anstieg der Infektionskurven wie in Großbritannien oder Irland gegeben. Zudem, ergänzte Sandra Ciesek, sei die Mehrzahl der bisher nachgewiesenen Fälle direkt aus dem Ausland gekommen. Die Infektion hätte also in den meisten Fällen auf die Reise zurückgeführt werden können.

Das Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin musste am Wochenende die Aufnahme neuer Patienten stoppen. Medienberichten zufolge seien 20 Patient:innen und Mitarbeitende positiv auf die britische Mutation B 1.1.7 getestet worden, woraufhin das gesamte Klinikum unter Quarantäne gesetzt worden sei.

Verstärkte Kontrollen am Flughafen

Angesichts der neuen Entwicklungen hat die Bundespolizei seit Sonntag die Kontrollen am Frankfurter Flughafen verstärkt. Derzeit würden Flüge aus 32 Hochrisikogebieten intensiver kontrolliert, so die Bundespolizei. Bereits seit dem 14. Januar gilt eine neue Einreiseverordnung der Bundesregierung. Demnach müssen Einreisende, die aus einem Risikogebiet kommen, nach spätestens 48 Stunden einen negativen Corona-Test nachweisen. Bei Einreisen aus besonders betroffenen Gebieten muss zudem bereits vor der Einreise ein negatives Testergebnis vorgelegt werden.

Die Bundespolizei kontrolliert die Einreisenden seit Sonntag bereits vor der eigentlichen Grenzkontrolle direkt am Flugzeug. Die Maßnahmen sollen die Ausbreitung des Coronavirus verhindern und dafür sorgen, dass sich infizierte Personen umgehend in Quarantäne begeben, heißt es vonseiten der Bundespolizei.

Bundesregierung kauft neue Medikamente

Unterdessen hat die Bundesregierung neue Corona-Medikamente gekauft. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zuerst der Bild am Sonntag mitteilte, habe die Bundesregierung 200 000 Dosen im Wert von 400 Millionen Euro erworben. Die Medikamente sollen zunächst in Unikliniken eingesetzt werden, so Spahn. Durch sogenannte monoklonale Antikörper, die den Infizierten über die Medikamente zugeführt werden, solle ein schwerer Krankheitsverlauf verhindert werden.

Medienberichten zufolge ist Deutschland das erste Land in der Europäischen Union, dass die beiden Medikamente Bamlanivimab, vom US-Pharmakonzern Eli Lilly, und Casirivimab/Imdevimab von Regeneron Pharmaceutics einsetzt. Mit dem Medikament von Regeneron Pharmaceutics soll auch Ex-US-Präsident Donald Trump im Oktober behandelt worden sein.

346 Neuinfektionen in Hessen

Das Robert Koch Institut (RKI) meldete am Montagmorgen deutschlandweit 6729 Neuinfektionen und 217 Todesfälle, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Der Inzidenzwert liegt mit 111,2 noch einmal unter dem bis dahin niedrigsten Inzidenzwert vom vergangenen Freitag. Weil am Wochenende weniger getestet wird, sind die Zahlen am Montag meist niedriger. In Hessen meldeten die örtlichen Gesundheitsämter dem RKI 346 Neuinfektionen sowie 24 Todesfälle innerhalb der letzten 24 Stunden. In Frankfurt wurden laut RKI 27 neue Infektionen sowie zwei Todesfälle gemeldet. Die Inzidenz in Frankfurt liegt bei 78,7.
 
25. Januar 2021, 13.53 Uhr
loe
 
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