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Deutscher Integrationspreis
 

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"Gebt uns Fünf!": Refugees Welcome machen Crowdfunding

Foto: Refugees Welcome
Foto: Refugees Welcome
Fünf Projekte aus Frankfurt haben sich für den Deutschen Integrationspreis beworben. Insgesamt sind es 40, die um die Unterstützung der Crowd werben. Wir haben die Macher des Projekts "Refugees Welcome" getroffen.
"Es ist eine Win-Win-Situation", sagt Miriam Mandryk. "Wir haben viel durch das Projekt gelernt, viele Kontakte geknüpft. Auch rechtlich", sagt sie und lacht. Sie war von Stunde null an dabei, als das Projekt Refugees Welcome ins Rollen kam. Das war im August 2015. Ein Jahr später ist das Projekt auch ein eingetragener Verein mit dem schönen Namen "Refugees Welcome Frankfurt zeigt Herz e.V." Bis heute haben sich über 6600 Mitglieder für die Facebook-Gruppe angemeldet und verfolgen was sich aktuell so tut.

Und das ist zur Zeit einiges: Denn der Verein hat sich auf den Deutschen Integrationspreis beworben. Mit dem Preis will die Hertie-Stiftung Integrationsprojekte fördern, finanzieren und auszeichnen. Dafür müssen sich die Projekte allerdings erst einmal in einem Crowdfunding-Contest bewähren. Auf der Plattform startnext stellen sich die unterschiedlichen Projekte vor. Aus ursprünglich 100 Projekten wählte die Stiftung 55 aus, die am Crowdfunding teilnehmen dürfen. Davon wiederum können 20 Teilnehmer die Unterstützung der Hertie-Stiftung gewinnen.

Ein nachhaltiger Ansatz
Frankfurter Projekte wie die Schneiderwerkstatt Stitch by Stitch, in der geflüchtete Frauen für lokale Modelabels nähen, der Verein Academic Experience Worldwide, der akademischen Flüchtlingen beim Ankommen hilft oder die Initiative Zubaka, die ausländische Kinder in den Intensivklassen fördern will nehmen an dem Wettbewerb um den Deutschen Integrationspreis teil.

Der Grundgedanke von "Refugees Welcome" ist es, den Flüchtlingen ihre Zeit zu schenken und ihnen beim Ankommen zu helfen. Anstelle von vereinzelten, kurzweiligen Aktionen bietet der Verein nachhaltige Projekte an, die bei der Integration in die Stadtgesellschaft helfen sollen. Das beinhaltet Deutschkurse, ein Sportprojekt mit der SG Bornheim, das Kochprojekt "Chefsache" und sogenannte "Paten". Rund 30 solcher Patenschaften gibt es. Dabei helfen die Paten den Flüchtlingen mit Behördengängen und bei sonstigen Dingen, die es zu bewältigen gibt. Bevor es jedoch zu solch einer Patenschaft kommt, müssen die Ehrenamtler einen Workshop absolvieren, in dem sie lernen wie man zum Beispiel damit umgeht, dass manche Flüchtlinge Traumata haben.

"Gib mir Fünf!"
Nicht selten entstehen aus den Patenschaften, den Deutschkursen oder anderen Aktivitäten Netzwerke und Freundschaften. Kristin Werner zum Beispiel hat über "Refugees Welcome" Ayaz Morad kennengelernt. Der kam als Schüler im Herbst 2015 zum Deutschkurs. Doch schon zwei Monate später wechselte er in einen richtigen Integrationskurs. Mittlerweile ist er auf C1 Niveau. Der 23-jährige Syrer gehörte zu denen, die den „Marsch der Hoffnung“ organisierten, gut tausend Flüchtlinge, die zur Autobahn aufbrachen, um zu Fuß die 175 Kilometer nach Österreich zu laufen. Morad möchte Politikwissenschaft in Frankfurt studieren. Einen Bachelor in englischer Literatur hat er schon. "Er ist einfach ein Kumpel", sagt Werner. Letztens habe sie Möbel bekommen und ihr Freund sei nicht zu Hause gewesen. Da habe sie Morad angerufen. "Er hat sich richtig gefreut mir einen Gefallen zu tun, um etwas zurückgeben zu können."

>> Refugees Welcome wirbt mit dem Motto "Gebt uns Fünf!" - Ihnen reicht ein Beitrag von Fünf Euro bereits aus. Wer spenden möchte, kann dies unter www.startnext.com/refugeeswelcomefrankfurt. Alle anderen Projekte zum Integrationspreis findet man unter www.startnext.com/pages/deutscher-integrationspreis#contest.

>> Refugees Welcome verlost unter den Spendern ein Osterkörbchen mit lauter Überraschungen. Mehr Informationen unter www.refugeeswelcomefrankfurt.de/zwischenspurt-im-crowdfunding-contest-wir-verlosen-einen-frankfurter-osterkorb/.

 
4. April 2017, 17.10 Uhr
Tamara Marszalkowski
 
Tamara Marszalkowski
Theaterredakteurin. Jahrgang 1987, Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Pädagogik in Frankfurt, seit 2015 beim Journal Frankfurt. – Mehr von Tamara Marszalkowski >>
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