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Foto: © Jan Quirmbach
Foto: © Jan Quirmbach

Digital und dezentral

Ein etwas anderer Ökumenischer Kirchentag

Von Donnerstag bis Sonntag findet in Frankfurt der dritte Ökumenische Kirchentag statt. Unter dem Motto „Schaut hin“ sind rund 80 Programmpunkte geplant – pandemiebedingt jedoch fast ausschließlich digital und dezentral.
Vom kommenden Donnerstag bis Sonntag findet in Frankfurt der dritte Ökumenische Kirchentag statt. Anders als sonst üblich bedeutet der Kirchentag in diesem Jahr nicht Hunderttausende an den Veranstaltungsorten – pandemiebedingt findet der Ökumenische Kirchentag in diesem Jahr fast ausschließlich digital und dezentral statt. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) blickt positiv auf das abgespeckte Veranstaltungskonzept: „Ökumene lebt von Begegnung, diese ist in diesem Jahr leider nicht möglich. Aber warum nicht aus der Not eine Tugend machen? Jetzt können Menschen aus allen Regionen der Republik den Kirchentag – wo auch immer sie gerade sind – mitverfolgen.“

„Schaut hin“ (Mk 6,38) ist das Motto des dritten Ökumenischen Kirchentages. Es ist eine Interpretation des „Geht hin und seht nach“ aus der Geschichte der Speisung der 5000 aus dem Markus-Evangelium. Diesen Satz sagt Jesus zu den Jüngern, die sich fragen, wie sie mit fünf Broten und zwei Fischen 5000 Menschen satt bekommen sollen. Doch am Ende geschieht das Wunder: es reicht für alle. Das Motto soll inhaltlich den roten Faden über die Programmpunkte der digitalen Großveranstaltung mit den drei Leitfragen spannen: Alles eine Frage des Glaubens und Vertrauens? Zusammenhalt in Gefahr? Eine Welt – Globale Verantwortung?

Etwa 80 Programmpunkte sind von Donnerstag bis Sonntag geplant. Bis auf wenige Ausnahmen finden alle Veranstaltungen ohne Publikum statt. Eine davon sind die konfessionellen Gottesdienste am Samstagabend, die in einer katholischen, einer evangelischen, einer freikirchlichen und einer orthodoxen Gemeinde stattfinden. Letzterer ist unter Protestanten und Katholiken umstritten, der Vatikan hatte der gegenseitigen Mahleinladungen von Katholiken und Protestanten eine theologisch begründete Absage erteilt.
Seinen Abschluss findet der dritte Ökumenische Kirchentag mit einem Gottesdienst an der Weseler Werft, an dem auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sowie Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) teilnehmen. Auch diese Veranstaltung soll mit Publikum stattfinden. Das gesamte Programm finden Sie auf der offiziellen Webseite des dritten Ökumenischen Kirchentages.

Der Radiosender Heavenradio begleitet die vier Tage live aus Frankfurt. Das Radioprogramm ist bereits seit Dienstag im Rhein-Main-Gebiet auf UKW 92,9 zu empfangen; auf heavenradio.de gibt es zudem einen Livestream. Das Programm wird von mehreren Kirchenredaktionen gemeinsam gestaltet, die sonst für private Radios in ganz Deutschland Programm produzieren.

Im Stadtbild sichtbar wird der ÖKT an der Hauptwache; dort steht eine Installation der gastgebenden Kirchen: Ein 28 Meter langer Tisch mit 13 Stühlen, der die Möglichkeit bieten soll unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen und neue Perspektiven zu entwickeln. Verschiedene Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner werden den Tisch gestalten, um so zusätzliche Impulse zu setzen. Die Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit hat laut den Veranstaltern angekündigt, am Donnerstag von 9 bis 14 Uhr einen Berg voll Geld auf dem Tisch anzuhäufen. Die katholische Basisinitiative Maria 2.0 will die Tafel am Samstag von 9 bis 14 Uhr unter anderem mit einer überdimensionalen „Mitra“, einer päpstlichen Kopfbedeckung, schmücken. Aktionen am Tisch finden vom 9 bis 19 Uhr statt. Die Installation ist ganztägig zugänglich.
 
12. Mai 2021, 13.10 Uhr
Elena Zompi
 
 
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