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Sexuelle Übergriffe an der Universität
 

Sexuelle Übergriffe an der Universität

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Mutmaßlicher Täter durch Lockvogel gefasst

Foto: leg
Foto: leg
Im Fall der sexuellen Nötigungen auf dem Campus Westend hat die Polizei einen Fahndungserfolg vermeldet: Dank verdeckter Ermittlungen konnten Beamte am Samstag einen mutmaßlichen Täter festnehmen.
Wie wir vergangene Woche berichteten, hatte die Polizei seit Ende Januar nach zwei Männern gesucht, die zwischen Oktober 2017 und Januar 2018 mehrere Studentinnen auf dem Campus Westend der Goethe-Universität sexuell belästigt haben sollen. Einen der mutmaßlichen Täter hat die Polizei nun offenbar gefunden. Laut Staatsanwältin Nadja Niesen wird ihm sexuelle Nötigung in drei Fällen vorgeworfen.

Fahndungserfolg dank verdeckter Ermittlungen
Wie die Polizei am Montagmittag bekannt gab, konnte der Mann am späten Samstagabend gegen 23.50 Uhr in der Miquelanlage festgenommen werden. Der 28-Jährige hatte zuvor eine verdeckte Ermittlerin angesprochen, sich mit ihr auf eine Parkbank gesetzt und sexuelle Andeutungen im Gespräch gemacht. Als er unvermittelt seine Hose aufknöpfte und die Frau zu sexuellen Handlungen aufforderte, gab sie sich als Polizistin zu erkennen. Der Mann habe nicht versucht zu fliehen und wurde festgenommen.

DNA-Spur als Beweis
Eine freiwillige Speichelprobe des Verdächtigen konnte anschließend von Kriminaltechnikern dem Täter des ersten bekannten Falls vom Oktober 2017 zugeordnet werden. Bei dem Vorfall am 6.10.2017 waren DNA-Spuren des Täters an der Jacke des Opfers gefunden worden. „Die Speichelproben stimmen zweifellos überein“, sagte Polizeivizepräsident Walter Seubert.

Die Beamten sind sicher, in dem indischen Staatsbürger den Täter von drei der bekannten Vorfälle gefunden zu haben. Aufgrund von Uhrzeit, Tathergang und Täterbeschreibung ordnet die Polizei die Taten in der Miquelallee/Siolistraße im Oktober 2017, Dezember 2017 und Januar 2018 dem gleichen Täter zu.

Festgenommener Mann bestreitet Vorwürfe
Wie Staatsanwältin Nadja Niesen mitteilte, bestreitet der mutmaßliche Täter die Vorwürfe. Die gefundene DNA-Spur sei aber „ein sehr sicherer Nachweis einer Täterschaft“, bekräftigte sie. Der Mann wurde noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt, der wegen sexueller Nötigung Haft erlassen habe. Der mutmaßliche Täter, der nach eigenen Angaben seit etwa zwei Jahren in Deutschland ist und eine befristete Aufenthaltserlaubnis innehat, sitzt nun in Untersuchungshaft.

Polizei sucht nach dem zweiten Täter
In einem vierten Fall von sexueller Nötigung auf dem Universitäts-Campus Westend läuft weiter die Fahndung. Wie Vizepolizeipräsident Seubert mitteilte, arbeite die Arbeitsgruppe der Polizei „unter Hochdruck“ daran, auch den zweiten Mann zu finden. Dieser hatte eine junge Frau am 27. Januar 2018 am Theodor-W.-Adorno-Platz auf dem Unicampus Westend sexuell belästigt.

Laut Seubert sei es nicht auszuschließen, dass noch weitere Frauen in der Nähe des Campus‘ sexuell belästigt wurden. Er bittet daher potentielle Opfer, sich bei der Polizei zu melden und Strafanzeige zu stellen, um so die Täterbeschreibung des zweiten Mannes zu verfestigen. „Wir dulden keine sexuellen Übergriffe auf Frauen in unserer Stadt und nehmen die Vorwürfe sehr ernst“, sagte Seubert.

Dieser Artikel wurde am 12.02. um 16.30 Uhr aktualisiert.
12. Februar 2018
nic
 
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Leser-Kommentare

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Christian Six Spreen am 13.2.2018, 14:37 Uhr:
Verstehe nicht, warum die Polizei ihre Fahndungsmethoden den Medien gegenüber erläutert und es damit zukünftigen bzw anderen Tätern evtl. leichter macht...
 
Uwe Looschen (Pringles-AUTOMATde) am 13.2.2018, 14:23 Uhr:
Gott sei Dank, gefaßt. Weiter so.
 
 
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