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Scooter

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Voll auf die Zwölf

Mit Songs wie „Hyper Hyper“, „Move your ass“ und „How Much Is the Fish?“ schrieben Scooter Musikgeschichte. Das Erfolgsrezept ist einfach: wummernde Beats, eine einfache Melodie, die man auch mit ein paar Promille mitgröhlen kann und Fantasiereime. Scooter waren am Montagabend zu Gast in der Jahrhunderthalle.
Die Band Scooter ist ein Phänomen. Fragt man im Umfeld nach, ob jemand die deutsche Band hört oder schon einmal auf einem Konzert war, erntet man nur fragende Blicke und heftiges Kopfschütteln. Und trotzdem kennt zumindest fast jeder eines der Lieder mit den Namen wie „Hyper Hyper“, „Move your ass“, „The Question Is What Is the Question?“ oder Maria (I Like It Loud)“. Oder man hat es schon einmal gehört.

Es gibt aber auch Fans der Techno-Eurodance-Kirmes-Band. Und diese pilgerten am Montagabend zur Jahrhunderthalle. Bereits im Bahnhof Höchst konnte man vereinzelt „Fire“ oder die bekannte Melodie aus „Maria (I Like It Loud) hören. Das musikalische Crescendo erreichte auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle seinen absoluten Höhepunkt. Jahrmarktsatmosphäre. Einige Fans hatten einen mobilen Grill mit Couch und Lautsprecher aufgebaut. Und was erstaunte, fast jede Altersschicht war zugegen. Einige ältere Herrschaften besuchten das Konzert mit Kind und Enkel, einige der „Älteren“ besuchten das Konzert ohne Anhang. Und feierten später genauso die Band ab, wie die jüngeren Fans. Vorglühen war angesagt, ein leichter Bier-Kräuterschnaps-Geruch lag in der Luft.



Drinnen sorgte die Vorband-DJs Jerome & Eric Chase für gute Laune und heizte die Menge ein. Bereits hier wurde aus der Lichtanlage ordentlich was rausgeholt. Was sollte dann wohl erst bei Scooter passieren? Nach gut 40 Minuten verließen Jerome & Eric Chase die Bühne, eine kurze Wartezeit und das Konzert von Scooter startete. Mit Lasern. Ganz viele Laser. Und sie waren überall. Wenn keine Laser zu sehen waren, wurde die Bühne von LED-Leuchten in grelles, weißes Licht getaucht. Und weil man nicht genug haben kann, wurden ab und an Feuerwerk abgefeuert. Ein Spektakel auf der Bühne, wummernde Bässe aus den Lautsprechern, nach mindestens drei Minuten wackelte man den Armen, mit dem Kopf oder mit den Händen. Was fehlte war eine Epilepsie-Warnung. Die wäre aber auch jetzt zu spät gewesen.

Musikalisch gesehen will man bei Scooter die Leute unterhalten und weniger mit Texten überzeugen. „Skibadee Skibadanger, I am the rearranger“ hat jetzt nicht wirklich den großen Anspruch. Egal. Die Bässe und die Lichter sorgten eh für eine zweistündige Achterbahnfahrt in der Jahrhunderthalle. Am Ende fühlte man sich blind, taub aber trotzdem glücklich.
28. März 2012
Gero Nimo
 
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