Newsletter
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
|
Jobs
Foto: © Andreas Malkmus
Foto: © Andreas Malkmus

Theater-Tipp

Goethes Klassiker auf der Volksbühne Frankfurt

Kortmann&Konsorten zeigen Goethes Klassiker „Die Leiden des jungen Werther“ am 3. und am 18. Februar in einer modernen Inszenierung an der Frankfurter Volksbühne im Großen Hirschgraben.
Es war der vielleicht größte Erfolg seines Lebens. Als „Die Leiden des jungen Werthers“ 1774 erschienen, machten sie Johann Wolfgang Goethe über weite Teile Europas hinweg bekannt. Sein autobiographisch eingefärbter Briefroman, geschrieben aus der Sicht eines unglücklich Verliebten, fand Anklang in der europäischen Öffentlichkeit, und selbst Napoleon traf sich mit Goethe, um mit ihm über das Buch zu sprechen.

Obwohl Goethe die Geschichte zu einem Briefroman verarbeitete, werden „Die Leiden des jungen Werther“ auch regelmäßig auf Theaterbühnen inszeniert; häufig als Solo-Monolog eines einzelnen Schauspielers, seltener auch als Drei-Personen-Stück mit Werther, Lotte und Lottes Verlobtem Albert. Sarah Kortmann wiederum lässt in ihrer Inszenierung zwei Schauspieler auftreten: Sam Michelson und Marlene-Sophie Haagen. Die beiden spielen aber nicht Werther und Lotte. Stattdessen spielen sie in einer Doppelbesetzung beide Werther. Denn bei aller Liebe zu Lotte liebt Werther vor allem seine eigenen Gefühle. Und bei allem Briefeschreiben kreisen seine Gedanken vor allem um ihn selbst.

Goethes Werther zwischen Jogginganzug-Lässigkeit und Partynacht im Berghain

Diesem Grundgedanken geht die Inszenierung also nach und verbindet den Romanstoff zudem mit aktuellen Debatten. Schon der verkürzte Titel zeigt, dass Goethes Roman nicht einfach werkgetreu dramatisiert wird. Stattdessen wird auch der Ursprungstext verkürzt und mit Love Songs, anderen Texten sowie aktuellen Fragen nach der eigenen Identität, Erwartungen der Gesellschaft und politischem Protest verknüpft. Auch die Kostüme, zwischen Jogginganzug-Lässigkeit und Partynacht im Berghain, spiegeln diese Modernisierung wider. So kommt Goethes 1774 erschienene Geschichte buchstäblich in einem neuen Gewand daher. Und die zeitlosen Themen werden hier zeitgemäß inszeniert

Info
Werther, Schauspiel, Ffm: Kortmann&Konsorten/Volksbühne im Großen Hirschgraben, Großer Hirschgraben 19, 3.2., 19.30 Uhr, 18.2., 17 Uhr
 
1. Februar 2024, 11.00 Uhr
Julian Mackenthun
 
Julian Mackenthun
Julian Mackenthun, geboren 1993, studierte Englisch und Geschichte an der Goethe-Universität. Seit 2020 leitet er das Theater-Ressort des Journal Frankfurt. – Mehr von Julian Mackenthun >>
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
Das Frankfurter Städel Museum räumt Künstlerinnen so viel Raum ein wie nie zuvor – und will damit Kunstgeschichte korrigieren. Die Ausstellung „Städel Frauen“ ist noch bis Ende Oktober zu sehen.
Text: Katharina J. Cichosch / Foto: Inge Dinand, Porträt eines Mädchens mit Zöpfen und zwei Jungen, 1929 © Erben Hergenhahn-Dinand/Bassenge Auktionen, Berlin
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
23. Juli 2024
Journal Tagestipps
Pop / Rock / Jazz
  • Adi Oasis
    Palmengarten | 20.00 Uhr
  • Max Giesinger
    Kurpark | 19.00 Uhr
  • The Chain
    Kleiner Festungshof | 19.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Hänsel und Gretel – Die Dämonenjäger
    Die Dramatische Bühne im Grüneburgpark | 20.15 Uhr
  • Sekretärinnen
    Wasserburg | 20.15 Uhr
  • Die Akte Schneewittchen
    Staatspark Wilhelmsbad | 20.00 Uhr
Kunst
  • Günter Fruhtrunk – Retrospektive
    Museum Wiesbaden | 10.00 Uhr
  • Ari Benjamin Meyers
    Kunsthalle Mainz | 10.00 Uhr
  • Flüsse
    Senckenberg, Forschungsinstitut und Naturmuseum | 09.00 Uhr
Kinder
  • Der gestiefelte Kater
    Amphitheater/Schloss Philippsruhe | 15.00 Uhr
  • Der Zauberer von Oz
    Wasserburg | 14.00 Uhr
  • Mainspiele
    Sachsenhäuser Mainufer | 11.00 Uhr
und sonst
  • Tuesday Night Skating
    Hafenpark | 20.30 Uhr
  • Ebbelwei-Gebabbel mit de Fraa Rauscher – Aane Theater-Kostümführung iwwern Römerbersch
    Frankfurter Stadtevents | 18.00 Uhr
  • Sunset X Skyline-Tour
    Primus-Linie | 21.30 Uhr
Freie Stellen