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Fernrohr im Historischen Museum
 

Fernrohr im Historischen Museum

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Ein Teil des Goetheturms bleibt erhalten

Foto: nb
Foto: nb
Mit dem Goetheturm verbrannte am 12. Oktober viel mehr als nur ein Wahrzeichen. Für viele Frankfurter war er ein Ort der Erinnerung. Teile seines Fernrohrs haben den Brand überdauert und werden nun ausgestellt.
Schutt und Asche sind vom abgebrannten Goetheturm geblieben. „Am Brandtag kam die Polizei auf mich zu, weil sie einen Rest des einstigen Fernrohrs gefunden hatte und nach Abschluss der polizeilichen Untersuchungen konnte es im Polizeipräsidium abgeholt werden“, berichtet Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und zeigt auf ein röhrenförmiges, teils deformiertes Fundstück. Es handelt sich dabei um die eherne Halterung des aus Aluminium gefertigten Fernrohrs. Das Fernrohr, das einst auf der 196. Stufe stand, überstand den Brand des Goetheturms nicht, es ist geschmolzen.





Dafür blieben ein Klumpen an Münzen – Pfennigstücke, aber auch Lire und Euromünzen –, die Goetheturmbesucher in der Hoffnung auf die Erfüllung ihrer Wünsche in die Röhre steckten, erhalten. Am Mittwoch übergab Rosemarie Heilig dem Direktor des Historischen Museums, Jan Gerchow, die Fundstücke. Sie sollen künftig Teil der Ausstellung werden und ihren Platz in einer gläsernen Vitrine finden, ganz in der Nähe des Modells des Goetheturms. Die Münzen, so erklärt Frank Berger vom Museum, werden nach drei Monaten im Depot gelagert werden und bei thematisch passenden Ausstellungen, etwa zum Thema Geld, wieder zum Bestandteil der Schau werden, so wie beispielsweise auch die 40 Münzen der Grundsteinbeigabe des Goethedenkmals.





„Das ist ein Stück emotionales Frankfurt“, sagt Gerchow über das klägliche Fundstück von der Brandstelle. „Es steht einerseits für Emotionen, andererseits auch als Zeichen des Auf-die-Stadt-Guckens und genau das tun wir doch als Historisches Museum auch, das passt also ganz gut“. Der Goetheturm habe einen Identifikationscharakter gehabt, der tief im Herzen der Frankfurter verankert sei, sagt Heilig. Auf dem Goetheturm habe man Liebeserklärungen und Heiratsanträge gemacht, sich zum ersten Mal geküsst, er sei ein einzigartiger Ort der Erinnerung gewesen, sagt die Umweltdezernentin, die keinen Hehl daraus macht dass der Turm ihrer Meinung nach wieder aus Holz und originalgetreu wieder aufgebaut werden solle. Was bei der Online-Bürgerbefragung herausgekommen sei, wisse sie nicht, die Ergebnisse würden erst am Freitag bekanntgegeben. „Ich fände es schade, wenn der Turm so einen futuristischen Charakter bekäme.“

Als Teil der Erinnerungskultur an den Goetheturm ruft Rosemarie Heilig die Bürger und einstigen Besucher des Wahrzeichens doch die schönsten Fotos mit dem Fernrohr des Goetheturms darauf (mindestens 1 MB groß) an umwelttelefon@stadt-frankfurt.de zu schicken, gerne mit Angaben, wann das Bild und von wem gemacht wurde. Mit dem Bild übergeben die Einsender aber auch die Bildrechte. Denn die Fotos sollen ab dem 2. November auf der Seite www.frankfurt-greencity.de zu sehen sein.
1. November 2017
Nicole Brevoord
 
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Fotogalerie:
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Michael Risse am 2.11.2017, 15:38 Uhr:
Wiederaufbau des Goetheturms aus Holz,gemäß den Vorstellungen von Tante Rosemarie,der Heiligen,natürtlch das Flagschiff von Bündnis 90/Die Grünen hier im Dorf. Aber bitte nur aus Hölzern aus Demeteranbau,zertifiziertes ,Nachwachsendes,etc.etc. Kaum ist der fertig,brennt der wieder ab. Auch egal. Dann ruft Tante Rosemarie wieder zu Bürgerspenden auf. Zwischendurch,so als Appetithäppchen wird der oder die Zündler weitere,möglichst städtische Bauten mit hohem Holzanteil,abfackeln. Auch egal. Dann kommt wieder Politikergeschwafel und Spendenaufrufe.
Vernunft darf nicht walten. Nein! Ideologien,und möglicht teuer.
Michael Risse,uralter Frankfurter Kaufmann,Bevorzuger von Metalleinsatz beim Goetheturm-Wiederaufbau,der das schreiben darf,weil am gleichen Tag Geburtstag wie Goethe,nämlich dem 28.sten August.
 
 
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