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Eintracht Frankfurt in der Europa League
 

Eintracht Frankfurt in der Europa League

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Adi Hütter: „Wir sehen uns mit Benfica auf Augenhöhe“

Foto: © Eintracht Frankfurt (Screenshot Eintracht TV), Symbolbild
Foto: © Eintracht Frankfurt (Screenshot Eintracht TV), Symbolbild
Eintracht Frankfurt-Trainer Adi Hütter geht optimistisch in das Viertelfinal-Duell gegen Benfica Lissabon in der Europa League. Mit dem Selbstvertrauen der vergangenen Spiele will sein Team in Portugal den Grundstein fürs Weiterkommen legen.
Wenn die Spieler von Eintracht Frankfurt am Donnertagabend das Estádio da Luz in Lissabon betreten, wird der Moment für Trainer Adi Hütter ein besonderer sein: Es ist das erste Europa League-Viertelfinale seiner Trainerkarriere. Von seinen Routinen abweichen möchte er dafür aber nicht. „Wir sind bisher gut damit gefahren, wenn wir uns ordentlich auf den Gegner vorbereitet und die Mannschaft so eingestellt haben“, sagte Hütter auf der Pressekonferenz vor der Partie. Acht Siege aus zehn europäischen Spielen und zwei Remis zeigen, wie gut das bisher funktioniert hat. Seit 15 Spielen ist die Eintracht nun schon ungeschlagen, zählt man auch die Ergebnisse aus der Bundesliga hinzu. Nicht nur die vielgelobte Offensive mit dem Sturmtrio Luka Jović, Ante Rebić und Sébastien Haller ist bei den Gegnern gefürchtet, auch die Defensive ist mittlerweile eine der Stärken der Frankfurter: In den vergangenen acht Spielen haben sie sechsmal kein Gegentor bekommen, aber 16 Tore erzielt. „Aber das hilft uns alles nicht“, sagte Hütter zu den Erfolgen der vergangenen Wochen: „Dass wir sehr gut unterwegs sind, ist die eine Sache. Aber außer dem Selbstvertrauen, das wir mitnehmen, hilft uns morgen nur eine gute, gute Leistung“.

„Wir wollen Nadelstiche setzen“
Der 36-fache portugiesische Meister um den ehemaligen Eintrachtler Haris Seferovic und den erst 19 Jahre alten Stürmerstar João Félix habe eine „sehr homogene, gute, gefährliche Mannschaft“, sagte Hütter. „Wir müssen aufpassen, dass wir Benfica nicht zu viele Räume geben“, ergänzte er. Zu defensiv werde seine Mannschaft allerdings nicht spielen, denn die Eintracht weiß, was sie kann. „Wir sehen uns mit Benfica auf Augenhöhe“, formulierte es der Frankfurter Trainer, „wir können uns nicht nur passiv verhalten, hinten reinstellen und glauben, dass wir damit eine Kontrolle über das Spiel haben“. Stattdessen soll sein Team probieren, „Nadelstiche zu setzen“ und Benfica schon in der eigenen Hälfte stören. Das Ziel, so formulierte es Hütter, seien eins oder zwei Tore seiner Mannschaft. Wieder auf dem Platz stehen könnte dabei auch Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger, der sich in der Bundesliga zuletzt eine Kehlkopf- und Brustkorbprellung sowie einen Bruch an der Hand zuzog und auf dem Rasen eine eigens angefertigte Manschette trägt. „Wenn er nach dem Abschlusstraining signalisiert, dass es geht, wird er zum Einsatz kommen“, sagte Hütter zu der wichtigen Personalie in der Abwehr.

„Einzigartige Atmosphäre“ erwartet
Eine Kleinigkeit wird am Donnerstagabend in der portugiesischen Hauptstadt aber doch ein wenig anderes sein. „Es ist eine neue Herausforderung, was die Zuschauer betrifft, mal nicht im Vorteil zu sein“, sagte Hütter. 3200 Karten wurden an die Fans aus Frankfurt verteilt; die hessischen Zuschauer werden im 65.000 Zuschauer fassenden Estádio da Luz klar in der Minderheit sein – ein Novum für die Eintracht in der bisherigen Europa League-Saison, in der die mitgereisten Anhänger ihr Team von Mailand bis Donezk in großer Zahl unterstützen konnten. Hütter erwartet dennoch eine „einzigartige Atmosphäre“ in dem Stadion. Zu einer „lustigen Situation“ wird es dann für den Frankfurter Stürmer Gonçalo Paciência kommen, wie er auf der Pressekonferenz verriet. Der 19-jährige Bruder des Portugiesen ist nämlich ebenfalls Fußballer und ausgerechnet beim Eintracht-Gegner unter Vertrag. Ein Duell der Geschwister wird es am Donnerstag aber nicht geben; Vasco Mendes Paciênica spielt für die U23 von Benfica Lissabon.
 
10. April 2019
Nicole Nadine Seliger
 
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