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Skyliners verpassen die Überraschung gegen den Meister

Foto: © Fraport Skyliners
Foto: © Fraport Skyliners
Ganz dicht standen die Frankfurter Basketballer am Sonntag vor dem Überraschungserfolg gegen den amtierenden deutschen Meister Bayern München. Nach einer turbulenten Schlussminute verloren die Skyliners schließlich äußerst unglücklich mit 77:81.
Trotz einer starken spielerischen Leistung mussten die Skyliners am Sonntag ihre dritte Saisonniederlage hinnehmen und konnten sich für ihren besten Auftritt in der noch jungen Spielzeit nicht belohnen. „Ich denke, wir haben heute ein tolles Spiel geliefert, toll gekämpft und uns wieder gesteigert“, sagte Skyliners-Trainer Sebastian Gleim und ergänzte: „Heute hätte nur ein Team das Spiel gewinnen sollen und das waren in meinen Augen wir.“ Beim obligatorischen Handshake mit den Schiedsrichtern nach dem Abpfiff hatte er immer wieder den Kopf geschüttelt. Es war besonders ein Pfiff der Referees, der in der Halle für Diskussionen sorgte. In der Schlussminute, als die Uhr noch 14 Sekunden Spielzeit anzeigte und Bayerns Nationalspieler Paul Zipser beim Stand von 77:77 am Ball war, entschieden die Schiedsrichter auf ein technisches Foul gegen Frankfurts Lamont Jones (Foto, Topscorer mit 26 Punkten). Eine fragwürdige und harte Entscheidung, denn die Szene hätte genauso gut als Offensivfoul von Zipser gelten oder ungeahndet bleiben können.

Entscheidung in der Schlussminute
Ob die Bayern auch ohne diese Szene das Spiel gewonnen hätten? Möglich. Klar ist aber, dass der fragliche Pfiff ein bis dahin gutes und spannendes Basketballspiel beeinflusst hat. Durch den fälligen Freiwurf holten sich die Münchener die Führung zurück und bekamen den Ball für einen weiteren Angriff, den die Frankfurter nur durch ein weiteres Foul stoppen konnten. Vladimir Lucic behielt die Nerven und traf beide Freiwürfe zum 80:77, DeMarcus Nelson erhöhte an der Linie zum Endstand. Die Skyliners kamen sieben Sekunden vor Schluss zwar noch einmal an den Ball, Matthew McQuaid vergab aber den Distanzwurf zum möglichen Ausgleich.

Keine Angst vorm Favoriten aus Bayern
Dass die Frankfurter überhaupt bis zum Ende eine Chance auf den Sieg hatten, kam überraschend, denn sie waren als klarer Underdog in die Partie gegangen. Zu deutlich und souverän hatten die Bayern ihre ersten Saisonspiele gewonnen, zu wenig konstant zeigten sich bisher die Hessen. Nach den beiden knappen Niederlagen gegen Göttingen (im Pokal-Wettbewerb) und Bonn (in der Bundesliga) war nicht zu erwarten, dass die Skyliners ausgerechnet gegen den deutschen Meister und Titelfavoriten Nummer eins ihren ersten Saisonsieg holen würden.

Famoses erstes Viertel der Skyliners
Von Unsicherheit war bei den Frankfurtern am Sonntag aber Nichts zu sehen. Nur sieben Ballverluste und mehr als 20 Assists standen am Ende auf dem Statistikzettel, Dank zwei Distanzwürfen von Richard Freudenberg gingen die Skyliners schnell in Führung (6:0) und bauten ihren Vorsprung noch im ersten Viertel auf zwischenzeitlich 13 Punkte aus (21:8). In der Defensive agierten die Frankfurter konzentriert und aufmerksam, in der Offensive trafen sie ihre Würfe auch aus der Distanz und lagen nach den ersten zehn Minuten vorne (22:15). Dann zeigten die Münchener ihre Klasse, glichen innerhalb von drei Minuten aus (24:24) und konnten Mitte des zweiten Viertels erstmals in Führung gehen (28:29). Daniel Schmidt und Akeem Vargas holten den Skyliners zur Pause einen knappen Vorsprung zurück (35:33). In der Folge entwickelte sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, in dem die Führung immer wieder wechselte, aber kein Team auf mehr als fünf Punkte davonziehen konnte. Die Entscheidung fiel dann erst in der turbulenten letzten Spielminute.
 
6. Oktober 2019
Nicole Nadine Seliger
 
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