Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
 
0
Tag des Flüchtlings
Ein drastisches Bild, das sich unauslöschlich im Gedächtnis festsetzen soll, wurde Passanten und Anwesenden heute von Studenten der Frankfurter European School of Design vor Augen geführt. Es sind 13 körpergroße Abbildungen von Studenten, die symbolisch für Tausende von ertrunkenen Flüchtlingen an der Alten Brücke dem Main übergeben werden und flussabwärts im Wasser treiben. Auf dem Rücken tragen sie Schilder mit Aufschriften wie „Ertrunken vor Sizilien“, „Ertrunken vor den Kanaren“, „8114 Tote“.


Hintergrund der Aktion, die zum „Internationalen Tag des Flüchtlings“ heute am Main initiiert wurde, ist ein europäisches Projekt von Pro Asyl, die breite Unterstützung aus Politik und Prominenz erfährt. Monat für Monat spielen sich menschliche Tragödien ab. 8.114 tote Flüchtlinge wurden von 1988 bis zum Jahr 2007 in den Gewässern vor Europa gezählt. Das Mittelmeer und der Atlantik vor den Kanaren entwickeln sich zu Massengräbern. Eine wichtige Rolle bei der Versperrung von Fluchtwegen spielt die europäische Grenzagentur Frontex, die bei ihren Einsätzen Flüchtlingsboote aufbringt und zurückdrängt. Was dabei aus den Menschen in ihren oft kleinen und seeuntauglichen Booten wird, ist völlig unklar. Mit ihrer Initiative „Stoppt das Sterben“ will Pro Asyl in diesem Zusammenhang auf die Achtung der Menschenrechte und den Schutz der Flüchtlinge hinwirken.


Als sich die Studenten der European School of Design mit dem Kommunikations-Briefing von Pro Asyl zum „Internationalen Tag des Flüchtlings“ auseinander setzten, kamen sie zu der Überzeugung, dass mit üblichen Plakaten und Flugblättern letztendlich nicht genug Wirkung erzielt werden könnte. Eine aufmerksamkeitsstarke Idee musste her. Eine Aktion, die plakativ vor Augen führt, was da täglich passiert.


Nach intensivem Brainstorming setzte sich schließlich die Idee durch, stellvertretend für die ertrunkenen Opfer die eigenen Körper im Main treiben zu lassen - als körpergroße Fotos. Dabei war allen bewusst: der Main ist nicht das Mittelmeer. Und keine Aktion kann die Ereignisse, die sich täglich an Europas Außengrenzen abspielen, in ihrer tatsächlichen Dramatik wiedergeben.


Quelle und Foto: European School of Design

20. Juni 2008
red
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Wegen Vortäuschung einer Straftat
0
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Jan Mai
Der Gastronom Jan Mai hatte gegenüber Medien behauptet, in seinem damaligen Lokal sei es in der Silvesternacht zu sexuellen Übergriffen durch Nordafrikaner gekommen. Weil das wohl nicht wahr war, wurde nun Anklage gegen ihn erhoben. – Weiterlesen >>
Text: nb / Foto: © Bernd Kammerer
 
 
Wo schläft man denn als Obdachloser?
0
Ein Besuch in der Notübernachtungsstätte im Ostpark
Derzeit wohnen rund 130 Personen und drei Hunde in der neuen Obdachlosenunterkunft in der Ostparkstraße 16. Wir haben uns in dem schimmernden Gebäudetrakt umgeschaut und in die Zimmer geblickt. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Brevoord / Foto: nb
 
 
Welt-Aids-Tag am 1. Dezember
0
Gegen verbale Gewalt
Mit dem Thema „Sprachgewalt“ will die Frankfurter Aidshilfe auf die verletzende Wirkung von Worten hinweisen, denen Homosexuelle und HIV-Infizierte ausgesetzt sind. Anlass ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Nadine Seliger / Foto: nb
 
 
 
Frankfurter Obdachlose im Winter
0
Der Kältebus spendet Wärme
Der Kältebus fährt jede Nacht 120 Kilometer durchs Frankfurter Stadtgebiet, um auf der Straße lebende Menschen mit heißen Getränken und Decken zu versorgen oder sie in eine Notunterkunft zu bringen. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Brevoord / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
Erwischter Schuhdieb ist völlig von den Socken
0
Langfinger schnappt Schlappen
Nimm zwei Paar für den Preis von keinem, dachte sich wohl ein Dieb, der in einem Schuhgeschäft in Höchst gleich zwei Paar Schuhe mitgehen ließ, aber netterweise seine alten Treter da ließ. Weit kam er aber nicht. – Weiterlesen >>
Text: nb / Foto: nb
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1385 
 
 

Twitter Activity