Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
 

Frauenreferat

0

Auch Männer sind herzlich eingeladen

Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier
Gabriele Wenner hat die Referatsleitung des Frauenreferats im Magistrat der Stadt Frankfurt am Main inne. Warum sie nur allzu gerne mit dem Frauen-Musik-Büro zusammen feiert, erzählt sie hier.
Journal Frankfurt: Warum das gemeinsame Festival mit dem Frauen Musik Büro?
Gabriele Wenner: Wir wollen uns und unsere Erfolge feiern! Und das natürlich mit allen Wegbegleiterinnen und allen, die sich für Frauen- und Genderpolitik interessieren und Lust auf ein Musikfestival mit Frauenbands haben. Männer sind übrigens herzlich eingeladen. Das werden wir ab und zu gefragt – daher hier noch mal die Einladung.

Wie wichtig ist die Arbeit eines solchen Vereins aus Ihrer Sicht?
Leider ist es ja im Kultur- und Musikbereich auch so, dass der Anteil von Frauen an der Beteiligung von Ausstellungen, Musikevents – z.B. Jazzfestival Frankfurt etc. – wesentlich geringer ist als der von Männern. Das Frauen Musik Büro arbeitet seit 30 Jahren auf verschiedenen Ebenen daran, dass sich das im Musikbereich verändert.
Sie arbeiten politisch und sie bieten Service: Sie suchen eine Frauenband für ein Event – das FMB gibt Empfehlungen ab und pflegt den Bandindex.
Über „melodiva“ informieren sie über Neuigkeiten in der Musikwelt – natürlich mit Schwerpunkt Frauen. Außerdem machen sie gute Nachwuchsarbeit mit den Projekten Bandfieber und Sistars – jenseits des Mainstreams von Castingshows.
Da lernen junge Nachwuchsmusikerinnen, dass sie nicht nur schmückendes Beiwerk sein können, sondern alle Instrumente spielen, die sie wollen. Auch die Frauenmusikwoche erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Das alles sind wichtige Themenfelder, an denen auch nach 30 Jahren weiter gearbeitet werden muss.

Was bedeutet die Kultur im Kontext eines komplexen Themas wie Emanzipation (der Begriff und die Arbeit an diesen „Thema“ hat sich ja leider noch nicht erübrig nach all der Zeit...)?
Dazu schicke ich Ihnen einen interessanten Magistrats-Bericht über unsichtbare Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts mit. Da wird deutlich, wie die Lage ist, wie sich die Dinge entwickeln und warum beispielsweise weniger Werke von Frauen in unseren Museen zu sehen sind. Es geht dabei immer auch um Zuschreibungen – was können, was dürfen Frauen, was ist ihnen zuzumuten und zuzutrauen und welche Geschlechtsrollenbilder und Stereotype herrschen vor… Wir arbeiten daran, dass Frauen aber auch Männer, Mädchen wie Jungen nicht durch Geschlechterrollen uns Stereotype eingeengt werden. Das betrifft die Berufswahl, die Möglichkeiten Beruf und Privatleben zu vereinbaren genauso, wie die Möglichkeiten, als Künstlerin zu leben. Wir haben eine daher die Reihe „Dialoge“ entwickelt, die jungen Künstlerinnen Möglichkeiten zur Präsentation geben. Um hier nachhaltige Veränderungen zu erwirken müssen alle Kulturschaffenden mitarbeiten. Auch über die Darstellung von Frauen in der Kunst kann ein emanzipatorisches Bild von Frauenleben erzeugt werden, oder eben nicht. Hier gibt es noch einiges zu tun, bis wir bei einer wirklich gleichberechtigten Gesellschaft angekommen sind.

>> Weiter im Text
- Ein Interview mit Hildegard Bernasconi und Mane Stelzer vom FrauenMusikBüro
- Ein Interview mit Anne Breick
 
4. November 2014, 15.12 Uhr
Detlef Kinsler
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Nach 42 Jahren sieht Harald Metz keine Zukunft mehr für das Berger Kino. Schuld daran ist nicht nur Corona. Vor allem die Streaming-Dienste sieht Metz als Gefahr. Für Christopher Bausch, Geschäftsführer der Arthouse Kinos, ist das Kino aber noch lange nicht tot. – Weiterlesen >>
Text: Laura Oehl / Foto: Harald Schröder
 
 
Stephan Köhr zwischen E- und U-Musik
0
Lebenslange Liebe
Stephan Köhr ist Fagottist im Orchester der Oper Frankfurt. Den Lockdown nutzte der Seulberger für die Produktion der zweiten CD seines Projektes „Eskalation“ und stellt sein für viele weniger bekanntes Instrument in einen komplett anderen Kontext. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Katrin Köhr
 
 
Filmverleiherin Julia Peters stellt am Dienstagabend in einer Online-Diskussion ihre Produktion „Generation Wealth“ vor. Sie wird im Rahmen der Reihe „Böll Kino“ gezeigt. – Weiterlesen >>
Text: Gregor Ries / Foto: Jip Verleih
 
 
 
Act Local – Fokus Rhein-Main
0
Vor leerem Saal, mit voller Kraft
Mit zwei weiteren Konzerten führt die hr-Bigband ihre „Act Local – Fokus Rhein-Main“-Reihe fort. Folge 4 bringt eine echte Überraschung, denn keine Jazz-Solistin wurde eingeladen, sondern mit Fee. eine junge, angesagte Singer/Songwriterin. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Christoph-Seubert
 
 
Frankfurter Stadtevents
0
Reinheitsgebot statt Abendbrot
Bereits zum dritten Mal findet am 28. Januar ein virtueller Bierspaziergang durch Frankfurt statt. Dabei lernen die Teilnehmenden nicht nur viel über Braukunst, sondern entdecken vielleicht auch das ein oder andere neue Bier. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Frankfurter Stadtevents
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  713