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Forderung nach Flüchtlingszentrum
 

Forderung nach Flüchtlingszentrum

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Project Shelter besetzt Paradieshof

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Erneut hat die Initiative Project Shelter ein Haus besetzt, um auf ihre Forderung aufmerksam zu machen: ein selbstverwaltetes Willkommenszentrum für Flüchtlinge. Der Paradieshof in Sachsenhausen wurde jedoch schnell geräumt.
Vor gut einem Monat okkupierten die Mitglieder des Project Shelter ein Haus in Bornheim, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen: Sie wollen ein selbstverwaltetes Willkommenszentrum für Flüchtlinge errichten. Hier sollen auch Menschen Obdach finden, die kein Recht auf Asyl haben. Von der Stadt fordern sie Räumlichkeiten dafür – denn leerstehende Häuser gebe es schließlich genug in der Stadt, so die Initiative. Bisher aber findet die Gruppe wenig Unterstützung von Seiten der Politik. Daher ergreift sie immer wieder Maßnahmen wie Demos und Hausbesetzungen.

Am Samstag nahmen sie erneut ein Gebäude für sich ein: das ehemalige Lokal Paradieshof in Sachsenhausen, das seit geraumer Zeit leersteht. Die Stadt sucht aktuell nach einem neuen Nutzer. Die Idee, hier die „Fliegende Volksbühne“ von Theatermacher Michael Quast unterzubringen, wurde verworfen.

Knapp hundert Aktivisten besetzten das Haus gegen 15.30 Uhr, hängten bemalte Transparente aus den Fenstern und stellten einen kleinen Pavillon vor dem Gebäude auf. Anwohner verständigten jedoch schnell die Polizei, die eine halbe Stunde später eintraf. Um den Zugang zum Haus zu versperren, hatten die Hausbesetzer Barrikaden aus Holzpaletten errichtet. Gegen die Aktivisten, die sich vor dem Haus aufhielten, um die Räumung zu verhindern, setzte die Polizei Pfefferspray ein. Als sich die Einsatzkräfte schließlich Zugang zum Paradieshof verschafften, waren die Mitglieder vom Project Shelter bereits freiwillig abgezogen. Laut Polizei habe es keine Verletzten gegeben. Die Frankfurter Rundschau berichtet jedoch davon, dass einige Teilnehmer durch das Pfefferspray an den Augen verletzt wurden und vor Ort von Sanitätern versorgt werden mussten.

Festnahmen gab es keine. Der Platz rund um das Haus wurde aber abgesperrt. Die Hausbesetzer hielten hier noch eine Kundgebung ab. Anschließend zogen sie durch die Stadt. Die Route führte von der Elisabethenstraße über die Alte Brücke zur Konstablerwache, wo sich der Aufzug gegen 19.30 Uhr auflöste. Die Polizei berichtet von einer störungsfreien Demo.
 
15. Februar 2016, 11.10 Uhr
Christina Weber
 
Christina Weber
Jahrgang 1983, Studium Online-Journalismus, seit 2014 Volontärin beim Journal Frankfurt – Mehr von Christina Weber >>
 
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Leser-Kommentare

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Whizzbizz am 15.2.2016, 18:02 Uhr:
Mit dem Flüchtlingsproblem kommt man so langsam wieder auf den Trichter, dass es vielleicht doch sinnvoll ist, sozialen Wohnungsbau zu fördern. Hoffentlich. Andererseits könnte man auch wieder FDP wählen und dran glauben, dass sich alles wie von selbst erledigt...
Die Besetzungen halte ich persönlich auch für falsch. Schonmal die Betroffenen selbst gefragt, ob sie das überhaupt wollen?
 
Ralph Lange am 15.2.2016, 15:43 Uhr:
Das Projekt Shelter führt vor Augen, dass die Politik in Frankfurt an den Bedürfnissen der sozial schwächsten vorbei geht. Der grüne Magistrat und der rote OB tun zu wendig gegen Obdachlosigkeit. Allerdings sind Hausbesetzungen das falsche Mittel. Shelter braucht ganz legal eines der vielen leerstehenden, der ABG oder dem Land gehörenden Häuser zwecks Renovierung und selbstverwatletem Wohnen.
 
 
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