Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Lagenzuschlag halbiert
 

Lagenzuschlag halbiert

0

ABG bremst ihren Mietanstieg

Foto: leg
Foto: leg
Die ABG Frankfurt Holding halbiert den Mietzuschlag für zentrale Lage und verzichtet auf fünf Prozent der Miete, die nach dem Mietspiegel 2014 um zehn Prozent und mehr gestiegen sind.
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding verzichtet freiwillig auf einen Teil der Mieterhöhungen. Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, soll der Zuschlag für die Miete in "zentraler Lage" nach dem aktuellen Mietspiegel von 99 Cent auf 49 Cent pro Quadratmeter herabgesetzt werden. Darauf hat sich die ABG-Geschäftsführung mit Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) geeinigt. Diese Entlastung in besonders begehrten Wohnlagen betrifft über 12.000 Mieter der ABG. Darüber hinaus nimmt die Gesellschaft einen freiwilligen Abschlag in Höhe von fünf Prozent bei allen Wohnungen vor, für die die Miete nach dem Mietspiegel 2014 im Vergleich zu 2012 um zehn Prozent und mehr gestiegen ist.

Dadurch soll preisgünstiger Wohnraum erhalten bleiben und die ABG soll weiterhin ihren sozialen Auftrag erfüllen, so Cunitz und Becker. Die beiden Dezernenten befürworten darüber hinaus die Einstellung von 56 Millionen Euro in die Gewinnrücklagen der ABG und eine Gewinnausschüttung von rund 8,3 Millionen Euro an die Stadt. Sie sind gegen einen generellen Stopp von Mieterhöhungen bei der Gesellschaft.

„Unser oberstes Ziel muss sein, die ABG auch im Interesse der Mieter als wirtschaftlich starkes Unternehmen zu erhalten, um den Wohnungsbestand sichern und weiter investieren zu können. Das bedeutet zugleich, dass sie auch wirtschaftlich arbeiten muss“, sagte Becker. „Und um weiterhin wie bislang investieren zu können, braucht die ABG rund 60 Millionen Euro jährlich an Gewinnen.“ Wichtig sei auch die Teilausschüttung der Gewinne an die Stadt als Hauptanteilseigner, sagte Cunitz. Mit diesem Geld würden nicht zuletzt die städtischen Wohnbauförderprogramme gespeist, mit denen insbesondere der Neubau von gefördertern Wohnungen unterstützt werde.

Ein Stopp von Mieterhöhungen durch die ABG hätte Erlösausfälle von rund 9 Millionen Euro innerhalb eines Drei-Jahreszeitraums zur Folge, ab dem vierten Jahr entstünde sogar ein Erlösausfall von rund 4,5 Millionen Euro. „Dieses Geld benötigt die ABG dringend, um ihren Wohnungsbestand in Schuss zu halten und neue Wohnungen zu bauen“, sagte Cunitz. Laut Becker würde die ABG ansonsten über weniger Eigenkapital verfügen. Für Investionen wären dann zusätzliche Kredite nötig, die durch die aufzuwendenden Zinsen zu einer weiteren Verschlechterung der Ertragslage und der Bonität führen würde.

Die ABG Frankfurt Holding verfügt über rund 51.000 Wohnungen und bietet damit Wohnraum für fast ein Viertel der Frankfurter Bevölkerung an. Das Unternehmen investiert bis zum Jahr 2018 rund 2,4 Milliarden Euro in den Bau neuer Wohnungen.
 
23. Juli 2015, 15.23 Uhr
leg
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Zum zweiten Mal darf das „Lichter“-Festival seine Türen nur virtuell öffnen. An der abwechslungsreichen Auswahl der 14. Ausgabe ändert dieser Umstand nichts, zudem wurde die Streamingdauer um eine weitere Woche verlängert. – Weiterlesen >>
Text: Gregor Ries / Foto: Lichter Festival
 
 
Frankfurts ältestes Kino schließt
0
Adieu Eldorado
Am Mittwoch wurde das Aus für Frankfurts ältestes Kino – das Eldorado – bekannt gegeben. Nach 47 Jahren unter der Führung der Klaus Jaeger Filmtheaterbetriebe hoffe man, dass das Traditionskino einen neuen Betreiber finde. – Weiterlesen >>
Text: Margaux Adam / Foto: Klaus Jaeger Filmtheaterbetriebe
 
 
Jetzt auch in Frankfurt
0
Kunst fürs Klo
Klingt erst mal nicht so appetitlich, ist aber eine tolle Idee, die in Hamburg schon erfolgreich realisiert wurde und jetzt auch nach Frankfurt kommen soll. Eine Benefiz-Aktion für darbende Cafés, Bars, Clubs und ein Kunstprojekt. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Symbolbild: AdobeStock/le_moque
 
 
 
Keine Frage: Oliver Augst und Marcel Daemgen hätte ihre Version der „Winterreise“ im Gallus Theater liebend gerne vor Publikum aufgeführt. Genau das geht leider nicht. Also gibt es das Hörtheater digital als Live-Stream. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: W. Günzel
 
 
Ausstellung: Dieter Rams
0
Weniger, aber besser
Das Museum Angewandte Kunst eröffnet eine neue Ausstellung; sobald es die Corona-Bestimmungen zulassen, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein interessanter Blick auf das Schaffen des Industriedesigners Dieter Rams. – Weiterlesen >>
Text: rom / Foto: Dieter und Ingeborg Rams-Stiftung
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  722