Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
 

Goethe-Plakette

0

Stadt Frankfurt will Sven Väth ehren

Foto: Daniel Woeller
Foto: Daniel Woeller
Der DJ Sven Väth soll mit der Goethe-Plakette der Stadt ausgezeichnet werden. Der Magistrat muss dem noch zustimmen, was jedoch als Formsache gilt. Der zweite Preisträger ist ein absoluter Gegenentwurf zu Väth.
Man soll nicht unterschätzen, welchen Einfluss auf das Bild Frankfurts in der Welt der DJ Sven Väth hatte und immer noch hat. Seine Karriere begann Anfang der 80er-Jahre als DJ im Dorian Gray, jener legendären Diskothek am Frankfurter Flughafen, die rasch zu einem Mekka von Fans elektronischer Musik wurde. Väth wechselt ins Vogue in der Junghofstraße, ebenjener Location, die später zum Omen umfirmieren sollte. Zusammen mit den Snap-Produzenten Michael Münzing und Luca Anzilotti gründet er das Projekt Off, die Single Electrica Salsa wird ein Hit. Mit Münzing und Matthias Martinsohn kauft er auch später das Vogue, das Omen steht zehn Jahre lang, von 1988 bis 1998 für die Avantgarde von Techno und House, der Sound aus der Junghofstraße tritt seinen Siegeszug über den ganzen Planeten. Damit verbunden auch die Stadt Frankfurt - und jene ist es nun, die den im vergangenen Jahr 50 gewordenen Sven Väth mit der Goetheplakette der Stadt auszeichnen wird. So hat es eine Jury aus Stadträten, Politikern und dem Oberbürgermeister entschieden. Die Zustimmung des Magistrats gilt als Formsache, im Frühling schon könnte Sven Väth die hohe Auszeichnung erhalten.

Die zweite Plakette in diesem Jahr geht quasi an Väths Gegenentwurf, den Schriftsteller Martin Mosebach, der neben seinen feinen Büchern, in denen die Stadt Frankfurt nur selten eine Nebenrolle spielt, auch mit konservativen Äußerungen von sich reden macht, die katholische Messe solle wieder auf Latein gehalten werden. Wäre doch schön, wenn die Verleihung der beiden Plaketten auf den selben Tag und die selbe Stunde treffen könnte. Denn diese Vielfalt und Widersprüchlichkeit, die ist es ja, die Frankfurt ausmacht.
 
21. Januar 2015
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, insgesamt 14 Jahre beim Journal Frankfurt, von 2010 bis Juni 2018 als Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
Mail schreiben
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
Mehr über ...
 
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Deniz Yücel im Schauspielhaus
0
Die Bedeutung von Freiheit
Über ein Jahr saß der Journalist Deniz Yücel in der Türkei im Gefängnis. Sein Buch, in dem er seine Erfahrungen niedergeschrieben hat, stellte er am gestrigen Mittwoch im Schauspiel Frankfurt vor. Ein Buch über Demokratie und Nichtsodemokratie, über Freiheit und Nichtsofreiheit. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Wikimedia Commons
 
 
Ende August legte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) dem Magistrat ihre Vorschläge für die längerfristige Förderung der freien Theaterszene ab Januar 2020 vor. Die Kammeroper ist demnach von Kürzungen der Fördersummen betroffen und kritisiert dieses Vorhaben nun öffentlich. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Symbolbild Aufführung der Kammer Oper Frankfurt © Kammeroper Frankfurt/Facebook
 
 
Am 27. Oktober beginnt in Frankfurt das türkische Filmfestival. Neben rund 40 Filmen wird es auch Konzerte, Diskussionen und eine Ausstellung geben. Am 1. November werden zudem Filmpreise verliehen. Themenschwerpunkt des Festivals sind rechtsradikale Bewegungen im Film. – Weiterlesen >>
Text: Nathanael Reuter / Foto: Papyon Film
 
 
 
Eröffnung Frankfurter Buchmesse
0
Mahnende Worte und etwas Optimismus
Am gestrigen Dienstag wurde die 71. Frankfurter Buchmesse eröffnet. Zahlreiche Prominente, darunter das norwegische Kronprinzenpaar, gaben sich zur feierlichen Eröffnung die Ehre. Der Auftakt der Messe stand vor allem im Zeichen des aktuellen politischen Klimas. – Weiterlesen >>
Text: Christoph Schröder/Ronja Merkel / Foto: Bernd Hartung/Frankfurter Buchmesse
 
 
Neben der Buchmesse eröffnet heute Abend auch die B3 Biennale des bewegten Bildes. In einer Kooperation mit „The Arts+“ synchronisiert das Festival seine Programmgestaltung im Rahmen der Buchmesse und setzt sich vor allem mit der Frage nach Realität auseinander. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Peter Burr, Dirtscraper
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  668