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Sachsenhausen im Keller, Offenbach am Meer

Ptrk9000 setzte vergangene Woche seinen Apfelweintest bei den Drei Steubern fort. Außerdem mischte er sich unter die Kundschaft des Purple Haze, legte selbst im Clubkeller auf und tat einmal mehr eine Reise nach Offenbach.
Unter der Woche hatten wir eigentlich nur das hehre Ziel, unseren Sachsenhäuser Apfelweinbutzentest zu vervollständigen. Allerdings, wer glaubt, dass dies mit Thekenabhängerei bis in den Morgengrauen zu tun hat, der irrt in epischer Breite, denn auch zur eigenen Horizonterweitung ist eine lokale Sachkenntnis durchaus dienlich.

Dieses Mal begaben wir uns zu den Drei Steubern, und man darf mit Fug‘ und Recht behaupten, dass wir es hier mit einem der besten Selbstgekelterten südlich des Mainäquators zu tun hatten, dazu ist der Laden natürlich fein authentisch, kein Chichi-Kram, sondern nur ehrliches Interieur und betrieben von einem Wirt, der sich nicht zu Schade ist, einen kleinen Plausch mit seinen Gästen am Tisch zu halten, da kann man unter der Woche durchaus öfters mal vorbeischauen, denn am Wochenende bleibt der Laden traditionell geschlossen.

Freitags wollten wir uns einmal wieder ein wenig umgucken, und schauten erstmal, kaum aus dem Elfenbeinturm herausgepurzelt, im Saint Clichy vorbei, kann man ja mal machen, man mag die kleine Bar am Eck, die eigentlich jeder kennt und jeder auch schonmal „hinwollte“.
Auf dem Weg Richtung Meer kam ein Schlenker über die Alte Liebe gerade recht, der einzige Laden im Übrigen, der das flüssige Gold direkt aus Freigericht importiert. Derart gestärkt zogen wir ins Nachtleben zum lila Hasen, sie wird mir das Späßchen sicherlich verzeihen, die gute Miss Purple Haze, gerade frisch vergeburtstagt und guter Dinge hinter den Decks spielte sie feinen, ach was sag‘ ich, fetten (Darf man „fett“ wieder schreiben, oder ist das noch so pheinlich wie „phunky“ oder „phat“?) Dancehall und Ragga im Rahmen ihrer Dutty Friday-Reihe auf, und wer die Anlage im Nachtleben kennt, der weiß ja, wie einem die Basslinie die Locken vom Gemächt fönen kann. Und da hat die Luft gebrannt, alter Finne, das zauberte unserer Li, ihres Zeichens bekennende HipHop- und Dancehall-Expertin, schon ein breites Grinsen unter die Leuchtaugen, damm war das gut!

Samstags hatten wir einmal wieder den Clubkeller im Beschlag, Dynamic Super Soul mit einem frisch erholten DJ Pure, unterstützt von ptrk9000, und da hat er wieder so einige Sixties-Raritäten aus seinem Set gezaubert, der Gute aus Darmstadt, und so hieß es wieder einmal mehr in dem kleinen Keller, in dem wir schon allzugerne versackten: Axt raus und Party on! Das machen wir demnächst wieder, stehen doch auch noch einige Gastspiele im Yachtklub und im Alten Falter an.

Und deshalb hatte auch das Pelztier Verständnis, wenn am Sonntag das Frühstück erst eingenommen wurde, als die Sonne ihren Zenit schon längst durchschritten hatte, und gerade rechtzeitig schafften wir es zu Radio X, denn die grandiose Li und meine Wenigkeit hatten ja noch die x wie raus-Sendung zu moderieren, und wenn man schon mal an der Quelle abendlicher Veranstaltungen sitzt, begab man sich nach der Sendung ins malerische Offenbach, um sich im Vorübergehen noch eine Pizza (am Markt) reinzuwerfen, denn auf dem Weg zum Waggon Offenbach, schön verortet am Mainufer, kann man schon mal ein wenig Hunger bekommen.

Im Waggon spielte nämlich Seth Faergolzia (Foto), einflussreicher Sänger und Gitarrist aus der New Yorker Antifolk/Freak Folk/Experimental Art Rock Szene zwei schöne Sets, und das wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen! Gut gebrüllt, Alligator, denn die gute Vorahnung hatte sich bestätigt, und so kann man einen schönen Sonntagabend verdient ausklingen lassen, fein am Meer unter nahezu wolkenlosen Himmel!

Geht raus, die Nacht ist schön!
 
23. Juli 2012, 10.17 Uhr
//ptrk9000
 
 
Fotogalerie:
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