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Ehrenplakette der Stadt Frankfurt
 

Ehrenplakette der Stadt Frankfurt

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Bruder Paulus wurde von Feldmann ausgezeichnet

Foto: Salome Roessler
Foto: Salome Roessler
Für sein soziales Engagement und Wirken wurde der medial viel beachtete Leiter des Kapuzinerklosters, Bruder Paulus (Terwitte), von Oberbürgermeister Peter Feldmann mit der Ehrenplakette ausgezeichnet.
Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Freitag feierlich die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main an Paulus Terwitte – auch bekannt unter seinem Ordensnamen Bruder Paulus – verliehen, auch wenn diese Würdigung in der Bevölkerung nicht nur auf Gegenliebe gestoßen ist. Der Ordensmann und katholische Seelsorger ist Leiter des Kapuzinerklosters und für sein Engagement in der Obdachlosenarbeit bekannt. „Sie sind mehr als würdig, mit der Ehrenplakette ausgezeichnet zu werden“, wertschätzte Feldmann Bruder Paulus im Kaisersaal des Römers. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich neben anderem auf sozialem, kommunalpolitischem und kulturellem Gebiet um Frankfurt verdient gemacht und so zu höherem Ansehen der Stadt beigetragen haben.

Paulus Terwitte ist eine der prägenden Persönlichkeiten des Ordens. Er kam 1998 als Leiter – in der Ordenssprache Guardian – nach Frankfurt. Nach Unterbrechungen übt er seit 2010 diese Funktion wieder aus. Der Orden mit seinem Kloster in der Liebfrauenkirche nahe der Hauptwache verfügt über eine lange Tradition in der Obdachlosenarbeit in der Stadt. Seit 1992 betreibt er den „Franziskustreff“, der Menschen auf der Straße ein Frühstück, Aufenthalt im Warmen, Sozialberatung und viele praktische Hilfen bietet. Bruder Paulus führte die Einrichtung bis 2015 und ist seit 2013 Leiter der gleichnamigen Stiftung. Zusätzlich hat er sich als Seelsorger mit seiner Medienarbeit zu sozialen, politischen, wirtschaftlichen und religiösen Themen einen Namen gemacht.

„Sie stärken das Bewusstsein obdachloser Menschen für ihre eigene Stärke. Es ist nicht Mitleid, was die Menschen brauchen, sondern Ermutigung“, sagte Feldmann. Bürgerschaftliches Engagement habe Frankfurt zu dem gemacht, was es heute ist. Es gebe Ehrenamtliche in allen Bereichen der Gesellschaft. „Das ist die Solidarität unserer Großstadt!“, sagte der Oberbürgermeister und fügte an Bruder Paulus gewandt hinzu: „Ihr Engagement schärft den Blick für dieses kostbare gesellschaftliche Gut – das Miteinander!“ „Sie haben Frankfurt in einem Interview als ‚sozial warm‘ beschrieben. Das sehe ich genauso.“

Feldmann würdigte zusätzlich das seelsorgerische Wirken des Ordensmannes. „Mit Menschen sprechen, über Werte, über das Miteinander, das ist Ihre Berufung. Nicht nur als Beichtvater, sondern als Mensch, der mitten in Frankfurt die Vielschichtigkeit der Großstadt erlebt“, sagte der Oberbürgermeister. Dabei ging er auf die deutschlandweite Bekanntheit des Geehrten ein: „Sie, lieber Bruder Paulus, und Ihre Taten wirken über die Stadtgrenzen hinaus“ sagte Feldmann. Er forderte Paulus Terwitte auf, die Stadt weiterhin mit seinem Wirken zu bereichern: „Sehr viele Menschen zählen auf Sie und wir zählen auf Sie!“
12. Februar 2018
kus/nb
 
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Leser-Kommentare

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Thomas B. Reichert am 12.2.2018, 16:58 Uhr:
Zitat "Der Ordensmann und katholische Seelsorger ist Leiter des Kapuzinerklosters und für sein Engagement in der Obdachlosenarbeit bekannt."
Ja, ich erinnere mich:Bruder Paulus hat die Stadtpolizei auf Eisenbahn-Reiner gehetzt. www.fnp.de/lokales/frankfurt/Moench-loeste-Wirbel-um-Eisenbahn-Reiner-aus;art675,2251942
Wirklich tolle Obdachlosenarbeit.

Nur noch einmal zur Erinnerung: Bruder Paulus profitiert von dem Blutgeld, dem blutigen Geld unserer Ahnen. Religionen basieren nicht auf Glauben oder Aberglauben - sie sind logisch konstruierte Irrlehren.
 
Götz Wörner am 12.2.2018, 14:41 Uhr:
Paulus schrieb an die Apatschen:
Ihr sollt nicht nach der Predigt klatschen.

Paulus schrieb an die Komantschen:
Erst kommt die Taufe, dann das Plantschen.

Paulus schrieb den Irokesen:
Euch schreib ich nichts, lernt erst mal lesen.

Robert Gernhardt
 
 
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