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Fridays for Future blockiert Straßenkreuzungen
 

Fridays for Future blockiert Straßenkreuzungen

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Klimaschutz macht keine Ferien

Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier
Stau in Frankfurt ist keine Besonderheit. Wenn er aber durch etwa hundert Menschen, die die Kreuzung blockieren, ausgelöst wird, ist das auch für Frankfurt ungewöhnlich. Am Freitag protestierte so die Fridays for Future-Bewegung für eine bessere Klimapolitik.
Mit Rufen wie „Eins, zwei, drei – die Innenstadt wird autofrei“, „Es gibt kein Recht auf Kohlebaggerfahren“ oder „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ demonstrierten die Anhängerinnen und Anhänger von Fridays for Future vergangenen Freitag in der Innenstadt. Seit sechs Monaten versammeln sie sich jeden Freitag an der Bockenheimer Warte. Etwa hundert Menschen waren am 4. Juli zusammengekommen. Bei einem Blick in die Menge wurde schnell klar, dass mittlerweile nicht mehr von einer Schüler-Bewegung gesprochen werden kann. Neben den Schülerinnen und Schülern waren auch Studierende, Eltern und weitere Unterstützer, deren Schulzeit längst vorbei ist, anwesend. Denn inzwischen ist die Problematik auch bei vielen anderen angekommen.

„Ich mache mir Gedanken um die Zukunft meines Babys und habe mich gefragt, was ich Sinnvolles tun kann“, sagt die 22-jährige Esther, die zum ersten Mal mitdemonstrierte. Die Teilnehmendenzahl fiel dieses Mal zwar deutlich geringer aus als noch die Wochen zuvor – was mit Sicherheit dem Beginn der Ferien geschuldet ist – doch dafür bekam der Protest auf andere Weise mehr Aufmerksamkeit als sonst. Nachdem sie am 28. Juni in einer Pressekonferenz ihre Forderungen an die Stadt veröffentlicht haben, haben sich die Demonstrierenden für dieses Mal etwas Neues überlegt. Bei einer sogenannten Swarming-Aktion wurden verschiedene Kreuzungen in der Innenstadt für mehrere Minuten blockiert.

Die Demonstrierenden teilten sich in kleine Gruppen auf und trafen sich an den vorher abgesprochenen Kreuzungen. Betroffen waren die Kreuzungen am Eschenheimer Tor, an der Alten Oper, auf der Friedberger Landstraße und an der Senckenberganlage. Mit Bannern, selbstgebastelten Schildern und Rufen wie „Motor aus“ brachten die Demonstrierenden den Verkehr mehrere Minuten lang zum Erliegen. Zur Besänftigung der Autofahrerinnen- und fahrer wurden Kekse verteilt. Die Blockaden verliefen friedlich, die Polizei beobachtete das Geschehen ohne eingreifen zu müssen.

Verkehrspolitische Forderungen

Vor etwa zwei Wochen hat die Bewegung ihre Forderungen an die Stadt in einem Positionspapier konkretisiert. Sie fordern unter anderem, dass die Stadt bis 2020 ein Konzept zu nachhaltigem und umweltschonendem Verkehr erarbeitet. Mit der Umsetzung der Maßnahmen soll spätestens 2020 begonnen werden; bis 2025 sollen sie umgesetzt sein. In der Innenstadt soll sich dafür viel verändern: So soll der motorisierte Individualverkehr bis 2025 aus der Innenstadt verschwinden, innerstädtische Parkplätze größtenteils in Grünflächen und Flächen für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer umgewindet und die Parkgebühren um 50 Prozent angehoben werden. Außerdem soll bis 2020 eine lückenlose Versorgung mit Ladestationen für E-Autos gewährleistet werden. Auch der ÖPNV soll ausgebaut werden und bis spätestens 2025 für alle Bürgerinnen und Bürger kostenfrei werden.
8. Juli 2019
ez
 
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Leser-Kommentare

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Uwe Looschen am 8.7.2019, 14:56 Uhr:
Ich plädiere dafür, dass Lieferdienste für Essen sofort verboten werden. Diesen Service nutzen leider überwiegend junge Menschen. Lieferdienste braucht kein Mensch und sind völlig unnütz aber erzeugt viele Abgase.
Und ebenfalls plädiere ich dafür, dass Aluminiumpapier aus jeder Küche und jedem Restaurent verschwindet und verboten wird. Auch in den Küchen der FFF-Demonstranten sowie Befürworter. Die Natur braucht über 1000 Jahre um Aluminiumpapier abzubauen; nur weil der Mensch z.B. ben Döner dieses Produkt 10 Minuten benutzt. Die FFF-Demonstranten sollen mal einen Rundgang in der Küche ihrer Eltern, Verwandten, Oma, usw. machen. Da kann man viel finden, was der Umwelt schadet und das ein oder andere nicht notwendig und somit verzichtbar wäre.
Im Kleinen beginnen und wachsen große Dinge.
 
 
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