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Gesellschaft
 

Korruptionsverdacht

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Oberstaatsanwalt vor Gericht

Foto: Unsplash
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Wegen des Verdachts der Bestechlichkeit sitzt ein Oberstaatsanwalt aus Frankfurt aktuell in Untersuchungshaft. Dem 53-Jährigen wird vorgeworfen, einem Unternehmen zu Gutachtenaufträgen in Ermittlungsverfahren verholfen zu haben.
Ein Oberstaatsanwalt aus Frankfurt sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Ihm wird der Verdacht der gewerbsmäßigen Bestechlichkeit vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft teilte am Freitag mit, dass nach Ermittlungen, die bereits seit dem vergangenen Jahr liefen, ein 53 Jahre alter Beamter der Generalstaatsanwaltschaft und ein 54-jähriger Unternehmer festgenommen wurden. Die beiden Männer befinden sich laut Staatsanwaltschaft aktuell in Untersuchungshaft.

Im Voraus hatte die Staatsanwaltschaft am 23. Juli insgesamt zehn Objekte, darunter die Wohnungen der beiden Beschuldigten in Frankfurt und im Hochtaunuskreis sowie den Arbeitsplatz des Beamten durchsucht. An den Maßnahmen seien zudem Kräfte des Hessischen Landeskriminalamtes, des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz und des Zollfahndungsamtes Frankfurt beteiligt gewesen.

Bereits 2005 soll der Oberstaatsanwalt den beschuldigten Unternehmer zur Gründung und Leitung einer Gesellschaft gebracht haben, „deren Geschäftszweck überwiegend in der Erstattung von Gutachten für Justizbehörden bestand“, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das Unternehmen habe dadurch in den vergangenen zehn Jahren mehr als 90 Prozent seiner Einnahmen aus Gutachtenvergütungen von Justizbehörden in Höhe von über 12,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Aufträge hätten dabei von dem beschuldigten Beamten gestammt. Dieser soll im Gegenzug einen Teil der Erlöse erhalten haben. Auf diese Weise soll der 53 Jahre alte Beamte im Zeitraum von August 2015 bis Juli 2020 laut bisherigen Ermittlungsständen über 240 000 Euro erhalten haben. Das Amtsgericht erließ gegen beide Beschuldigte Haftbefehl.
 
28. Juli 2020, 13.40 Uhr
red
 
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