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Foto: Red
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Signa-Insolvenz

Neue Investoren für Galeria Kaufhof-Rettung

Was wird aus der Galeria Kaufhof-Filiale an der Hauptwache in Frankfurt? Nach der Insolvenz will die Ladenhauskette mit anderen Investoren neu anfangen. Erste Namen machen die Runde.
Am 10. Januar meldete die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) Insolvenz an als Folge der finanziellen Schieflage ihres Eigners Signa. Doch das Aus für alle Filialen bedeutet das nicht, wie Unternehmenssprecher schnell versicherten. Man werde „Interessenten ansprechen. Die vorhandenen Interessenten können an diesem Prozess teilnehmen“, hatte der vorläufige Galeria-Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus versichert.

Die von der Signa-Insolvenz betroffenen Städte Frankfurt, Berlin, Hamburg und München haben sich bereits auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt: „Die Insolvenz ist eine bittere Nachricht, eröffnet aber auch die Möglichkeit, dass sich die Kaufhaus-Standorte in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main und deutschlandweit mit neuen Investoren und einer nachhaltigen Strategie neu ausrichten", heißt es in einem veröffentlichten Statement. Das oberste Ziel müsse es sein, die Arbeitsplätze zu erhalten.

Insolvenz von Galeria Kaufhof: Interesse von verschiedenen Investoren vorhanden

Tatsächlich sind bereits einige Investoren im Gespräch, die möglicherweise mit unterschiedlichen Strategien für eine Übernahme der Warenhäuser infrage kämen. Die Central Group etwa zeigt Interesse daran, einzelne Standorte zu übernehmen. Der thailändische Konzern ist bereits Partner von Signa bei mehreren internationalen Luxuskaufhausketten, beispielsweise bei dem Berliner KaDeWe, den Schweizer Globus-Warenhäusern oder der italienischen Kaufhausgruppe La Rinascente.

Die Unternehmerfamilie Chirathivat, eine der reichsten Familien Thailands, ist finanziell liquide. Die Central Group könnte nicht nur die Signa-Anteile an den gemeinsamen Luxuskaufhausgruppen übernehmen, sondern auch einzelne Galeria-Standorte, vermutlich vorzugsweise die Filialen in attraktiven Großstädten wie die in Frankfurt.

US-Konzern Coty soll an Galeria Kaufhof Interesse haben

Auch der US-Konzern „Coty“, der sich auf Beauty-Produkte und Parfüms spezialisiert hat, soll interessiert sein. Das berichtet das Portal Business Insider. Nach dessen Recherchen will „Coty“ um die 60 Filialen übernehmen. Allerdings hat weder Galeria noch „Coty“ diese Meldung bislang kommentiert.

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge hat auch die Droege Holding aus Düsseldorf Interesse. Demnach soll die Beteiligungsgesellschaft des Unternehmers Walter Droege an rund 30 Filialen interessiert sein, die restlichen der 92 Galeria-Standorte wolle man schließen. Eine Sprecherin der Droege Group dementierte ein Interesse.

Hohe Mieten sorgen bei der Galeria-Filiale Frankfurt für die Schieflage

Breuninger, Sinn GmbH und Buero.de werden als eher unrealistische Namen in der Galeria-Causa gehandelt. Einsteigen könnten jedoch auch Private-Equity-Investoren. Hintergrund: Galeria bezahlt nach Angabe von Konzerninsidern an Signa-Standorten Mieten deutlich über dem Marktniveau. Daher würden umsatzstarke Top-Filialen wie Frankfurt nicht profitabel sein. Würde sich an den Mietverträgen im Zuge der eigenen Insolvenz und des laufenden Sanierungsverfahrens bei Signa etwas ändern, wären die Kaufhäuser auch für Private-Equity-Investoren interessant, spekulieren Galeria-Insider.
 
17. Januar 2024, 14.00 Uhr
Katja Thorwarth
 
Katja Thorwarth
Die gebürtige Frankfurterin studierte an der Goethe-Uni Soziologie, Politik und Sozialpsychologie. Ihre journalistischen Schwerpunkte sind Politik, politisches Feuilleton und Meinung. Seit März 2023 Leitung online beim JOURNAL FRANKFURT. – Mehr von Katja Thorwarth >>
 
 
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