Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
Startseite Alle NachrichtenPanorama
Aus Schulprojekt entstanden
 

Aus Schulprojekt entstanden

0

Bank gegen das Vergessen

Foto: © Nicole Nadine Seliger
Foto: © Nicole Nadine Seliger
Eine Parkbank, halb weiß, halb braun, erregte am Donnerstag die Aufmerksamkeit der Passanten am Merianplatz. Norbert Biba will mit seinem Kunstwerk an die südafrikanische Apartheid erinnern.
Diese Bank fällt auf. Sie ist zur Hälfe aus braunem Holz und zur Hälfte weiß gestrichen – und die Idee von Norbert Biba (Foto). Seine Parkbank soll an die Rassentrennung während der südafrikanischen Apartheid erinnern. Nach verschiedenen Standorten in Frankfurt war die Bank am Donnerstag am Merianplatz aufgestellt. Passanten bleiben stehen, fragen nach, kommen ins Gespräch. Biba freut sich, dass seine Bank zu Diskussionen anregt. „Ich möchte die Reaktionen nicht überhöhen, aber ich merke eine zunehmende Neugierde der Menschen.“

Ursprünglich war die Bank ein Schulprojekt an der Kleyerschule im Dornbusch. Biba hatte bei einem seiner Besuche in Südafrika – er ist dort als radelnder Botschafter Frankfurts bei Jedermann-Rennen unterwegs – im Apartheid-Museum in Kapstadt ähnliche Bänke gesehen. Diese waren mit der Aufschrift „Nur für Weiße/ Nur für Europäer“ versehen. Von seinen Aufenthalten in Südafrika inspiriert, ließ er die Bank 2014 an der Kleyerschule anfertigen. Zu dem Zeitpunkt hatte sich die Schweiz gerade für eine Beschränkung der Zuwanderung entschieden. Die Schüler hatten die Idee, die Aufschrift der Bank daher abzuwandeln, so Biba. Jetzt ist eine Seite „Nur für Schweizer“, die andere Seite für „Rest von Europa“ reserviert.


Foto: © Nicole Nadine Seliger

Zum Hinsetzen ist die Bank allerdings nicht gedacht, ein DinA4-Zettel weist darauf hin, dass es sich um ein Kunstwerk handelt. Zudem gebe es immer wieder Kaufinteressenten, doch Biba hat noch einen zweiten Zettel: „Kunstwerk. Nicht verkäuflich“ steht darauf.

Über den Winter ist die Bank im Scheck-in-Center im Ostend zu sehen, noch bis Mitte März soll das Kunstwerk dort stehen. Anschließend geht es nach Kassel. Wenn die Documenta in der nordhessischen Stadt ist, wird auch Biba seine Bank irgendwo in der Stadt aufstellen. Zuvor stand die Bank schon in der Braubachstraße und an der Berger Straße. Auch Offenbach war schon Standort der Bank, es soll weitere Anfragen aus der Umgebung geben. Sogar bis Südafrika hat sich sein Engagement herumgesprochen. Wenn Biba im März wieder beim größten Radrennen der Welt in Südafrika dabei ist, könnte auch dort über ihn berichtet werden. "Die Presse dort kennt solche Bänke, sie wollen irgendetwas mit meiner Geschichte machen". Die Reise der Bank geht weiter.
20. Februar 2017
Nicole Nadine Seliger
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Deutschlands zweitgrößter Porzellanhersteller, die traditionsreiche Höchster Porzellan-Manufaktur, hat nach Jahre langen Schwierigkeiten am Mittwoch beim Amtsgericht Frankfurt Insolvenz angemeldet. – Weiterlesen >>
Text: nb / Foto: nb
 
 
Mit bis zu 133 Kilometer pro Stunde fegte Orkan "Friederike" am Donnerstag durch Deutschland. Auch in Frankfurt musste die Feuerwehr ausrücken und sich um umgestürzte Bäume kümmern. Eine Person wurde leicht verletzt. – Weiterlesen >>
Text: nic / Foto: Feuerwehr Frankfurt
 
 
Ehemaliger Parkplatz an der Hauptbahnhof-Südseite
1
IntercityHotel schließt städtebauliche Lücke
Es tut sich derzeit sehr viel an der Südseite des Frankfurter Hauptbahnhofs. Auf dem einstigen Parkplatz entsteht nicht nur ein Fernbus-Bahnhof, sondern auch ein Hotel mit 400 Zimmern, das das Areal aufwerten soll. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Brevoord / Foto: CA Immo
 
 
 
Kulturdenkmal in der Innenstadt
0
Tief unter der Erde
Ein kleines blaues Schild weist in der Bleichstraße auf ein wertvolles Kulturdenkmal hin: die Kasematten. Unweit der Zeil liegt Frankfurts einziger unterirdischer Gewölbegang aus dem 17. Jahrhundert. Das Archäologische Museum bietet regelmäßig Führungen an. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Nadine Seliger / Foto: Nicole Nadine Seliger
 
 
Soll es lieber ein Gartenfest werden oder eine große Familienfeier in einer romantischen Location? Wird das Kleid eher schlicht oder pompös? Wer gerade seine Hochzeit plant, findet bei der Trau Dich Inspiration. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Brevoord / Foto: Trau Dich
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1398 
 
 

Twitter Activity