Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
Startseite Alle NachrichtenPanorama
„Rock gegen Rechts“ am Samstag
 

„Rock gegen Rechts“ am Samstag

0

Statement in stürmischen Zeiten

Foto: Austin Neill/Unsplash
Foto: Austin Neill/Unsplash
Das Open-Air-Festival "Rock gegen Rechts" fand 1979 zum ersten Mal in Frankfurt statt, um einem NPD-Treffen entgegenzuwirken. Fast vierzig Jahre später erheben verschiedene Musiker auf dem Opernplatz wieder ihre Stimme, um ein Zeichen für Solidarität und Frieden zu setzen.
Als am 17. Juni 1979 die NPD in Frankfurt ein Deutschlandtreffen plante, versammelten sich rund 30 000 Jugendliche am selben Tag auf dem Rebstockgelände, um gegen die nationalsozialistische Partei zu demonstrieren. Mit dem Open-Air-Festival „Rock gegen Rechts“ gelang es den Protestierenden, der rechten Veranstaltung durch ausgelassene Musik und einer fröhlichen Atmosphäre entgegenzuwirken. Im Jahre 1998 folgte ein zweites Konzert, und nun – fast 40 Jahre nach dem ersten Konzert – veranstaltet ein breites gesellschaftliches Bündnis unter der Federführung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) das Festival zum dritten Mal.

Am kommenden Samstag, den 1. September, werden Frankfurter, Freunde, Familien und Bürger aus der Umgebung zum Opernplatz geladen, um gemeinsam eine Botschaft in die Welt zu tragen. Da das Thema Menschenfeindlichkeit auch heute noch mit der Flüchtlingsdebatte aktuell ist, ist es den Veranstaltern wichtig, wieder ein Zeichen für Frieden und Solidarität zu setzen. Hauptorganisator Philipp Jacks von der DGB freut sich über die bisher positiven Rückmeldungen für das Konzert: „Wir wollen ein Zeichen setzen für eine Gesellschaft, in der Solidarität und Frieden die obersten Maxime sind.“ Die menschenfeindlichen Stimmen sollen die menschenfreundliche Mehrheit nicht übertönen.

Deshalb werden zwölf Musiker die Bühne auf dem Opernplatz bespielen und ihre Stimme gegen Rechts erheben, unter anderem Alex im Westerland, Fee, die Azzis mit Herz, Sookee, Gastone und Shantel. Letzterer hat jüngst erst Erfahrungen mit Rassismus machen müssen. Der Musiker schilderte einen Vorfall auf einer Bahnfahrt vom Flughafen in die Frankfurter Innenstadt, wo ihm eine Kette mit Davidstern vom Hals gerissen wurde. „Wir haben es mit einem intellektuellen Klimawandel zu tun,“ sagte der Künstler und kritisierte daraufhin den Auftritt der Band „Böhse Onkelz“ in Frankfurt. „Vom Saulus zum Paulus ist in Deutschland immer die bessere Story, das sieht man an Bushido und Kollegah. Die Böhse Onkelz sind keine Neonaziband,“ ergänzte Shantel, doch werden derzeit in Deutschland viele Aussagen getroffen „verpackt unter dem Deckmantel: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann unterstützt die Veranstaltung ebenfalls: „Frankfurt ist die Stadt des Handels.“ Er bezeichnet den Tag im Januar 2015, als Frankfurter gegen den Pegida-Ableger Fragida protestierten, als stolzesten Tag seiner Amtszeit. Das habe dazu geführt, „dass es keine Fragida gibt“, so Feldmann und betont: „Man hakt sich unter, wir lassen uns nicht einschüchtern.“ Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber fügt hinzu: „Wir wollen unsere Stadt so behalten wie sie ist: vielfältig, tolerant, weltoffen. In Frankfurt ist kein Platz für Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Frankfurt ist der richtige Ort, weil die multikulturelle Realität Teil unserer Stadt ist.“

Die Stadt Frankfurt fördert das Event mit 30.000 Euro. Neben den Konzerten der oben genannten Künstler wird es auch 30 verschiedene Infostände geben. Das kulinarische Angebot ist dabei mit veganem und vegetarischen Streetfood sowie argentinischen Steaks und türkischen Köstlichkeiten genauso vielfältig wie die Besucher, die erwartet werden. Darüber hinaus gibt es viele Angebote für Kinder wie eine Spielwiese, Glitzertatto-Stände, einen Kletterturm, Bogenschießen und einiges mehr.

>>Konzert „Rock gegen Rechts, 1.9., 12-22 Uhr, Opernplatz Frankfurt, Eintritt frei, sämtliche Informationen zum Programm auf: www.rock-gegen-rechts.info
24. August 2018
vh/ms
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Die B-Ebene des Frankfurter Hauptbahnhofes ist kein schöner Ort, da sind sich wohl alle einig. Die Deutsche Bahn plant nun Modernisierungsmaßnahmen, mit denen sich dies bis Ende 2024 ändern soll. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Journal Frankfurt
 
 
UNESCO-Welttag des Buches
0
Lesung im Instituto Cervantes
Heute, am 23. April, ist UNESCO-Welttag des Buches. In Frankfurt wird dieser Tag besonders im Instituto Cervantes gefeiert. Dort steht der Roman „Don Quijote de la Mancha“ im Mittelpunkt. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: unsplash/ Jessica Ruscello
 
 
Im Gespräch mit Pierre Debs
0
Cannabis auf Rezept
Bis vor einigen Jahren ging es beim Thema Cannabis häufig nur um dessen Nachteile. Immer mehr Schmerzpatienten erhalten mittlerweile den legalen Zugang zu einem jahrtausendealten Produkt. Die Branche expandiert und findet auch an der Börse ihren Platz. – Weiterlesen >>
Text: Sheera Plawner / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
 
Die besten Tipps fürs Osterwochenende
0
Das bietet Frankfurt an Ostern
Ostern steht vor der Tür und für die meisten bedeutet das: vier Tage frei. Damit in der Zeit keine Langeweile aufkommt, haben wir die besten Veranstaltungen in den Bereichen Theater, Oper/Klassik, Nightlife, Kinder, Kunst, Rock/Pop und Sonstiges zusammengetragen. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: ABa81/Pixelio
 
 
Fritz Bauer Institut forscht zum KZ Katzbach
1
Erschütternde Verdrängung
Bis heute ist vielen nicht bewusst, dass sich mitten in Frankfurt ein Konzentrationslager befand: Das KZ Katzbach in den Adlerwerken. Die Stadt hatte das Fritz Bauer Institut mit der Erforschung der Geschichte beauftragt, nun wurden die ersten Teil-Ergebnisse vorgestellt. – Weiterlesen >>
Text: hes/ffm / Foto: wch
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1473