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Neuer Club von Ardi Goldman
 

Neuer Club von Ardi Goldman

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Fortuna Irgendwo erzählt Geschichten

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Gerüchte gab es schon lange, jetzt stellt Ardi Goldman seine Pläne vor. Schon bald soll der neue Club Fortuna Irgendwo das Frankfurter Nachtleben neu erfinden.
Das Comeback des Ardi Goldman wird bunt. Soviel ist gleich zu Beginn der Pressekonferenz klar. Wobei der „Ex-König der Frankfurter Nacht“ – so benennt er sich selbst – auch schon mal bunter angezogen war. Heute dominieren bei ihm Erdtöne und die Farbe Gelb. Und er stellt sich selbst gleich zu Beginn die wichtigste Frage: „Warum mache ich mit 56 einen neuen Club auf?“ Antwort: "Weil ich ein Geschichtenerzähler bin“.

Oha, damit ist klar, das, was hier in den Räumen des ehemaligen Kult-Clubs King Kamehameha Ende März abgehen wird, ist nicht das normale Clubgeschehen. „Wir sind ja kein Club, wir sind eine Heilanstalt für Gemüts- und Nervenkranke.“ Diese Anstalt soll Fortuna Irgendwo heißen, immer von dienstags bis samstags Nightlife bieten, für Menschen ab 25 Jahren offenstehen und sie soll die Frankfurter Nacht neu erfinden.

Fans des früheren Kingkas werden die Räume natürlich wiedererkennen, aber eigentlich nur die grobe Aufteilung. Tanzfläche, Bühne, Empore im Hauptraum. Im Außenbereich gemütliche Sitzecken und der in blau wieder erstrahlte Swimmingpool. Aber die Kingka-Kühle der Einrichtung ist völlig weg. Alles gemütlich im mediterranen Stil beziehungsweise im überdachten Außenbereich, der auch als Raucherraum dienen soll, im Südsee-Ambiente. „Tiki-Stil“ nennt das Goldmans künstlerischer Leiter Michael Dreher. Und er erläutert, dass Tiki eigentlich ein modernes Missverständnis ist. „Die US-Soldaten, die im Südpazifik stationiert waren, kamen später nach Hause und in Wyoming oder anderswo sehnten sie sich wieder nach der Südsee und dann kreierten sie ihren eigenen Stil.“ Es war also eine Verklärung, drückte die Sehnsucht nach dem Paradies aus. Viele Bars in den USA und auch in Deutschland wurden dann in diesem Sehnsuchts-Stil eingerichtet. In Frankfurt mag man sich an das Tong's Aloha am Eschenheimer Tor erinnern. Eigentlich kein schlechtes Narrativ für einen Club, in dem wir uns dann in einer ganz eigenen Welt wiederfinden werden.




Foto: Bernd Kammerer

Ein Schmuckstück des Fortuna ist die Show-Wand. Eine ganz neuartige Erfindung des Kölner Lichtkünstlers JoJo Tillmann. Goldman hat hiermit Großes vor: „Genau wie der DJ Musik auflegt, wird ein VJ diese Wand bespielen“. Mit LEDs und Projektionen können erstaunliche Effekte in den Raum gezaubert werden. Von knallig bis Comichaft, von realistischen Naturbilder bis zu energievollen John-Travolta-Filmszenen. Und damit sind wir beim Geschichten erzählen. Der Club, pardon die „Heilanstalt für Gemütskranke“ will eine Art Ersatzurlaubsort sein. Ein Besuch im Fortuna Irgendwo soll uns in eine schöne Welt entführen.

Als DJs engagiert Ardi Goldman „intellektuelle DJs“. Ihm schwebt ein Musikprogramm wie bei den Lazy.-Partys am Schwedlersee vor. Also nicht das allzu bekannte Schubladendenken, nicht Electro, EBM oder Hip-Hop, sondern „all of the above“ plus das gewisse Extra. Die Lokalmatadore C-Rock und Pedo Knopp werden als Stamm-DJs agieren, immer mal wieder werden sie Kollegen von außerhalb einladen. Mittwochs ist für Live-Musik reserviert. „Ich will aber keine Coverbands“, verkündet Ardi Goldman. Als Kurator des Musikprogramms habe er deshalb den renommierten Booker Markus Gardian ins Boot geholt und gleich zu Beginn wird De-Phazz in Fortuna Irgendwo spielen.

Ist dieses Konzept gewagt? Klar, es ist so was von gewagt! Aber es ist ein verdammt spannendes Projekt. Und Goldman meint, so wie der Cirque du Soleil einst das Thema Zirkuskunst ganz neu erfunden hat, wird er jetzt das Clubleben aufmischen. Und einen eigennützigen Grund führt er auch noch an: „Wie viele meiner Freunde, weiß ich selbst nicht mehr, wohin ich in Frankfurt zum Feiern gehen kann.“ Das soll sich ab Ende März ändern, getanzt wird dann ab 22 Uhr bis 4 Uhr früh. Am frühen Abend gibt es Barbetrieb.




Foto: Bernd Kammerer
 
25. Februar 2020, 17.07 Uhr
Jens Prewo
 
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Fotogalerie:
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Christian Six Spreen am 27.2.2020, 14:28 Uhr:
Hört sich an wie etwas, was Frankfurt gut vertragen kann. Hoffentlich gibt es auch genug 25+-jährige, die regelmäßig den Raum füllen. Auf jeden Fall schön, dass nicht das selbe Konzept zum x-ten mal aus der Schublade geholt wird.
 
 
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