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4:0 Sieg gegen Olympique Marseille
 

4:0 Sieg gegen Olympique Marseille

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Die Eintracht-Adler fliegen durch Europa

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Als „Chef im Ring“ bezeichnete Eintracht-Trainer Adi Hütter seine Mannschaft nach dem souveränen Sieg gegen Olympique Marseille, der zu keinem Zeitpunkt in Gefahr geriet. Mit dem fünften Sieg im fünften Spiel gehört das Team zu den besten der kompletten Europa League.
„WWWWWUWWWWW“, steht mit großen Lettern in der Nachricht von Eintracht Frankfurt auf dem vereinseigenen Twitter-Account. Damit beschreibt der Verein die Siegesserie der vergangenen Wochen, eine eindrucksvolle Bilanz. Seit elf Spielen sind die Frankfurter ungeschlagen, zehn Partien haben sie davon gewonnen, nur gegen den 1.FC Nürnberg gingen die Adlerträger am 28. Oktober mit einem Unentschieden vom Platz. Um die letzte Niederlage der Eintracht zu finden, müssen Fans und Verantwortliche noch einen Monat weiter zurückblicken: Am 26. September unterlag das Team von Trainer Adi Hütter dem aktuellen Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach mit 1:3. Seitdem holte die Eintracht 19 von 21 möglichen Punkten in der Bundesliga und das Optimum von 12 Punkten in der Gruppenphase der Europa League. Dass die Frankfurter diese Serie am Donnerstagabend gegen Olympique Marseille ausbauen wollten, daran bestand kein Zweifel.

"Ein Spektakel von Anfang an"
Nahtlos knüpfte das Team an die starken Leistungen der vergangenen Wochen an. Wie schon beim Bundesliga-Sieg in Augsburg nutzte die Eintracht ihre erste Chance zur Führung. Statt Jonathan de Guzmán war es diesmal Luka Jovic, der so bereits in der ersten Minute des Spiels traf. „Es war ein Spektakel von Anfang an“, sagte Hütter anschließend sichtlich zufrieden. Obwohl seine Mannschaft schon vor der Partie für die nächste Runde der Europa League qualifiziert war, war ihr Siegeswille deutlich zu spüren, die Eintracht-Spieler agierten ab dem Anpfiff hellwach. Einen Anteil hatte daran auch die Stimmung auf den Rängen, wie Hütter anschließend erzählte. „Wenn man die Choreografie sieht, elektrisiert das auch die Spieler“, bedankte er sich bei den Fans, die mit Fahnen, Schals und Konfettiregen einmal mehr gezeigt haben, dass sie die Europa-Spiele lieben.



„Wir waren klar Chef im Ring“, sagte Hütter anschließend zur Leistung seiner Mannschaft, „wir haben teilweise hervorragend gespielt, aber nicht alles richtig gemacht.“ Als Kritikpunkt am Sieg der Eintracht kann die Chancenverwertung gelten. Allein zur Pause hätten die Hausherren deutlich führen müssen, wie auch Hütter auf der Pressekonferenz zugab. Da Marco Russ, Mijat Gacinovic und erneut Jovic vor der Pause aber gute Möglichkeiten vergaben, blieb es bei dem Treffer aus der ersten Minute und einem skurrilen Eigentor von Luiz Gustavo, der auf seinen Torhüter passen wollte, aber übersah, dass dieser neben dem Tor stand (17. Minute). In der zweiten Hälfte war es dann erneut ein Spieler von Olympique Marseille, der auf 3:0 für die Eintracht erhöhte: Bouna Sarr schoss den Ball unter Bedrängnis in der 62. Minute ins eigene Tor. Frankfurts Jovic sorgte dann mit einem Lupfer über Marseilles Torhüter Yohann Pelé für den Endstand (67. Minute).

Frankfurt so gut wie Salzburg und Chelsea
„Olympique Marseille mit 4:0 aus dem Stadion zu schießen, ist schon etwas Besonderes“, sagte Hütter. Wie beeindruckend die Leistung der Frankfurter ist, zeigt auch der Blick in die anderen Gruppen der Europa League. Einzig Red Bull Salzburg und der FC Chelsea haben ebenfalls alle fünf Partien gewonnen und sich bereits vorzeitig zu Gruppensiegern gekürt. Die Anzahl der erzielten Treffer belegt eindrucksvoll, wie stark die Stürmer der Eintracht aktuell sind. Von den 48 Mannschaften in der Europa League ist es keinem Team gelungen, mehr Treffer als die Eintracht zu schießen, die 15 Mal erfolgreich war. Nur Red Bull Salzburg und der FC Sevilla haben eine ebenso gute Ausbeute. Um sogar ungeschlagen ins Sechzehntelfinale einzuziehen, fehlt der Eintracht nur noch ein Sieg beim letzten ausbleibenden Gruppenspiel am 13.12. in Rom. Die Mannschaft wird sicher auch dieses Spiel hochmotiviert angehen.
30. November 2018
Nicole Nadine Seliger
 
Nicole Nadine Seliger
Jahrgang 1987, Studium der Germanistik, Anglistik und BWL, Leidenschaft für Sport, seit 2016 beim JOURNAL Frankfurt – Mehr von Nicole Nadine Seliger >>
 
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