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Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt

Städtische Museen

Neue Werke für Caricatura, Jüdisches Museum und MMK

Das Caricatura Museum, das Jüdische Museum und das Museum für Moderne Kunst können neue Werke von insgesamt acht Künstler:innen für ihre Sammlungen ankaufen. Unter den Werken befinden sich einige bedeutende sowie bislang unentdeckte Arbeiten.
Mithilfe des städtischen Ankaufsetats können das Caricatura Museum, das Jüdische Museum und das Museum für Moderne Kunst (MMK) einige bedeutende, neue Kunstwerke für ihre Sammlungen erwerben. Am Donnerstag hat der Ausschuss für Kultur, Wissenschaft und Sport den Ankäufen der drei städtischen Museen zugestimmt.

„Es ist Aufgabe eines Museums, Sammlungen aufzubauen, zu pflegen, zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, erklärt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). „Daher ist es wichtig, dass jedem Haus mit seinem ganz individuellen Sammlungskonzept die Möglichkeit zum Ausbau der eigenen Sammlung gegeben wird.“ Die Sammlung des Jüdischen Museums wird künftig durch zwei Ankäufe erweitert: Neben den drei Videoarbeiten „Writing Lessons Series“ der israelischen Künstlerin Hadassa Goldvicht erwirbt das Museum ein Konvolut aus 88 Zeichnungen der expressionistischen Künstlerin Rosy Lilienfeld. Die Künstlerin wurde in Frankfurt geboren, studierte an der Städelschule und kam 1942 während des Nationalsozialismus in Auschwitz ums Leben. Die 55 Blätter des Konvoluts seien bislang unbekannt gewesen, so das Kulturdezernat, das von einer „Entdeckung“, sprach.

Auch das Caricatura Museum kann neue Werke zweier Künstler:innen ankaufen, die beide mit dem Frankfurter Satiremagazin Titanic zusammenhängen: Zum einen durch den Maler und freien Titanic-Mitarbeiter Michael Sowa; zum anderen durch die Mannheimer Künstlerin und ebenfalls Titanic-Mitarbeiterin Franziska Becker, von der das Museum ein Konvolut mit Gemälden, Cartoons sowie Comics aus der Zeitschrift „Emma“ erwirbt. Mit Beckers Arbeiten ziehe in das Caricatura Museum „der weibliche, im Bereich der Komischen Kunst unterrepräsentierte Blick in die Sammlung ein“, sagt Ina Hartwig und erklärt weiter, „im Jüdischen Museum wird mit dem Erwerb der Werke von Rosy Lilienfeld eine fast vergessene Künstlerin wieder ins Bewusstsein gerückt.“

Im MMK halten unterdessen gleich vier neue Werke in die Museumssammlung Einzug. Unter ihnen „Neuf Moules Mâlic“, eines der Hauptwerke des einflussreichen französischen Künstlers Marcel Duchamp aus dem Jahr 1938. Mit nur neun Exemplaren sei das Kunstwerk äußerst selten, so das Kulturdezernat. „Diese Neuerwerbung ergänzt den Sammlungsbestand des Künstlers Marcel Duchamp im MMK in herausragender Weise und kann als ein Schlüsselwerk für die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden.“

Der Ankaufsetat für die städtischen Museen wurde 2019 nach knapp 15 Jahren wieder eingeführt. Insgesamt stehen den Museen damit jährlich 1,1 Millionen Euro für Ankäufe von Kunstwerken zur Verfügung. Durch den Etat sollen unter anderem die Präsentationsmöglichkeiten sowie das Ansehen der Museen verbessert werden. Vergangene sowie die aktuellen Ankäufe zeigten, dass das Budget rege genutzt werde, so Ina Hartwig. In der Vergangenheit hatten sowohl das Jüdische Museum, das MMK als auch das Weltkulturen Museum den Etat für ihre Ankäufe genutzt. Das Caricatura Museum konnte dadurch beispielsweise Anfang des Jahres 400 Werke der Karikaturisten Greser & Lenz erwerben.
 
17. September 2021, 13.04 Uhr
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