Newsletter
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
|
Jobs
Foto: Adobe Stock/prima91
Foto: Adobe Stock/prima91

Bildungsstätte Anne Frank

„Es ist ein Krieg der Bilder und Behauptungen“

Auf der sozialen Plattform TikTok werden häufig Fake-Videos über den Nahost-Konflikt geteilt. Die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank kritisiert, dass sie sich an junge Leute richte und dort gezielt Desinformationen verbreitet würden.
Im Internet kursieren momentan viele KI-generierte Bilder über den Nahost-Konflikt, die teils für Verwirrung und Entsetzen sorgen. Dafür kritisiert die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank die Social-Media-Plattform TikTok, rund vier Monate nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober. Die Bildungsstätte ist der Meinung, dass TikTok mit Videoclips zur Radikalisierung von jungen Menschen beitrage und dass Hasspredigerinnen und Hassprediger Antisemitismus und Rassismus verbreiten könnten. In ihrer Kritik heißt es: „Kein anderes soziales Medium versorgt eine so vulnerable Zielgruppe mit derart verstörendem Content – weitgehend ohne Aufsicht.“

Die Bildungsstätte erläutert, dass in Beiträgen auf TikTok beispielsweise die Realität des Massakers am 7. Oktober in Zweifel gezogen werde. An anderer Stelle werde es der israelischen Regierung zugeschrieben. KI-generierte Bilder würden millionenfach geteilt. „Es ist ein Krieg der Bilder und Behauptungen, in dem sich Einzelpersonen kaum zurechtfinden können“, heißt es.

Bildungsstätte Anne Frank: TikTok soll ernst genommen werden

Außerdem verlangt sie, dass TikTok als Plattform der politischen Meinungsbildung ernst genommen werden müsse. Eva Berendsen von der Bildungsstätte Anne Frank forderte die Politik auf, dringend die hinter sozialen Plattformen stehenden Konzerne in die Pflicht zu nehmen, um wirkungsvoll und konsequent gegen antisemitische und rassistische Hassrede, Desinformation und Verschwörungserzählungen vorzugehen. Zugleich müsse konsequent in digitale Bildung investiert werden.

Kann man überhaupt KI-Bilder erkennen?


Tatsächlich war es noch nie so einfach, täuschend echte Bilder zu erstellen: Eine Internetverbindung und ein Tool, das mit Künstlicher Intelligenz arbeitet, ist alles, was es braucht. Binnen Sekunden sind fotorealistische Bilder erschaffen, die viele von uns als echt wahrnehmen. Und die sich deswegen schnell in den sozialen Netzen verbreiten und häufig gezielt für Desinformation verwendet werden. Eine gefährliche Entwicklung, sagt der Deutsche Fotorat, da es weder ein Kontrollorgan gäbe noch Tools, die Fake-Bilder zuverlässig erkennen.

Es gibt jedoch ein paar Tipps und Tricks, um Fake Bilder zu erkennen:

1. Man muss nach möglichst hochauflösenden Versionen des Bildes suchen und auf Details des Bildes heranzoomen. In der Vergrößerung werden eventuelle Unstimmigkeiten, Fehler oder Bild-Klone sichtbar.

2. Woher kommt das Bild? Man kann versuchen, mehr über die Herkunft des Bildes herauszufinden. Manchmal teilen andere Nutzer ihre Erkenntnisse in den Kommentaren unter dem Bild mit, die zur Quelle oder zum ersten Post der Bilder führen.

3. Stimmen die Körper-Proportionen der dargestellten Personen? Nicht selten weisen KI-generierte Bilder Unstimmigkeiten in den Proportionen auf: Die Hände können zu klein sein oder Finger zu lang. Oder aber Kopf und Füße passen nicht zum Rest des Körpers.

4. Die Hauptfehlerquelle bei KI-Bildprogrammen wie Midjourney oder DALL-E sind aktuell die Hände. Immer wieder haben Personen einen sechsten Finger. Auch häufige Fehler treten bei Ohren, Füßen oder Gesichtsdetails auf.
 
7. Februar 2024, 08.34 Uhr
Lemi Acet / Jakob Röpke
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Stadtleben
Das Oberlandesgericht Frankfurt hat die Klage eines Kartografen gegen die Europäische Zentralbank abgewiesen. Er verlangte 5,5 Millionen Euro.
Text: tig/dpa / Foto: Urheberrechtsstreit um die Europa-Karte auf den Banknoten © red
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
2. März 2024
Journal Tagestipps
Pop / Rock / Jazz
  • hr-Bigband
    Stadttheater | 20.00 Uhr
  • Barclay James Harvest
    Rheingoldhalle | 20.00 Uhr
  • Adam Angst
    Schlachthof | 20.00 Uhr
Nightlife
  • Drag Slam
    Orange Peel | 20.00 Uhr
  • JoyDance
    Brotfabrik | 21.00 Uhr
  • Gibson loves Saturdays
    Gibson | 23.00 Uhr
Klassik / Oper/ Ballett
  • Heute Abend: Lola Blau
    Theater im Palast | 19.30 Uhr
  • Carmen
    Oper Frankfurt | 18.00 Uhr
  • Harald Lesch & Das Merlin Ensemble Wien
    Alte Oper | 20.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Kleist. Prinz von Homburg / Schlacht bei Fehrbellin
    Theater Willy Praml, Naxoshalle | 19.30 Uhr
  • Nach Mitternacht
    Schauspiel Frankfurt | 20.00 Uhr
  • Die Wunderübung
    Kellertheater | 20.30 Uhr
Kunst
  • Natalia Romik. Architekturen des Überlebens
    Jüdisches Museum | 10.00 Uhr
  • Ausgeschlossen
    Archäologisches Museum Frankfurt | 10.00 Uhr
  • Druckgrafik der Pop Art
    Stadtgalerie Bad Soden am Taunus | 15.00 Uhr
Kinder
  • Fliegende Wörter
    Theaterhaus | 11.00 Uhr
  • Zeichnung als Experiment
    Städel Museum | 14.00 Uhr
  • Lichtspielplatz
    DFF – Deutsches Filminstitut Filmmuseum | 11.00 Uhr
und sonst
  • Börsentag Frankfurt
    Kongresshaus Kap Europa | 09.30 Uhr
  • 21. Hilton-Basar
    Hilton Frankfurt City Centre | 10.00 Uhr
  • 1. FSV Mainz 05 – Borussia Mönchengladbach
    Mewa Arena | 15.30 Uhr
Freie Stellen