Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Gesellschaft
Startseite Alle NachrichtenGesellschaft
STICKER RECHTSEXTREMER GRUPPEN IM WESTEND
 

STICKER RECHTSEXTREMER GRUPPEN IM WESTEND

0

Hass und Hetze verschandeln Frankfurt weiterhin

Foto: Ruben Gerczikow
Foto: Ruben Gerczikow
Vergangenen Juli wurden vermehrt rechtsextreme Aufkleber im Bereich Westend und Hauptbahnhof entdeckt. Bürgermeister Uwe Becker teilte daraufhin mit, dass diese zeitnah entfernt werden. Wie sich nun zeigt, besteht das Problem jedoch weiterhin.
Im Juli dieses Jahres berichtete das JOURNAL FRANKFURT über Aufkleber mit rechtsextremen Motiven, die im Bereich Hauptbahnhof und Westend seit Januar vermehrt aufgetaucht waren. Kurze Zeit später kündigte Bürgermeister und Antisemitismus-Beauftragter Uwe Becker (CDU) an, dass die Aufkleber zeitnah entfernt werden sollen. „In unserer weltoffenen und toleranten Stadt ist kein Platz für Hass und Ausgrenzung. Rechtsradikales Gedankengut, wie es mit den Aufklebern verbreitet wird, hat im öffentlichen Straßenraum nichts verloren“, so Becker im Juli. Doch wie sich jetzt zeigt ist das Problem auch fünf Monate später nicht behoben.

Geplant war eigentlich, dass die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) gezielt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzen, die mit Segways in der Stadt unterwegs sind, um Missstände zu dokumentieren und zu beheben. Doch Ruben Gerczikow, Vorstandsmitglied der Jüdischen Studierendenunion Deutschland, konnte seitdem keine wirkliche Verbesserung erkennen. Er sei regelmäßig in dem Bereich rund um die Synagoge unterwegs. Zwar seien einige von ihnen dort abgekratzt gewesen, nach einer professionellen Reinigung durch die FES habe es allerdings in seinen Augen nicht ausgesehen.



Anfang November machte Gerczikow erneut auf die Missstände aufmerksam. Auf Twitter zeigte er Fotos von verschiedenen Stickern mit Hetz-Motiven, die im Westend angebracht waren. Die Stadt reagierte auf den Post und gab an, die Informationen weiterzuleiten. Seitdem soll sich allerdings nichts geändert haben, so Gerczikow. „Es hängen immer noch sehr viele dieser Aufkleber dort“, berichtet er. Auch die Graffiti des Frankfurter Sprayerkollektivs „DNS“, bei denen der Buchstabe D von Unbekannten übersprüht wurde, sodass noch die Abkürzung „NS“ überbleibt, wurden nicht entfernt. „Es ist enttäuschend, dass diese Sache offenbar nicht so ernst genommen wird, wie sie es sollte“, sagt Gerczikow.

Die Stabstelle Sauberes Frankfurt bestätigt, dass es Anfang November eine Meldung über solche Aufkleber im Westend gab. Danach habe es auch eine entsprechende Reinigung gegeben. Unklar ist allerdings, ob es sich dabei um die Meldung der Stadt, die Gerczikows Nachricht weiterleiten wollte, handelt. Generell sei dabei auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen, da nur bei Meldung dieser Aufkleber oder Graffiti gehandelt werde, dann allerdings unverzüglich, wie es heißt. Diese Meldungen kommen allerdings nicht besonders häufig vor. Zuletzt habe es eine Meldung über solche Sticker am Rothschildpark gegeben, die daraufhin entfernt wurden.
 
16. Dezember 2019, 13.27 Uhr
Elena Zompi
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Gesellschaft
 
 
Neubebauung auf Gelände des AfE-Turms
0
„99 West“ heißt jetzt Senckenberg-Turm
In Bockenheim wächst seit vergangenem Jahr das sogenannte „Senckenberg-Quartier“ mit zwei Wohn- und Bürotürmen in die Höhe. Der Investor und die Dr. Senckenbergische Stiftung haben sich nun entschlossen den „99 West“ in Senckenberg-Turm umzubenennen. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Commerz Real
 
 
Ordnungsverfahren eingestellt
0
Keine Folgen nach „Fahrstuhlgate“
Nach dem sogenannten „Fahrstuhlgate“ im vergangenen April hatte der Kreis Gießen gegen fünf Personen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Nun wurde das Verfahren eingestellt. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Ministerpräsident Volker Bouffier besuchte vergangenen April unter anderem mit Jens Spahn und Kai Klose die Gießener Uniklinik. Das Foto des überfüllten Fahrstuhls entstand bei diesem Besuch. © Staatskanzlei/T.Lohnes
 
 
Über das Bahnhofsviertel, seinen Reiz und die Probleme, wird viel diskutiert. Mit der Corona-Pandemie treten zahlreiche Schwierigkeiten noch deutlicher zutage. Ein Aktionsbündnis will nun die Stadt mit einer Petition zum Handeln zwingen. – Weiterlesen >>
Text: Sinem Koyuncu / Foto: © Sinem Koyuncu
 
 
 
Nachdem am Dienstag der letzte Bieter für die geplante Multifunktionsarena am Kaiserlei abgesprungen ist, rückte das Projekt erneut in weite Ferne. Nun plant der Basektballverein Fraport Skyliners der Stadt ein eigenes Angebot zu unterbreiten. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Fraport Skyliners
 
 
Bei einer hessenweiten Razzia hat die Polizei sechs Wohnungen von Personen aus der rechten Szene durchsucht. Wie das hessische Innenministerium mitteilte, wurden dabei unter anderem Waffen und NS-Devotionalien sichergestellt. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Symbolbild © Bernd Kammerer
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1564