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Behördenareal wird multifunktional
 

Behördenareal wird multifunktional

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Vom Bundesrechnungshof zu den Kornmarkt Arkaden

Foto: OFB
Foto: OFB
Es gibt Hoffnung, dass bis 2018 auf dem Areal des einstigen Bundesrechnungshofs ein Gebäudeensemble mit einem Motel One Hotel, 21 Wohnungen, Geschäften und modernen Büros entsteht.
Immerhin, große Teile des einstigen Bundesrechnungshofs sind abgerissen, der denkmalgeschützte Rest soll in das künftige Gebäudeensemble namens Kornmarkt Arkaden integriert werden. Bis Dezember soll der Bauantrag genehmigt sein, dann wird es hoffentlich endlich einen Ruck geben auf dem seit 2000 brachliegenden Areal zwischen Paulskirche und Theatertunnel. Bis zum Jahr 2018 sollen auf dem einstigen Behördengrundstück ein Hotel mit ungefähr 470 Zimmern der Hotelkette Motel One entstehen (Zimmerpreise 59–79 €), ferner sind 8900 Quadratmeter Büroflächen geplant. Weitere 950 Quadratmeter Fläche entfallen auf Handels- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss und auf 1900 Quadratmetern Nettofläche sollen insgesamt 21 Wohneinheiten mit 2- bis 4- Zimmerwohnungen entstehen, die zwischen 60 und 115 Quadratmeter groß sein sollen.

Der Projektentwickler OFB hat sich seit 2009 dem Areal angenommen, doch vor allem die unter Denkmalschutz stehende Bausubstanz aus dem Jahr 1953, die in einen Neubau integriert werden sollte, zögerte den Fortschritt des Projektes lange hinaus. Der vorsitzende Geschäftsführer der OFB, Alois Rhiel, erinnerte bei einer Informationsveranstaltung am Dienstag an das Gutachterverfahren im Jahr 2013, bei dem das Frankfurter Architektenbüro KSP Engel mit seinem nachgebesserten Entwurf überzeugen konnte. Der 2015 erfolgte Teilabriss des Bestandsgebäudes habe bei der Vermarktung geholfen, sagt Rhiel. „Es passiert endlich was!“. Für das Bauvorhaben müsse die Straßenführung geändert und die Bethmannstraße entlastet werden. Rhiel ist sich sicher, dass die Kornmarkt Arkaden, deren Namen sich auf die Historie des Quartiers bezieht, zur Stadtentwicklung beiträgt, die Innenstadt belebt und gleichzeitig ein Kulturdenkmal wahrt und die Verkehrsführung optimieren helfe, zumal es ganz neue Wegebeziehungen zwischen den künftigen fünf Gebäudetrakten gebe, die zuvor von dem monumentalen Behördengebäude verstellt gewesen sein.

„Das neue Gebäudeensemble wird das Bild der Innenstadt ergänzen“, ist sich Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) sicher. Es werde eine Schnittstelle zum Maintorareal bilden. Die geplanten breiteren Gehwege und eine klarere Verkehrsführung seien gut mit der Neugestaltung der Berliner Straße in Einklang zu bringen.

Architekt Jürgen Engel erläuterte, dass die historischen Bauteile bald wieder in ihrer urspünglichen Farbgebung erstrahlen sollen. Was heute an der Fassade eher gelblich erscheint, soll dann wie früher wieder kombiniert werden mit Schwarz und einem rotem Sandsteinton. Sorge bereite ihm jedoch noch die Berliner Straße, die trennend wirke. „Die Überwindbarkeit muss dringend geregelt werden.“ Derzeit ziert die Berliner Straße nur ein wenig dekorativer Fußgängerüberweg aus Waschbeton.

Bis 2018 soll an der Ecke von Kornmarkt und der Bethmannstraße ein achtgeschossiges, 23 Meter hohes Wohngebäude entstehen, das von den beiden T-förmig angeordneten historischen Gebäudeteilen abgetrennt ist, die ebenso für Büros genutzt werden wie ein weiterer Neubau entlang der Bethmannstraße. Das Motel One, welches als Budgethotel in der Innenstadt eine Marktlücke füllt, soll dann in die bauliche Spitze zwischen Berliner Straße und Bethmannstraße einziehen (siehe Bildergalerie).
 
23. September 2015, 10.42 Uhr
nb
 
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Fotogalerie: Kornmarktarkaden
 

Leser-Kommentare

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Tobías Rûger am 23.9.2015, 14:07 Uhr:
Wenn das Projekt ästhetisch und städtebaulich gelingen soll, gilt es, eine nicht unbedeutende Aufgabe zu bewältigen: Die Bebauung muss einen Übergang von der gründerzeitlichen Struktur (Frankfurter Hof) zu den Resten der Alttadt (Karmeliterkloster) und der Architektur der Aufbaujahre (Berliner Straße) leisten. Ich denke, vor diesem Hintergrund könnte der gezeigte Entwurf ein paar Verbesserungen vertragen. Insbesondere das riegelhafte stört mich. Gut dagegen finde ich das Material der Fassade und den Schwung des Grundriss' über das zungenhafte Grundstück.
 
 
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