Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Gesellschaft
 

Kunstprojekt

1

Guerilla Stricken in der Neuen Altstadt

Foto: hes
Foto: hes
Die Neue Altstadt ist seit vergangenem Wochenende ein Stück bunter: Das Geländer neben dem Schirn Café wurde mit Hilfe von 35 Kilogramm Wolle und 100 Kilometern Garnlänge in eine Straßenszenerie verwandelt. Dabei handelt es sich um sogenanntes Guerilla Stricken.
Yarnbombing, Guerilla Stricken, Urban Art, Strickgraffiti – es gibt viele Namen für das Kunstprojekt, das seit vergangenem Wochenende in der Neuen Altstadt zu sehen ist. Dabei handelt es sich um eine Form der Street Art, bei der gestrickte Kunst im öffentlichen Raum angebracht wird. David Wasser ist der Mann hinter dem Projekt. Die Idee entstand im November 2018 beim sogenannten Yarncamp – einem Camp rund ums Stricken, Häkeln und Nähen. 15 bis 20 Künstlerinnen und Künstler konnte Wasser für das Projekt gewinnen, die im April anfingen zu häkeln und zu stricken. Während diese quer aus Deutschland kommen, lebt Wasser selbst seit 30 Jahren in Frankfurt. Nach einem Location-Scouting fiel die Entscheidung auf die Neue Altstadt, erzählt er. Eine gute Wahl, wie sich jetzt zeigt: Die „Wollkenkratzer“, angebracht an den Säulen neben dem Schirn Café in der Neuen Altstadt, ziehen viele Blicke auf sich. Sogar die Stadtführungen halten hier schon und bringen Touristinnen und Touristen das Guerilla Stricken näher. Wasser selbst schaut täglich nach seiner Kunstinstallation; er habe Angst gehabt, dass sie Schaden vom Regen davontrage. „Doch bis jetzt sieht alles gut aus.“

Und das tut es tatsächlich: Mit viel Liebe zum Detail haben die Künstlerinnen und Künstler aus rund 35 Kilogramm Wolle und 100 Kilometern Garnlänge eine Straßenszene nachgestellt. Dort fahren Autos, Busse und Einsatzfahrzeuge. Aber es gibt auch Gullideckel, Katzen, Mäuse und Hunde, Blumenkästen und vieles mehr zu entdecken. Um die Säulen herum wurden Wolkenkratzer gestrickt, da finden sich beispielsweise der Messeturm und der Henninger Turm. Von den oberen Quersäulen hängen Wolken herab. Dabei sieht die Wollkunst nicht nur hübsch aus, sondern vermittelt durchaus auch Botschaften: Ein Zebrastreifen in Regenbogenfarben beispielsweise steht als Symbol für die queere Community.

Eine Genehmigung von der Stadt habe er nicht eingeholt, gibt der Künstler zu. „Das hätte wahrscheinlich ewig gedauert.“ Bis jetzt habe es aber keine Beschwerden gegeben. Die Strickkunst soll so lange zu sehen sein, „bis sie nicht mehr schön aussieht“, sagt Wasser. In Zukunft plane er weitere solcher Guerilla-Aktionen. Wo und was genau er sich vorstellt, möchte er noch nicht verraten.
 
7. November 2019, 12.25 Uhr
Helen Schindler
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Ronald M. Filkas am 9.11.2019, 17:22 Uhr:
Guerillas stricken oder Guerilla-Stricken? Der Bindestrich stirbt aus …
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Gesellschaft
 
 
Bei der Tat am Rosenmontag, bei der ein 29-jähriger Deutscher in eine Menschenmenge in Volkmarsen fuhr, wurden 52 Menschen verletzt, darunter 18 Kinder. Der Fahrer des Wagens wurde festgenommen, ist laut Polizei aber noch nicht vernehmungsfähig. – Weiterlesen >>
Text: rom / Foto: picture alliance/REUTERS
 
 
In Italien häufen sich derzeit Meldungen über das erstmals in China festgestellte Coronavirus. Aufgrund dieser Entwicklung wird die für März geplante Light + Building Messe auf September verschoben. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel
 
 
alle Faschingsumzüge in Hessen abgesagt
0
Volkmarsen: Mann rast in Rosenmontagsumzug
Ein Autofahrer ist am Montagnachmittag bei einem Rosenmontagsumzug in Volkmarsen in eine Menschenmenge gefahren. Die genauen Hintergründe sind derzeit noch unklar. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Rosenmontagsumzüge in Hessen abgesagt. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: nil
 
 
 
Hanau: Demonstrationen und Mahnwachen
0
Cem Özdemir: „Sie waren keine Fremden“
Am Wochenende gingen in ganz Deutschland Menschen auf die Straße, um der Opfer von Hanau zu gedenken und gegen rechten Terror zu demonstrieren. In der Mainzer Fastnacht wurde in einer Büttenrede an ein demokratisches Denken appelliert. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: picture alliance/Andreas Arnold/dpa
 
 
Ilse Schreiber wird 80
0
„Der Senf muss passen!“
Am heutigen Rosenmontag feiert Ilse Schreiber ihren 80. Geburtstag. Der Verleger Rainer Weiss hat sich mit der Legende aus der Frankfurter Kleinmarkthalle unterhalten. – Weiterlesen >>
Text: Rainer Weiss / Foto: Harald Schröder
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1521