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Panorama
 

Streik am Flughafen

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Verdi und Bürgerinitiativen gegen Ryanair

Foto: Rainer Rueffer
Foto: Rainer Rueffer
Am vergangenen Montag demonstrierten Fluglärm-Bürgerinitiativen und die Gewerkschaft Verdi gemeinsam am Flughafen. Die Initiative für die gemeinsame Aktion ging von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) aus, der an dem Tag ebenfalls anwesend war.
Unter dem Motto „Gute Arbeit – Gute Nachbarschaft“ demonstrierten Fluglärm-Bürgerinitiativen und die Gewerkschaft Verdi gemeinsam am Montag am Flughafen. Die Initiative für die gemeinsame Aktion ging von Oberbürgermeister Feldmann aus. Feldmann ist von Beginn seiner ersten Amtszeit an mit den Fluglärm-Bürgerinitiativen im Austausch und hat in seinem Dezernat die „Stabsstelle Fluglärmschutz“ eingerichtet. „Ich bin davon überzeugt, dass der Flughafen insgesamt nur erfolgreich sein kann, wenn die negativen Auswirkungen für die Anwohner so gering wie möglich gehalten und er von den Beschäftigten als guter Arbeitgeber wahrgenommen wird. Solange dieser Zustand nicht erreicht ist, müssen wir für Verbesserungen kämpfen. Die Forderungen von Bürgerinitiativen und Verdi eint vieles, deshalb war es mir wichtig, beide Seiten zusammenzubringen“, sagte Feldmann.

Besonders das Thema Billig-Airline bringt Fluglärm-Bürgerinitiativen und Verdi zusammen: Durch die Fluggesellschaft Ryanair wurde das Nachtflugverbot mehrfach verletzt, was die Anwohner enorm belaste. Gleichzeit mache die Billig-Airline Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen. Dies gelte sowohl für das fliegende Personal als auch für die Beschäftigten am Boden am Flughafen. Lange wurde den Beschäftigten ein Tarifvertrag verweigert. „Gute Bezahlung für gute Arbeit, das ist leider an vielen Arbeitsplätzen am Frankfurter Flughafen nicht die Regel“, sagte Rosi Haus, Geschäftsführerin des Verdi Berzirks Frankfurt und Region. Verdi kämpfe gegen Niedriglöhne, Lohndumping und für gute Arbeitsplätze. Ebenso wichtig sei für die Gewerkschaft der Schutz der Anwohner im weitesten Sinne vor Fluglärm und in der Nacht, fuhr Haus fort.

Wolfgang Heubner vom Organisationsteam der Montagsdemos des Bündnis der Bürgerinitiativen und Sprecherkreis der Bürgerinitiative Sachsenhausen, spricht sich für eine Reduzierung von Lärm und Schadstoffen aus. Diese ginge nur über eine Reduzierung der Flugbewegungen. „Wir kämpfen für die Wiederherstellung eines lebenswerten Rhein-Main-Gebietes für alle seine Bürger sowie für eine faire Bezahlung und Tarifverträge der Mitarbeiter am Flughafen“, so Heubner.
15. Mai 2019
ffm/ ez
 
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