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Die Verantwortlichen sind bislang unbekannt
 

Die Verantwortlichen sind bislang unbekannt

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Rassistisches Plakat in der U4 sorgt für Empörung

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Am Montagmorgen wurde von den Fahrgästen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main ein rassistisches Plakat in der U-Bahnlinie U4 entdeckt. Wer dahinter steckt, ist bislang noch unklar. Die VGF distanziert sich vom Inhalt.
Am gestrigen Montag sorgte ein rassistisches Plakat in der U-Bahnlinine 4 für Aufregung: Darauf ist ein schwarzer Junge abgebildet, der um die Ecke schaut. Daneben steht in großen Buchstaben geschrieben „Alle fahren schwarz“. Angeblich stammt das Plakat von einem Unternehmen namens B&S beziehungsweise Babel & Siko. Doch was das für ein Unternehmen ist oder ob es überhaupt tatsächlich existiert, ist bisher unklar.

Erst als der Frankfurter Linken-Politiker Martin Kliehm ein Foto davon auf Twitter teilte, wurden immer mehr Menschen darauf aufmerksam. Mit den Worten „Was ist das für ein rassistischer Mist?!“ wendete er sich Montagvormittag empört an die VGF.




Das Plakat ist in einen Rahmen für offizielle Werbeplakate eingebettet, sodass man zunächst meinen könnte, dass es die VGF selbst angebracht hat. Zudem ähnelt das vermeintliche Unternehmenslogo „B&S“ sehr stark dem der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main. Auf Anfrage erklärte diese jedoch, dass sie selbst erst über die sozialen Medien davon erfahren habe. Derzeit versuche man der Sache auf den Grund zu gehen. Das Plakat werde auf jeden Fall entfernt. Zudem distanziere man sich vom Inhalt, so die Pressesprecherin der VGF.

Weiteres Plakat aufgetaucht

Inzwischen wurde ein weiteres Plakat entdeckt. Auf schwarzem Hintergrund steht in großen weißen Buchstaben geschrieben: „Wie nennt man jemanden der die AfD gewählt hat? Opfer!“ (sic). Auch hier wieder mit dem Logo „B&S“ geworben.
 
4. Juni 2019, 10.46 Uhr
Simge Selvi
 
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Fotogalerie:
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Tobías Rûger am 5.6.2019, 14:43 Uhr:
Wenn man bedenkt, dass die U-Bahn-Kontrolleure überwiegend einen Migrationshintergrund haben, stellt sich natürlich auch der Satz 'Augen auf die Kontros' als üble rassistische Beleidigung dar.
 
Brandenburger Mark am 4.6.2019, 13:31 Uhr:
Letztendlich kann es auch eine soziologische Feldstudie sein, die weder das eine oder ander Motiv besitzt, bei der es gar nicht um das Plakat geht, sondern darum, was andere daraus machen....
 
Brandenburger Mark am 4.6.2019, 13:20 Uhr:
Ein Stadtverordneter behauptet es sei rassistisch und alle stimmen mit ein. Keiner weiß bisher was dahinter steckt, aber man ist sich einig, daß es rassistisch ist.

Hier mal meine Gegeninterpretation aufgrund der gleichen Menge an Informationen (also so gut wie keiner), wie sie auch den Echauffierern zur Verfügung steht:

Es kann genau so gut ein antirassistisches Plakat sein.

Oberzeile: "Auge auf die Kontros."

Ich fahre nicht oft mit der Bahn, aber wenn, dann konnte ich fast immer folgende Beobachtung machen. Währen von den Kontrolleuren die "weißen" Fahrgäste mit gebotener Höflichkeit und Grußformel um die Fahrscheine gebeten wurden, werden "farbige" Fahrgäste mitunter recht harsch mit einem kurzen, unfreundlichen "Fahrschein?". in dem eine gehörige Portion Unterstellung mitschwingt, angeraunt.

Also kann mit diesem Plakat genau so gut Zivilcourage eingefordert werden, daß Fahrgäste die Kontrolleure daraufhin "kontrollieren", daß diese keine rassistisch motivierten Handlungsweisen an den Tag legen.

Bin mal gespannt, wie sich das entwickelt und wer am Ende "mea culpa" zu sagen haben wird.....
 
 
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