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Foto: AdobeStock/MNStudio
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Inzidenz unter 100

Frankfurt ab Montag ohne Notbremse

Am Samstag wird Frankfurt voraussichtlich den fünften Tag in Folge eine Inzidenz von unter 100 erreichen. Damit könnte ab Pfingstmontag die Bundes-Notbremse wegfallen. Derweil bereitet das Gesundheitsamt über 30 000 Genesenennachweise vor.
Innerhalb einer Woche ist die Inzidenz in Frankfurt laut Robert Koch Institut (RKI) von 116 auf 81,3 gesunken. Bleibt sie auch am Samstag unter 100, wäre das der fünfte Tag in Folge unter dem festgelegten Grenzwert. Damit würde ab Montag die Bundes-Notbremse nicht mehr greifen und stattdessen wieder die Corona-Regeln des Landes Hessen gelten. Für die Frankfurter:innen bedeutet das einige Lockerungen.

Laut Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich die Inzidenz in Frankfurt seit Anfang des Monats halbiert. Ab Montag könnten nun die Lockerungen der vom Land festgelegten ersten Lockerungsstufe erfolgen. Damit würde beispielsweise die nächtliche Ausgangssperre wegfallen. Zudem könnten dann zwei Hausstände zuzüglich vollständig geimpfter und genesener Personen gemeinsam Sport machen.

Außengastronomie kann unter Auflagen öffnen

Auch Besuche in den Außenbereichen des Frankfurter Zoos, der Museen oder des Palmengartens könnten ab Montag wieder möglich sein; die Innenbereiche dürften unter Auflagen und mit Terminvereinbarungen ebenfalls öffnen. Unter entsprechenden Auflagen könnten auch Hotels und Gastronomen wieder Gäste empfangen – letztere jedoch nur im Außenbereich. Gäste müssen zudem einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen.

An den Frankfurter Schulen könnte nach Pfingsten ebenfalls wieder ein reges Treiben herrschen. Fällt die bundesweite Notbremse weg, dürfen die Jahrgänge eins bis sechs in den Präsenzunterricht zurückkehren; für höhere Jahrgänge – mit Ausnahme der Abschlussklassen – findet Wechselunterricht statt. Die Testpflicht zweimal pro Woche bleibt aber auch ohne Notbremse weiterhin bestehen.

Vor allem die Lockerungen im Schulbereich würden ihn freuen, sagte Oberbürgermeister Feldmann am Donnerstag. „Kinder und Jugendliche haben die Einschränkungen besonders hart getroffen. Aber auch die Öffnung der Außengastronomie ist ein wichtiges Zeichen. Es kehrt wieder etwas mehr Leben ein.“ Bei aller Freude warnen Feldmann und Majer aber auch vor zu viel Leichtsinn: „Mehr Freiheit bedeutet auch mehr Verantwortung. Wenn es uns gelingt, die Zahlen weiter niedrig zu halten, könnte es schon bald weitere Erleichterungen geben.“ Bleibt die Inzidenz für weitere 14 Tage unter 100, tritt die zweite Lockerungsstufe in Kraft. Dann könnten beispielsweise alle Jahrgänge in den Präsenzunterricht zurückkehren; Schwimmbäder könnten dann unter Auflagen öffnen.

Genesenennachweise werden kommende Woche verschickt

Für vollständig Geimpfte und Genesene gelten schon seit zwei Wochen diverse Lockerungen. Damit die Genesenen in Frankfurt auch etwas in der Hand haben, bereitet das Gesundheitsamt derzeit 36 000 Genesenennachweise vor, die in der kommenden Woche an die genesenen Frankfurter:innen verschickt werden sollen. Auf dem Nachweis steht unter anderem das Datum des ersten positiven PCR-Tests, denn für maximal sechs Monate danach gelten Genesene laut RKI als immun. Zudem soll bei vor mehr als sechs Monaten Genesenen eine Impfung gegen das Coronavirus ausreichen. Der Genesenennachweis kann dann bei der Impfung vorgelegt werden.

Impfungen schreiten voran

Allein im Frankfurter Impfzentrum in der Festhalle wurden nach Angaben der Stadt seit Dezember etwa 300 000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfungen der Priorisierungsgruppen eins und zwei seien damit nahezu abgeschlossen, teilte Gesundheitsdezernent Majer am Donnerstag mit. Hinzu kämen die zahlreichen Impfungen durch die mobilen Teams, die ebenfalls seit Dezember durchgehend im Einsatz sind.

„Bei unseren mobilen Impfteams liegt die Priorität derzeit noch bei Impfungen von Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften und sozialen Einrichtungen leben“, so Majer. Parallel dazu würden die mobilen Impfungen bald auf bestimmte Stadtteile ausgeweitet, in denen der Zugang zu Gesundheitsangeboten erschwert sei. Auch nicht-mobile über 80-Jährige sollen weiterhin von den mobilen Teams geimpft werden. Sobald ein Impfstoff zugelassen ist, sollen außerdem die Impfungen für Schüler:innen über 12 Jahren starten. Sie sollen dann sowohl im Impfzentrum als auch bei niedergelassenen Ärzt:innen und von mobilen Teams direkt in den Schulen geimpft werden. Etwa 65 000 Frankfurter Schüler:innen könnten sich dann impfen lassen.
 
21. Mai 2021, 11.44 Uhr
loe
 
 
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