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Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler

Eintracht Frankfurt-Bayern München 0:1

Ein wirklich gutes Spiel?

Zum Abschluss der Vorrunde der Frauenfußball-Bundesliga kam der momentane Spitzenreiter Bayern München ins Stadion am Brentanobad. Da wollten sich die Eintracht-Frauen zu Hause noch mal zeigen vor der Winterpause. Das Spiel ging mit 0:1 verloren.
Mitunter wundert man sich, wenn man hinterher die Kommentare zum Spiel liest. Denn die gibt es in Corona-Zeiten ohne Pressekonferenz schriftlich frei Haus. „Ich glaube wir waren in der ersten Halbzeit ziemlich überlegen und haben gezeigt, was wir können“, wird SGE-Trainer Niko Arnautis zitiert. „Ich finde das war ein sehr, sehr gutes Spiel von uns“, pflichtet ihm Mittelfeldspielerin Laura Feiersinger zu. Und Verteidiger-Kollegin Virginia Kirchberger ärgert sich: „Dass wir heute so knapp gegen die aktuell beste Mannschaft in Deutschland verloren haben, ist sehr bitter.“ Sie sah das eigene Team „sehr aggressiv“ in den Zweikämpfen. „Wir haben die Bayern nicht zu ihrer gewohnten Entfaltung kommen lassen und ihnen kaum Luft zum Atmen gegeben.“

Habe ich tatsächlich das selbe Spiel gesehen? Es war ein reichlich unsortierter Beginn auf beiden Seiten. Zu oft landete der Ball bei beiden Mannschaften bei den Gegnerinnen. So kam zunächst keiner so richtig ins Spiel. „Kampfgeist wird nicht belohnt“ ist der Spielbericht auf der Eintracht-eigenen Webseite überschrieben. Das konnten aber beide Teams für sich reklamieren. Es gab früh Chancen für die Frankfurterinnen, darunter ein missglückter Rückpass von Martina Hegering, der knapp ins Aus kullerte, bevor Laura Freigang versuchte, ihrem Ruf als Torjägerin gerecht zu werden. Die Bayern erspielte sich in der Folge ein leichtes Übergewicht ohne wirklich überzeugend auftrumpfen zu können. Von einer Mannschaft mit Meisterschaftsambitionen darf man mehr erwarten.

Beerensteyn und Magull versuchten mehr und mehr das Spiel der Bayern zu gestalten und für gefährliche Situationen vor Merle Frohms Tor zu sorgen. Aber es wurde nur einmal wirklich brenzlig. Auf der Gegenseite vergaben Freigang und Prašnikar knapp. Ok, die Eintracht hätte in Führung gehen können, aber auch Frohms, wie immer ein starker Rückhalt der Eintracht, musste nicht nur einen Schuss von Lohmann abwehren. So gingen die Kontrahentinnen mit einem Unentschieden in die Pause.

Man hätte erwarten können, dass beide Trainer ihre Teams mit neuen Spielideen zurück auf den Platz geschickt hätten. Zu erkennen war davon nichts. Klara Bühl zielte zunächst halblinks knapp vorbei (da wäre Frohms wohl nicht rangekommen) und auch ihr zweiter Versuch mit einem Schuss aus der Drehung ging am Tor vorbei. Wie schon in der ersten Hälfte flogen gut gemeinte Steilpässe, auch von Kapitänin Tanja Pawollek, ins Nichts und fanden keine Adressatinnen. Und wenn man dann mal gekonnt in die Schnittstelle spielte, hätte natürlich auch eine Mitspielerin hinein laufen müssen. Gleich drei Mal hintereinander hatte Frohms die Chance sich auszuzeichnen, unter anderem gegen Schüller (nach der Pause eingewechselt) und Dahlmann.

Frankfurts Nummer 1 hielt ihr Team im Spiel, hatte dann aber – so gut sie auch spielte – in der 64. Minute doch das Nachsehen als Sydney Lohmann schließlich per Kopf traf. Kirchberger verpasst wenig später um eine Fußspitze den Ausgleich. Mit Klüver (70. Minute) und Nüsken (74. Minute) wechselte Arnautis später als sein Trainerkollege ein. Trotz frischer Kräfte bei der Eintracht schienen eher die Bayern zum Endspurt zu blasen. Und wieder konnte sich Frohms, ob per Fuß oder mit hochgerissenen Fäusten, ein 0:2 durch Bühl beziehungsweise Schüller verhindern. Sie allein sorgte dafür, dass es bei einer knappen Niederlage blieb. Den letzten Schuss auf ihr Tor durfte übrigens die Ex-FFC-Spielerin Simone Laudehr abgeben. Sie kam für die dreiminütige Nachspielzeit noch auf den Platz.
 
14. Dezember 2020, 10.19 Uhr
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
 
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