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Nach der Club-Pleite

Freiheit 2112: Ardi Goldman leitet rechtliche Schritte ein

Nachdem der Club Freiheit 2112 vom Betreiber Marcus Rudloff ausgeräumt wurde, kündigt Vermieter Ardi Goldman rechtliche Schritte an. Er macht hohe Mietschulden geltend – und hat die Polizei eingeschaltet.
Ardi Goldmans Ärger über den ausgeräumten Club auf seinem Union-Gelände ist noch nicht verflogen: "Ich warne hiermit ausdrücklich vor dem 'Geschäftsgebaren' des Marcus Rudloff", schreibt er in einer Mail. Er habe den Club Freiheit 2112 "mutwillig und mit krimineller Energie für mich und die Stadt Frankfurt zerstört!"

Zum März habe er dem Clubmacher gekündigt, weil er fünf Monatsmieten schuldig geblieben war. Seiner Bitte, über die Osterfeiertage nochmal zu öffnen, sei er aber nachgekommen – als Zeichen guten Willens habe Marcus Rudloff die Überweisung von 10.000 Euro in Aussicht gestellt. Die sei aber bis heute auch ausgeblieben. Die Feiertage habe der Clubmacher dann genutzt, "den gesamten Club ausräumen zu lassen" und ihn "beschädigt und zerstört zurückgelassen", so Goldman. Und weiter: "Wir haben Strafanzeige gegen ihn erstattet wegen Sachbeschädigung, Diebstahl und Insolvenzverschleppung." Marcus Rudloff war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ardi Goldman macht auch geltend, dass eine Präsentation des Musikanlagenbauers RCF mit 400 internationalen DJs und Clubbetreibern zur Musikmesse nun abgesagt werden musste. Der Club habe eine Referenzanlage beherbergt, die nun verloren sei. Markus Lienhart von "Raum plus Schall", der jene Anlage eingebaut haben soll, bestätigt das Aus für die Veranstaltung, will sich aber ansonsten nicht weiter zu der Sache äußern. Ardi Goldman hingegen gibt sich auskunftsfreudiger: "Ich mache hiermit darauf aufmerksam, dass ich Herrn Rudloff gerichtlich belangen und GEMA-Tantiemen, Künstlergagen und Einnahmen aus seinem Club egaBOX in Erfurt einklagen werde." Beim JOURNAL FRANKFURT haben sich derweil einige frühere Mitarbeiter gemeldet, die bislang keine Gage für ihre Arbeit bei der Freiheit 2112 gesehen haben und ebenfalls überlegen, rechtliche Schritte einzuleiten. Fortsetzung folgt.
 
16. April 2015, 12.01 Uhr
Nils Bremer
 
 
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