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Ermittlungen gegen Polizisten

Waffen und Munition aus Polizeipräsidium verschwunden

Ein Beamter des Polizeipräsidiums Frankfurt soll Waffen und Munition unterschlagen und verkauft haben. Wo die Waffen sind, ist unklar. Gegen den Beamten wird schon seit vergangenem Jahr wegen des Verdachts des Geheimnisverrats ermittelt.
Waffen und Munition in dreistelliger Höhe soll ein Polizeibeamter aus dem Polizeipräsidium Frankfurt verschwinden lassen haben. Wie die FAZ berichtet, soll der 41-jährige Beamte sichergestellte Pistolen, Revolver, Langewaffen und Munition aus der Asservatenkammer des Präsidiums unterschlagen und verkauft haben. Das Polizeipräsidium bestätigte, dass aktuell Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten laufen würden, der im Präsidium für die Waffenasservate verantwortlich gewesen sei.

Schon im August 2020 habe man im Polizeipräsidium ein Disziplinarverfahren wegen des Verdachts des Geheimnisverrats eingeleitet und daraufhin ein „Verbot des Führens der Dienstgeschäfte“ gegen den Beamten ausgesprochen. Nach Vorlage bei der Staatsanwaltschaft habe man die Ermittlungen schließlich an das hessische Landeskriminalamt abgegeben. Laut FAZ soll der Beamte damals aufgefallen sein, weil er im Irak „für eine Sicherheitsfirma aus Nordrhein-Westfalen in einer Art paramilitärischen Einheit gewesen sein“ und dabei Daten aus polizeilichen Datenbanken weitergegeben haben soll.

Im März habe man nun Einsicht in die Ermittlungsakte bekommen, so das Polizeipräsidium. Dabei soll das Präsidium, laut FAZ, von den aktuellen Vorwürfen gegen den Beamten erfahren haben. Demnach würden derzeit rund 30 Vorgänge überprüft. Wo die Waffen und die Munition sind, sei unklar. Das Polizeipräsidium bestätigte bisher lediglich, dass die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft aktuell „wegen einer möglichen Ausdehnung des Disziplinarverfahrens auf weitere Vorwurfslagen“ ausgewertet werde. Auch eine vorläufige Dienstenthebung „einschließlich der Einbehaltung von Dienstbezügen mit dem Ziel der dauerhaften Entfernung des Beamten aus dem Dienst“ werde geprüft, wie das Polizeipräsidium mitteilte.

Erste „Vorwurfslagen“ gegen den Beamten wurden offenbar bereits im September 2020 an den Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill herangetragen. Daraufhin habe er sofort mit einem Prüfauftrag an die Innenrevision reagiert, so Bereswill. Im Januar 2021 seien außerdem zusätzlich Arbeitsgruppen eingerichtet worden. „Diese arbeiten intensiv daran, alle Defizite in der Handhabung mit Asservaten aufzuzeigen und Gegenmaßnahmen umzusetzen“, erklärte der Polizeipräsident. „Fehlerquellen wurden und werden dabei offen angesprochen und neue Wege im Umgang mit Asservaten eingeschlagen.“
 
19. März 2021, 12.27 Uhr
loe
 
 
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