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Einweihung St. Katharinen- und Weißfrauenstift
 

Einweihung St. Katharinen- und Weißfrauenstift

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Wo Frauen seit 650 Jahren geholfen wird

Foto: Christoph Boeckheler
Foto: Christoph Boeckheler
Die älteste noch aktive Stiftung Frankfurts sorgt seit ihren Ursprüngen im Mittelalter für alleinstehende, finanziell bedürftige Frauen. Mit der Einweihung am 12. September hat der St. Katharinen- und Weißfrauenstift ihren festen Verwaltungssitz jetzt wieder in der neuen Altstadt.
Im Herzen Frankfurts, nicht weit vom Dom, befindet sich im Hof zum Rebstock die Verwaltung des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts. Am Mittwoch wurden die neuen Räume offiziell eingeweiht, mit einem Spritzer Weihwasser des Stadtdekans Johannes zu Eltz.

Die Stiftung soll eine erste Anlaufstelle für Frauen sein, die Hilfe benötigen. Der Sozialdienst hilft Frauen mit der Auszahlung von Renten und Beihilfen, Beratung und Betreuung. Zudem trägt sie mit Freizeitangeboten wie beispielsweise Ausflügen, Wanderungen, Pilgerreisen und Stammtischen zum Gemeinschaftsleben und Wohlbefinden der Seniorinnen bei. Zu den Angeboten gehören auch eine einwöchige Weihnachtsreise und bei Bedarf ein zweiwöchiger Kuraufenthalt. Die Stiftung finanziert sich über die Zinsen aus der Vergabe von Erbbaurechten, der Vermietung von Immobilien und aus der Verpachtung von landwirtschaftlichen Flächen in Frankfurt und Umgebung.

Der katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz und der evangelische Stadtdekan Achim Knecht haben am Mittwoch in der Altstadt die neuen Räumlichkeiten der Stiftung eingeweiht. „Von Anfang bis heute war es das Ziel, alleinstehende Frauen zu unterstützen“, sagte Knecht über das 650 Jahre Engagement der Stiftung: „Öffentliche Leistungen in Form von sozialen Leistungen gab es damals noch nicht.“ Ein Bibelvers im Brief an die Galater beschreibt die Motivation der Stiftung von den Anfängen im Mittelalter bis heute: „Einer trage des anderen Last…“.

Die Wurzeln der Stiftung liegen im mittelalterlichen Weißfrauenkloster und dem St. Katharinenkloster und gehen 650 Jahre zurück. Bereits 1227/28 gründeten Frankfurter Bürger das Weißfrauenkloster am Hirschgraben als Resozialisierungsmaßnahme für Prostituierte. Später wandelte sich das Kloster in eine Versorgungseinrichtung für Frauen der Frankfurter Bürgerschaft. Erst 1959 kam ein weiterer Stiftungszweck hinzu: Bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum für Seniorinnen zu errichten. Die erste Anlage entstand 1963, im Moment ist in der Schwarzburgstraße im Nordend die siebte Wohnanlage der Stiftung im Bau. Die bestehenden sechs Häuser, mit täglicher oder wöchentlicher Betreuungsmöglichkeit, sind über das Frankfurter Stadtgebiet verteilt.

Stiftungsdirektorin Ursula Poletti betonte, dass es für die Stiftung ein Anliegen sei, „dass die neue Frankfurter Altstadt auch ein Ort für finanziell nicht so gut situierte Frankfurter Seniorinnen und Senioren wird“. Deshalb vermietete die Stiftung dem Frankfurter Verband Räume im Erdgeschoss des Hofes zum Rebstock, damit er dort ein Café betreiben kann, in dem Gäste mit Frankfurt-Pass Vergünstigungen bekommen.
17. September 2018
Ardita Kolari
 
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Leser-Kommentare

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AUFKLÄRUNG Bibel und Christentum am 17.9.2018, 15:12 Uhr:
"... mit einem Spritzer Weihwasser des Stadtdekans Johannes zu Eltz."
In welchem Jahr leben wir noch einmal? Im Jahr 1718 oder im Jahr 2018?

Es ist toll, dass die Stiftung "St. Katharinen- und Weißfrauenstift" finanziell bedürftige Frauen unterstützt. Doch ich frage mich woher denn die Kohle dieser Stiftung kommt. Natürlich von unseren Ahnen. Unsere Ahnen hat die kath. Kirche verdummt, sie wurden belogen, betrogen, genötigt, arglistig getäuscht. Die oberste Hierarchie der Kirche betrieb Dokumentenfälschung, Erbschleicherei, Raubmord ... Man hat unseren Ahnen den Zehnten aus den Leibern gepresst, ihnen Angst eingejagt und mit der Zuckerbrot- und Peitschemethode gefügig gemacht. Die Kohle der besagten Stiftung ist Blutgeld unser Ahnen und dieses kriminell "erworbene" Geld wird jetzt "grosszügig" an die besagten älteren Damen verteilt und diese müssen den Schabernack noch mitmachen und sich als gutgläubige Christen ausgeben, damit sie auch ein bissele von dem Blutgeld profitieren können.
HERR schmeiss Hirn vom Himmel oder noch besser "Johannes bespritz mich mit Weihwasser!"
Ich schüttel nur noch ungläubig den Kopf.
 
 
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