eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
|
Jobs

Gesprayte QR-Codes

Kostspieliges Kunstwerk

Um Fußgänger auf eine Ausstellung aufmerksam zu machen, hat die Schirn in der Innenstadt QR-Codes gesprayt, über die man auf ihre Website geleitet werden soll - ohne Genehmigung. Eine kostspielige Angelegenheit.
Die Schirn Kunsthalle geht ungewöhnliche Wege. Am Samstag wird die Ausstellung des amerikanischen Künstlerehepaares Ed und Nancy Kienholz gezeigt. Dafür hat sich die Schirn eine außergewöhnliche Werbeaktion ausgedacht. In der Innenstadt wurden QR-Codes auf die Bürgersteine gesprayt, mit deren Hilfe man, eingescannt mit dem Handy, auf eine Internetseite gelangt. Das Werk „Ozymandias Parade“ ist mit einer Umfrage gekoppelt, deren Ergebnis Einfluss auf die Ausstellungsmotive haben wird und vereint alle für die Kienholz´schen Werke typischen Merkmale: kleinere dreidimensionale Arbeiten, konzeptuelle Werke, aber auch raumfüllende Tableaus zu den Themen Krieg, Macht und Regierung. Die Frage liest sich simpel: Sind Sie mit Ihrer Regierung zufrieden? Mit diesem Werk kreiert das Künstlerpaar eine universelle Möglichkeit zur Kritik am Apparat Staatsmacht. Ob der auf dem Kunstwerk auftretende General, der sinnbildlich auf dem armen Steuerzahler reitet, nämlich ein Yes oder ein No auf der Stirn trägt, wird auf Grund der Umfrageergebnisse entschieden. Problem der Werbeaktion ist nicht nur, dass die Codes so verzerrt sind, dass kaum ein Handy fähig ist sie zu erkennen, sondern auch, dass sie wohl auch von jemandem entfernt werden müssen. Da sie ohne Genehmigung vom Straßenbauamt gesprayt wurden, ist das Ergebnis illegal und muss wieder entfernt werden. Fraglich nur, von wem? „Die Codes auf der Zeil sind auf meinen Auftrag hin bereits von der FES entfernt worden und die Übrigen will die Schirn selber entfernen. Ob das tatsächlich passieren wird, werden wir dann sehen müssen“, so Peter Postleb, Leiter der Stabsstelle Sauberes Frankfurt. Die Kosten für die bereits von der Stadt entfernten Graffitis werde die Schirn aber übernehmen müssen.
 
18. Oktober 2011, 12.04 Uhr
Corinna Hunger
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
Tony Lakatos stellt „Blue Chili“ vor
Mit offenen Ohren und offenem Geist zuhören
Mit „Blue Chili“ stellt Jazz-Saxofonist Tony Lakatos nun sein lang erwartetes Album vor. Im Netzwerk Seilerei spielt er am 26. Februar sein Release-Konzert. Im Gespräch verrät der Musiker, was die Gäste erwartet und was er sich von ihnen wünscht.
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
8. Februar 2023
Journal Kultur-Tipps
und sonst
  • Das historische Ensemble der ehemaligen P.P. Heinz Ölfabrik
    Die Fabrik | 15.00 Uhr
  • Unbeirrbar für Menschenrechte – Einblicke in den Nachlaß von Ernst Klee (1942 – 2013)
    Evangelische Akademie Frankfurt | 18.00 Uhr
  • Der alptraumhafte Sandmann - Gruseltour durch Frankfurt
    Frankfurter Stadtevents | 20.30 Uhr
Kunst
  • Der Handschuh. Mehr als ein Mode-Accessoire
    Deutsches Ledermuseum | 10.00 Uhr
  • Chagall
    Schirn Kunsthalle Frankfurt | 10.00 Uhr
  • Ximena Garrido-Lecca
    Portikus | 12.00 Uhr
Kinder
  • Blau
    Staatstheater Darmstadt | 10.00 Uhr
  • Bli-Blip
    Löwenhof | 10.00 Uhr
  • Lernen beim Schlosskater Ferdinand
    Holzhausenschlösschen | 14.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Roland Kaehlbrandt
    Romanfabrik | 20.00 Uhr
  • Schöne Mannheims
    Thalhaus | 20.00 Uhr
  • Fack ju Göhte – Das Musical
    myticket Jahrhunderthalle | 19.30 Uhr
Theater / Literatur
  • Roland Kaehlbrandt
    Romanfabrik | 20.00 Uhr
  • Schöne Mannheims
    Thalhaus | 20.00 Uhr
  • Fack ju Göhte – Das Musical
    myticket Jahrhunderthalle | 19.30 Uhr
Klassik / Oper/ Ballett
  • hr-Sinfonieorchester: Spotlight
    Alte Oper | 19.00 Uhr
  • Blühen
    Bockenheimer Depot | 19.00 Uhr
  • Sebastian Wieland und Knut Hanßen
    Kulturzentrum Englische Kirche | 19.00 Uhr
Pop / Rock / Jazz
  • Büşra Kayıkçı
    Centralstation | 20.00 Uhr
  • Dardan
    Batschkapp | 20.00 Uhr
  • Frankfurt City Blues Band
    Neues Theater Höchst | 20.00 Uhr
Freie Stellen