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Foto: Stadt Frankfurt
Foto: Stadt Frankfurt

Genossenschaftliche Immobilienagentur

Stadt will sich für faire Mieten einsetzen

Nachdem die Stadtverordneten am Donnerstag für eine Beteiligung an der Genossenschaftlichen Immobilienagentur (GIMA) in Frankfurt gestimmt haben, startet nun eine einjährige Pilotphase. Die GIMA will sich künftig gegen Mieterhöhungen infolge von Hausverkäufen einsetzen.
Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht, das in Artikel 11 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von 1966 festgeschrieben ist. Doch für viele Menschen – insbesondere auf angespannten Wohnungsmärkten wie Frankfurt – ist es schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Ein Grund dafür liegt im Verkauf von Bestandsimmobilien, der häufig zu Luxusmodernisierungen mit immensen Mieterhöhungen und zu Verdrängung führt. Um sich dagegen einzusetzen, hat die Stadt nun gemeinsam mit der teilstädtischen Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG), dem Netzwerk für gemeinschaftliches Wohnen, dem Beamten-Wohnungs-Verein und der Wohnbaugenossenschaft Frankfurt am Main die sogenannte Genossenschaftliche Immobilienagentur (GIMA) Frankfurt gegründet.

Anstatt eine Immobilie auf dem freien Markt an den Höchstbietenden zu verkaufen, haben Hauseigentümer und –eigentümerinnen nun die Möglichkeit, ihr Haus „sozialverträglich“ an die GIMA zu verkaufen und somit für „bezahlbare Mieten und dauerhafte Wohnverhältnisse“ bei den neuen oder bereits ansässigen Mietenden zu sorgen, heißt es auf der Webseite der Agentur. Der Verkauf an eine Wohnungsbaugenossenschaft schütze zudem lebendige Quartiere. Darüber hinaus hat es sich die Agentur zur Aufgabe gemacht, Bewohnerinnen und Bewohner sowie gemeinwohlorientierte Immobilienunternehmen zusammenzubringen und als Vermittlungs- sowie Beratungsstelle zu agieren.

„Erklärtes Ziel der GIMA Frankfurt ist der Schutz von Bestandsmietern und -mieterinnen“, erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Der Verkauf ihrer Wohnung dürfe für Mieterinnen und Mieter nicht zum Glücksspiel werden, so Feldmann. Die GIMA sei dabei ein wichtiger Baustein – und eine Anlaufstelle für Eigentümerinnen und Eigentümer, die mit gutem Gewissen ihre Immobilie verkaufen wollten. Nach der Gründungsphase im vergangenen Jahr, die mit einem Gutachten verbunden war, gaben die Stadtverordneten am Donnerstag grünes Licht für die Gründung der Agentur und eine einjährige Pilotphase. Im Anschluss an die Pilotphase soll ein Abschlussbericht angefertigt werden, auf dessen Grundlage darüber entschieden wird, ob und wie sich die Stadt dauerhaft an dem Projekt beteiligt.

„Endlich kann die GIMA ihre Arbeit aufnehmen und ich bin überzeugt, dass sie einen Unterschied für viele Frankfurterinnen und Frankfurter machen wird“, betonte Planungsdezernent Mike Josef (SPD), der künftig im Aufsichtsrat der genossenschaftlich organisierten Agentur sitzen wird. Wenn sich nach einem Jahr zeige, dass das Konzept funktioniere, solle der Betrieb der Agentur verstetigt werden, so Josef. Darüber hinaus sei er froh, dass es in Frankfurt Menschen und Institutionen gebe, denen das Wohl der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner am Herzen liege.
 
16. November 2021, 13.00 Uhr
Margaux Adam
 
Margaux Adam
Jahrgang 1991, Studium der Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, seit Februar 2020 beim JOURNAL FRANKFURT. – Mehr von Margaux Adam >>
 
 
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Zum 1. Juni tritt in Frankfurt ein neuer Mietspiegel in Kraft. Er soll für Transparenz zwischen Mietenden und Vermietenden sorgen. Im Vergleich zur letzten Erhebung sind die durchschnittlichen Mieten um knapp zehn Prozent gestiegen. Kritik kommt von mehreren Fachverbänden.
Text: sie / Foto: AdobeStock/fotolyse
 
 
 
 
 
 
 
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