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Gesellschaft
 

Erster Fall in Hessen

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31-Jähriger aus Wetzlar mit Coronavirus infiziert

Foto: National Institute of Allergy and Infectious Diseases
Foto: National Institute of Allergy and Infectious Diseases
In Hessen ist seit dem gestrigen Donnerstag der erste Corona-Fall bekannt. Ein 31-Jähriger aus Wetzlar hat sich vermutlich auf einer Geschäftsreise in der Lombardei mit dem Virus infiziert und sich nach seiner Rückkehr selbst beim Gesundheitsamt gemeldet.
In Hessen ist nun der erste bestätigte Fall einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekannt. Noch am späten Donnerstagabend hatte das Sozialministerium mitgeteilt, dass bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde. Bei der Person handelt es sich um einen 31-Jährigen aus Wetzlar, der vergangenen Sonntag von einer Dienstreise in der Lombardei zurückgekehrt war, das Gebiet in Norditalien gilt mittlerweile als Risikogebiet. Gestern Abend um 22 Uhr hätten die Laborergebnisse dann den Verdacht bestätigt. Der 31-Jährige werde derzeit im Wetzlarer Klinikum auf einer Isolierstation behandelt, sein Zustand sei stabil.

Der Mann habe sich im Laufe der letzten Tage aufgrund der Medien und Berichterstattung selbst beim Gesundheitsamt gemeldet. Derzeit könne man noch nicht sagen, wie viele Kontaktpersonen sich möglicherweise angesteckt haben. Gisela Ballmann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises, geht von mindestens 20 Personen, eher mehr, aus.

„Es wird nicht bei diesem einen Fall in Wetzlar bleiben“, sagte Prof. Dr. Stephan Becker vom Institut für Virologie in Marburg. Das neuartige Coronavirus sitze in den oberen Atemwegen und sei dadurch leichter übertragbar, allerdings seien die Auswirkungen für den Körper dadurch auch milder, erklärte Becker.

Die Symptome seien ganz unterschiedlich, sagte Ballmann. „Es gibt Menschen, die haben überhaupt keine Symptome, einige verspüren nur ein Kratzen im Hals und bei anderen wiederum macht sich die Krankheit stärker bemerkbar.“ Generell empfiehlt das Gesundheitsamt Personen, die sich in einem Risikogebiet befunden haben, sich zu melden – insbesondere dann, wenn ersten Symptome auftreten. Auch der Hausarzt könne entscheiden, ob es Anlass dazu gebe, den Fall an das Gesundheitsamt abzugeben, so Sozialminister Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen)

Einfache Hygieneregeln beachten: Seife reicht aus

Um sich zu schützen, sollten Bürgerinnen und Bürger darauf achten, ähnlich wie bei einer Grippe, einfache Hygieneregeln zu beachten, erklärte bereits vergangenen Mittwoch die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, Prof. Sandra Ciesek: In die Armbeuge husten oder niesen, Einmaltaschentücher verwenden, Händeschütteln vermeiden, gründliches und regelmäßiges Händewaschen, Nasen-, Mund und Augenschleimhaut nicht mit den Händen berühren, eigene Gläser und Besteck verwenden sowie Menschenansammlungen meiden. Gisela Ballmann wies daraufhin, dass Seife völlig ausreiche, um die Viren zu töten, Desinfektionsmittel sei nicht zwingend notwendig.
 
28. Februar 2020, 12.08 Uhr
ez
 
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